Was für ein skurriler Mix! Ob Aleksandr Isaev Ahnung davon hat, wie man ein Auto baut, wissen wir nicht. Sicher ist: Mit Photoshop kann der Designer hervorragend umgehen. Und er hat Fantasie: Der ist jetzt eine Mischung aus dem rund 6000 Euro teuren Lada Niva und der gut 20 Mal so teuren Mercedes G-Klasse entsprungen.

Das Beste aus zwei Welten

Halb Lada Niva, halb Mercedes G-Klasse
Dach und B-Säule lassen sich bei der digitalen Zeichnung herausnehmen. 
Würde man den G-Niva bauen, hätte der Kraxler wohl das Zeug dazu, einer der fähigsten Offroader überhaupt zu werden. Schließlich setzt die G-Klasse Maßstäbe in Sachen Geländegängigkeit und der bei uns zuletzt in Lada 4x4 umbenannte Niva ist bekannt für seine Robustheit. Dass das Projekt jemals über den Skizzen-Status hinauskommt, darf freilich bezweifelt werden. Die Computer-Zeichnungen aber sind beeindruckend: Isaev mixt gekonnt Details beider Ikonen, vom Mercedes kommen der Kühlergrill mit Stern und die aufgesetzten Blinker, vom Niva die "Augenbrauen" über den Scheinwerfern, das schräge Heck und die kompakten Proportionen
Halb Lada Niva, halb Mercedes G-Klasse
Das Cockpit ist ein Mix aus Retro und Zukunft. Die Bildschirme und der Haltegriff nehmen Anleihen bei Mercedes. 
In der Vorstellung des Designers fährt der G-Niva als Fünftürer vor und hat ein Dach mit abnehmbaren Panelen, wie wir sie vom Jeep Wrangler kennen. Auch die B-Säulen scheinen ausbaubar zu sein. Das Frischluft-Feeling genießt man in einem Cockpit, das den puristischen Lada-Charme und augenscheinlich viel Hartplastik mit großen, von Mercedes-inspirierten Displays kombiniert. Welchen Antrieb er sich vorstellt, verrät Isaev nicht. Doch die Entscheidung zwischen Ladas 1,7-Liter-Vierzylinder und dem Vier-Liter-V8 aus dem G 500 dürfte nicht schwerfallen.

Von

Michael Gebhardt