Lamax S9: Dashcam-Test

Die (fast) unsichtbare Dashcam

AUTO BILD hat die Lamax S9 getestet. Sie ist Dashcam, Rückfahrkamera und smarter Rückspiegel in einem. Im Test kann sie voll und ganz überzeugen. Vor allem die Sprachsteuerung fällt positiv auf.
Darüber muss man nicht diskutieren: Knapp 200 Euro sind für eine Dashcam eine Ansage. Aber bei der Lamax S9 handelt es sich ja nicht nur um eine Dashcam, sie ist zugleich auch Rückfahrkamera und smarter Rückspiegel. In unserem Test überzeugt die Autokamera auf ganzer Linie und sichert sich die Note "sehr gut" mit 43 von 50 Punkten. (Weitere Infos zum Test-Szenario lesen Sie in unserem Dashcam-Test.)

Lamax

Lamax S9

AUTO BILD-Testnote 1
  • Full-HD (1080p) bei 30 fps vorne
  • Aufnahme-Winkel 150° vorne
  • sD bis 64 GB
  • Display 9,66-Zoll-IPS-Touchscreen
  • GPS ja

199,99

Testergebnisse Lamax S9

Bedienung: Eines gleich vorweg: Wer eine "gewöhnliche" Dashcam gewohnt ist, muss sich hier ein wenig umstellen. Denn für die manuelle Sicherung einer Videodatei gibt es keinen Extra-Knopf. Dafür ist auf dem Touchdisplay ein Bedienfeld vorgesehen, dass die Sperrung der aktuellen Aufnahme erlaubt. Viel einfacher geht es aber über die Stimme, denn die Lamax S9 hört auf zwölf festgelegte Sprachbefehle. Darunter auch der Befehl "Lamax, Protect" für die Sperrung einer Datei. Das funktioniert so zuverlässig, dass man den Touchscreen gar nicht berühren muss – und das ist ohnehin besser, denn sonst hat man hässliche Fingerabdrücke auf dem Rückspiegel. Für die übrigen Einstellungen ist das Menü sehr simpel gehalten, zur weiteren Unterstützung gibt es eine Smartphone-App. Der Einbau ist etwas fummelig, denn die Lamax S9 besteht nicht nur aus dem Rückspiegel-Teil, sondern auch aus GPS-Modul und einer Rückfahrkamera. Das endet schnell in Kabelsalat, wenn die Kabel nicht ordentlich verlegt werden. Wer sich richtig Mühe gibt, kann die Rückfahrkamera auch mit dem Rückscheinwerfer verkabeln, dann springt die Kamera beim Einlegen des Rückwärtsganges automatisch an. Kleines Manko: Das Display ist bei Sonneneinstrahlung nicht gut zu erkennen – das liegt aber in der Natur der Sache. Wertung "Bedienung": 15/20 Punkte
Bildqualität: Die Frontkamera überzeugt in Sachen Bildqualität auf ganzer Linie. Die Aufnahmen sind gut belichtet, die Farben sind gesättigt. Ein Rauschen ist nur sehr leicht bei den Nachtaufnahmen wahrzunehmen. Der Aufnahmewinkel von 150 Grad reicht vollkommen aus, um eine dreispurige Autobahn komplett abzufilmen. Die Auflösung der Frontkamera ist Full-HD (1080p) bei maximal 30 Bildern pro Sekunde. Aufgrund der schnellen Bewegungen im Straßenverkehr, wären 60 fps optimal, aber insgesamt überzeugt die Lamax S9 mit ihren Aufnahmen. Anders sieht es bei der Rückkamera aus: Die Aufnahmen sind mit 720p weniger hoch aufgelöst. Insgesamt sind die Aufnahmen etwas verrauscht und Details wie Kfz-Kennzeichen schwierig bis gar nicht zu erkennen. Wertung "Qualität": 18/20 Punkte
Besonderheiten: Neben der Rückfahrkamera bringt die Lamax S9 weitere Zusatzfunktionen mit. Dazu zählt zum Beispiel ein Spurhalteassistent, der anzeigt, wenn man von der Fahrbahn abkommt. Außerdem hat die Dashcam eine Blitzer-Datenbank an Bord und warnt mithilfe des GPS-Moduls vor fest installierten Blitzern – aber vorsicht: Der Einsatz von Blitzerwarnern ist in Deutschland illegal. Die Funktion muss in Deutschland also deaktiviert bleiben. Zudem gibt es einen Parkmodus, der die Aufzeichnung startet, wenn der G-Sensor bei geparktem Wagen Erschütterungen wahrnimmt. Praktisch: Auch bei abgeschaltetem Display kann man sich Informationen (z.B. Uhrzeit, Radarwarner) über den Rückspiegel anzeigen lassen. Wertung "Sicherheit": 10/10 Punkten
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Lamax S9

Preis*: 199 Euro
Testnote: sehr gut

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*Preise: Stand 27.05.2020

Technische Daten in der Übersicht

Preis: 199,99 Euro
Max. Auflösung: Full-HD (1080p) bei 30 fps vorne, HD (720p) bei 30 fps hinten
Aufnahme-Winkel: 150° vorne, 130° hinten
sD: bis 64 GB, ab Class 10
Display: 9,66-Zoll-IPS-Touchscreen
GPS: ja
Länge Aufzeichnung: 1/3/5 Min Loops

Stichworte:

Dashcam

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