Lamborghini Veneno (2013) zum absurden Preis zu verkaufen
Wie bitte, WAS soll dieser Lamborghini Veneno kosten?

Der Veneno ist einer der extremsten Lamborghini überhaupt. Aktuell steht eines von nur drei Coupés zum Verkauf. Der Preis? Achtstellig!
Bild: John Scotti Automotive LTEE
Ist das der extremste Lamborghini aller Zeiten? In ihrer über 60-jährigen Geschichte haben die Italiener viele wilde Autos gebaut, doch der 2013 vorgestellte Veneno ist einfach nur extrem – sogar für Lamborghini-Verhältnisse. Aktuell steht eines der drei Kundenfahrzeuge bei "Dupont Registry" zum Verkauf. Der Preis ist schwindelerregend!
Mit einem Neupreis von drei Millionen Euro netto war der ultraseltene Veneno schon bei seiner Präsentation im Jahr 2013 kein Schnäppchen. In nur gut zehn Jahren soll sich der Wert des Veneno mehr als vervierfacht haben – trotz des hohen Neupreises war der Wagen also ein sehr gutes Investment. Aber fangen wir vorne an.
Nur drei Lamborghini Veneno wurden gebaut
Auf dem Autosalon Genf 2013 enthüllte Lamborghini den auf drei Exemplare (plus ein Prototyp fürs Museum) limitierten Veneno pünktlich zum 50. Firmenjubiläum. Auf Basis des zwei Jahre zuvor vorgestellten Aventador entstand ein Kleinserienmodell, das alle anderen Autos auf der Messe in den Schatten stellte. Wer den Veneno als teuren Aventador mit Bodykit betitelt, der hat das Konzept hinter diesem Auto nicht verstanden.

Ein Auto wie ein Ufo. Gegen den ultraextremen Lamborghini Veneno wirkt sogar ein serienmäßiger Aventador wie langweilige Massenware.
Bild: John Scotti Automotive LTEE
Im Vergleich mit dem Veneno wirkt ein serienmäßiger Aventador in etwa so aufregend wie ein VW Polo. Für die Kleinserie wurden in Sant'Agata Bolognese alle Register gezogen. Der Veneno ist über fünf Meter lang und 2,08 Meter breit. Die kantige Carbonkarosserie sieht aus, als stamme sie von einer Studie, doch der Veneno besitzt eine Straßenzulassung. Durch eine Extraladung Carbon konnte das Gewicht um 125 Kilo reduziert werden, der Veneno soll nur 1450 Kilo auf die Waage bringen. Da der 6,5-Liter-V12 aus dem Aventador gleichzeitig von 700 auf 750 PS erstarkte, ergibt sich ein hervorragendes Leistungsgewicht von 1,93 kg/PS. Die Fahrleistungen sind nicht minder beeindruckend: Von null auf hundert geht's in 2,8 Sekunden, Topspeed 355 km/h.

Vorgestellt wurde der Veneno mit Carbon-Vollschalensitzen. Der Erstbesitzer dieses Exemplars entschied sich hingegen für die "Komfortsitze".
Bild: John Scotti Automotive LTEE
Alle drei Veneno Coupé sind dem Anschein nach identisch konfiguriert, unterscheiden sich aber in einem Detail: die drei Kontrastfarben. Analog zur italienischen Tricolore gibt es je einen Veneno mit weißen, einen mit grünen und einen mit roten Akzenten an Splitter, Seitenschwellern, Diffusor und Heckflügel.
16,9 Millionen Dollar
Letzterer, also der Veneno mit den roten Akzenten (das Exemplar im Lamborghini-Museum hat im Übrigen auch rote Details), steht aktuell in Kirkland (Kanada) beim Händler "John Scotti Automotive" zum Verkauf. Mit umgerechnet gerade mal 204 Kilometern (127 Meilen) auf dem Tacho befindet sich der Veneno praktisch im Neuzustand. Angesichts des aufgerufenen Preises sollten sich Interessenten aber festhalten: Sage und schreibe 16,9 Millionen Dollar soll der Veneno kosten. Umgerechnet entspricht das in etwa 14,5 Millionen Euro.
Ganz offensichtlich ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, denn noch Anfang 2025 war der Veneno für 13,9 Millionen Dollar, also rund zwölf Millionen Euro, inseriert. Wenn es so weitergeht, dann dürfte der Preis in einem Jahr bei 20 Millionen Dollar liegen. Vorausgesetzt, es findet sich ein Kunde. Wer jedoch ernsthaftes Interesse an einem Veneno hat, der hat praktisch keine Wahl. Es sei denn, es käme auch der Ende 2013 präsentierte Veneno Roadster infrage, denn von der offenen Version existieren immerhin neun Exemplare. Ob die jedoch wirklich "günstiger" gehandelt werden?
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