Laika Kosmo 212: Wohnmobil-Test
Ein Jahr Dolce Vita mit dem Teilintegrierten Laika Kosmo 212

Zwölf Monate Dauertest mit dem Einsteigermodell Kosmo von Laika. Ergebnis: kurzes Bett, tolles Lichtkonzept, schicker Möbelbau. Und dann war da noch die Sache mit dem Wasserfall, der die Tester beim Aussteigen erwischte!
Bild: Stefan Beetz / AUTO BILD
- Helene Schmidt
Für unseren Dauertest holten wir den Laika Kosmo direkt von zu Hause ab – aus dem Werk der italienischen Marke bei Florenz. Da hatte der Teilintegrierte gerade mal fünf Kilometer auf dem Tacho. Doch das änderte sich schnell. Innerhalb von einem Jahr sammelten wir mit dem Wohnmobil mehr als 35.000 Kilometer – und zahlreiche Erkenntnisse im Testtagebuch. Was uns freut: Viele unserer Erfahrungen mit dem jüngsten Laika-Spross flossen beim Hersteller gleich in die Entwicklung ein. Eines vorweg: Den von uns getesteten Grundriss gibt es nur noch als Modell 512 mit einer Fahrzeuglänge von 7,40 Metern. Das sind 46 Zentimeter mehr als bei unserem Modell – was gut ist. Denn allen Testern fehlte immer ein bisschen Platz im Teilintegrierten.
Das Queensbett im Laika Kosmo bereitet Schwierigkeiten

Queensbett: gute Matratzenqualität, aber zu wenig Platz und ein zu hoher Einstieg.
Bild: AUTO BILD
Verarbeitung der Reisemobil-Möbel zuweilen recht lieblos

Gemütlicher Innenraum mit indirekter und mehrstufiger LED-Beleuchtung.
Bild: Stefan Beetz / AUTO BILD
Wohnmobilaufbau gut isoliert, aber ein Wasserproblem
Geschont wurde der Kosmo in den zwölf Monaten wahrlich nicht. Dabei zeigte der Südeuropäer überraschenderweise gerade im Wintereinsatz ungeahnte Qualitäten: Der Aufbau überzeugte mit hervorragender Isolierung. Da wir gerade beim Wetter sind: Mit Regen und generell Wasser kommt der Kosmo nicht so gut klar. Denn der Regenabfluss des Fahrerhauses endet genau auf Höhe der Fahrertür. Nicht nur einmal bekam ein Tester eine unfreiwillige Dusche beim Aussteigen ab. Ebenfalls nass wurde jeder Kollege, der versuchte, den Frischwassertank zu befüllen. Von Anfang an floss gefühlt mehr Wasser raus als rein. Um überhaupt auftanken zu können, wurde der Wasserschlauch mit viel Kraft tief in den Stutzen gedrückt. Das Resultat nach einigen Wochen: Die Schlauchzuführung hinter dem Einfüllstutzen löste sich.
Fiat Ducato ist das perfekte Basisfahrzeug
Ausschließlich lobende Worte gab es für den Fiat Ducato. "Das Basisfahrzeug macht Freude. König der Landstraße mit 150 PS – mehr braucht es nicht, um kommod auf der Autobahn mitzuschwimmen. Mein SUV hat 40 PS mehr und bietet nicht halb so viel Platz", resümierte Kollege Karkheck.Fazit von Helene Schmidt: Unser Kosmo hatte einige konstruktive und qualitative Schwächen. Laika reagierte sofort auf die Kritik und passte die Produktion entsprechend an. So verändert hat der Italiener gute Erfolgschancen in Deutschland.
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