Lamborghini Huracán-Nachfolger (2024)
Lamborghini Huracán-Nachfolger mit Hochdrehzahl-V8
Der Nachfolger des Lamborghini Huracán bekommt einen V8-Biturbo mit 800 PS und einer Maximaldrehzahl von 10.000 U/min. Doch das ist noch nicht alles!
Bild: Automobili Lamborghini S.p.A.
Ciao V10, hallo V8-Biturbo! Mit dem auf zehn Exemplaren limitierten Sondermodell STJ verabschiedet Lamborghini den Huracán in den Ruhestand. Eine Ära geht zu Ende und mit ihr ist auch das Ende des V10-Saugmotors besiegelt. Ein Motor, der über mehr als ein Jahrzehnt Autofans auf der ganzen Welt mit seinem Ansprechverhalten und natürlich dem unverwechselbaren Sound begeistert hat. Jetzt steht der Nachfolger des Huracán bereit und Lamborghini verrät die ersten Details zum Antrieb!
Einen offiziellen Namen für den neuen Mittelmotorsportwagen gibt es noch nicht. Stattdessen sprechen die Italiener nur von der internen Bezeichnung 634. Ein schnödes Kürzel für ein augenscheinlich hochemotionales Auto. Das zumindest lässt das Motorenkonzept vermuten.
Der V10-Sauger geht in den Ruhestand
Zuerst die schlechte Nachricht: Der V10-Sauger hat ausgedient. Das kommt aufgrund der immer strengeren Abgasvorschriften weltweit nicht überraschend, dürfte Fans aber trotzdem schmerzen. Damit der Abschied nicht ganz so schwer fällt, hat sich das Team um Lamborghini-CTO Dr. Rouven Mohr einiges einfallen lassen. Kurzum: Dem Huracán-Nachfolger soll es nicht an Emotionen mangeln – und an Leistung schon gar nicht.

Der V8-Biturbo ist eine komplette Neuentwicklung und soll 10.000 U/min drehen. Ein extremer Wert für einen Turbomotor.
Bild: Automobili Lamborghini S.p.A.
Anstelle des V10 kommt ein neu entwickelter 4,0-Liter-V8-Biturbo zum Einsatz. Und auch wenn die Vermutung naheliegt, so erklärt Lamborghini nachdrücklich, dass es sich hierbei nicht um den aus dem Konzern bekannten V8-Biturbo, sondern um eine komplette Neuentwicklung handele. Der Motor entstand auf einem weißen Blatt Papier und soll den V10-Sauger in allen Punkten übertreffen. In puncto Leistung und Performance dürfte das keine Überraschung sein, doch laut Lamborghini soll der V8-Biturbo auch beim Fahrerlebnis und somit den Emotionen noch einen drauflegen.
Um das zu erreichen hat das Team um Rouven Mohr viel Aufwand betrieben und will die ausgeprägte Linearität des V10 mit der enormen Leistung eines modernen Turbomotors vereint haben. Klingt nach einer Mammutaufgabe, doch der Blick in die technischen Daten lässt Zweifel schnell verfliegen – zumindest auf dem Papier.
10.000 U/min Maximaldrehzahl
Der neue V8-Biturbo leistet beeindruckende 800 PS, was einer Literleistung von 200 PS entspricht. Das eigentliche Highlight ist aber die Maximaldrehzahl von 10.000 U/min (800 PS bei 9000 bis 9750 U/min) – ein extremer Wert für einen Turbomotor. Das maximale Drehmoment von 730 Nm steht bereits zwischen 4000 und 7000 U/min bereit.
Doch das ist noch nicht alles, denn wie beim großen Bruder Revuelto wird der Verbrenner auch beim Huracán-Nachfolger von drei Elektromotoren unterstützt. Einer davon sitzt zwischen V8 und dem abgewandelten Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe und soll maximal 110 kW und bis zu 300 Nm zusätzliche Power liefern.

Unterstützt wird der V8-Biturbo von insgesamt drei Elektromotoren. Die Systemleistung verraten die Italiener noch nicht.
Bild: Automobili Lamborghini S.p.A.
Eine Systemleistung verrät Lamborghini zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht, doch viel dürfte zu den 1015 PS des V12-Flaggschiffs Revuelto nicht mehr fehlen.
800 PS leistet nur der Verbrenner
Gleiches soll auch für den Sound gelten, schließlich soll jeder Lamborghini so emotional wie möglich klingen. Die Italiener sprechen hier selbstbewusst von einem unverkennbaren Charakter und einem völlig neuen Fahrerlebnis. Bis dahin müssen wir uns auch gar nicht mehr allzu lange gedulden, denn der intern 634 genannte Huracán-Nachfolger soll noch 2024, vermutlich bereits im Spätsommer, enthüllt werden.
Und so könnte der neue Lamborghini aussehen. Auf Basis von Erlkönigfotos hat unser AUTO BILD-Illustrator folgende Zeichnungen angefertigt. Die flache Form mit der tief herunter gezogenen Front ist zwar bekannt, jedoch dürfte es neue, flachere Scheinwerfer geben. Weiter unten erwarten wir neue Tagfahrleuchten in sechseckigem Design, die in den großen Lufteinlässen integriert sind.
Basispreis wohl rund 300.000 Euro
Am Heck des Erlkönigs sticht besonders der gewaltige Diffusor ins Auge, der mit seinen langen vertikalen Lamellen nicht von einem vollen Stoßfänger umgeben ist, so dass man die dicken Hinterreifen sehen kann. Ob das so aber in Serie geht, ist nicht klar. Weiter oben findet sich eine zentral angeordnete Abgasanlage, die von den Rückleuchten flankiert wird.
Nach der Präsentation in diesem Jahr, dürfte der einstige "Einstiegs-Lamborghini" ab 2025 auf den Markt kommen, beim Preis dürfte die Reise wohl erst jenseits der 300.000 Euro beginnen.
Service-Links
