Eines gleich vorweg: Wer den Land Rover Discovery als SUV bezeichnet, hat keine Ahnung! Das hier ist ein echter Geländewagen, auch wenn er nicht so aussieht mit seiner modernen Glattflächigkeit. Ein paar Belege gefällig? Er kann – wie der technisch eng verwandte Defender – durch 90 Zentimeter tiefes Wasser fahren, ohne Schaden zu nehmen. Wer die Luftfederung bestellt, kann ihn auf 28,5 Zentimeter Höhe über Boden hochpumpen – oder so absenken, dass der Offroad-Hochbau in Tiefgaragen mit 1,90-Meter-Höhenbegrenzung passt.
Gebrauchtwagensuche Land Rover Discovery
Land Rover Discovery D250 Dynamic HSE HUD Standheizung
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183 KW (249 PS)
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Land Rover Discovery D250 AWD Dynamic SE
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183 KW (249 PS)
10/2026
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Land Rover Discovery D350 MATRIX NAVI PANO 7-SITZER ALU AHK
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Land Rover Discovery D350 Dynamic HSE el.Trittstufen Massag
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Land Rover Discovery D350 Dynamic HSE el.Trittstufen Massag
1.180 km
257 KW (349 PS)
09/2026
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Diesel, 8,4 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 220 g/km*
Land Rover Discovery D250 Dynamic SE AHK Pano Trittbretter
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1.950 km
183 KW (249 PS)
09/2026
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Land Rover Discovery 3.0 Diesel D250 Dynamic SE 360°|AHK
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4.000 km
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07/2026
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Land Rover Discovery D350 Dynamic HSE HSE AHK Pano
84.990 €
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3.900 km
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Land Rover Discovery D250 AWD S Winterp. 7-Sitze UPE 94.170
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Land Rover Discovery D250 Dynamic SE AHK HUD
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Land Rover Discovery 5 Tempest D350 AWD 7-Sitzer AHK-el. kl
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06/2026
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Sind Geländeuntersetzung und Hinterachssperre mitbestellt (2305 Euro, im Paket), kommt er in Geländepassagen lässig durch, in die man sich sonst höchstens mit Offroadklassikern wie Wrangler, Defender oder G-Mercedes wagen würde – und die für handelsübliche Familien-SUV schlicht unpassierbar sind. Bis zu sieben Menschen passen hinein (Aufpreis dritte Sitzreihe ab 1488 Euro), die dann auch noch schweres Gepäck mitnehmen dürfen, denn er darf bis zu 689 Kilogramm zuladen.

Bei einem kernigen Offroad-Burschen wie dem Discovery überrascht das glatte, rundliche Heck, Leuchten geteilt bis in die Heckklappe.
Bild: Jaguar Land-Rover Ltd.

Mit satten 700 Nm Drehmoment zieht er souverän davon

Der neue Motor, pünktlich zum 35. Geburtstag der Baureihe, heißt D350. Der Reihensechszylinder-Turbodiesel basiert auf dem bisherigen Topdiesel D300, kommt aus dem eigenen Motorenwerk in Wolverhampton und bietet, der Name verrät’s, 50 PS mehr und erstmals eine Mildhybridisierung per 48-Volt-Startergenerator. Der erstarkte Antrieb macht den immerhin 2,4 Tonnen schweren Geländewagen nicht wirklich zum Reißer, sorgt für eher nachdrücklich-souveränen Tempozuwachs.
Was bestens mit der weich schaltenden Achtstufen-Wandlerautomatik von ZF harmoniert – noch immer der Maßstab in Sachen ruckarmer Schaltarbeit. Von 0 auf 100 km/h braucht der D350 der Werksangabe zufolge nur 6,3 Sekunden (zum Vergleich D300: 6,9 Sekunden). Was angesichts der 700 Nm Drehmoment glaubwürdig erscheint. Erinnert sich noch jemand an den verblichenen VW Touareg 5.0 V10 TDI? Der galt vor 20 Jahren als brutal stark, und er hatte auch nur 50 Nm Drehmoment mehr zu bieten. Ein Nebeneffekt der Mildhybridisierung: So etwas wie eine Anfahrverzögerung, früher so typisch für Turbodiesel, ist hier nicht mehr spürbar. Übrigens erfüllt der Discovery mittlerweile auch die Abgasnorm Euro 6e.

Steilabfahrten nimmt der Discovery gelassen. Fuß von der Bremse lassen und das Abfahrtempo mit dem Tempomat-Regler feintunen.
Bild: Jaguar Land-Rover Ltd.

Der Discovery glänzt im Gelände als krasser Kraxler

Als der Discovery 5 im Jahr 2017 erschien, lag sein zentraler Fortschritt in der Gewichtseinsparung von rund 300 Kilogramm, ein Verdienst des vom Range Rover übernommenen Alu-Chassis. Neben Schotter-, Schlamm- und Sand-Fahrprogrammen bietet er auch einen Felsenklettermodus – allein das zeigt, wie ernst der Wagen gemeint ist als Offroader. Abseits des Asphalts bewegt, bremsen ihn höchstens seine Ausmaße: fast fünf Meter lang, über zwei Meter breit ohne Spiegel, und ein Wendekreis von 12,8 Metern.
Ein Erlebnis ist der Geländetempomat ATPC (All-Terrain Progress Control): Bremse treten, ein langer Druck auf die Taste der Bergabfahrhilfe in der Mittel-konsole, und der dicke Offroader wühlt sich mithilfe von allerlei Kameras und Bodenerkennungs-Software halbautonom durchs Gelände. Der Fahrer muss nur noch lenken und das Tempo per Tempomatknopf ein wenig anpassen. Das beansprucht viel Rechenleistung und vollzieht sich etwas langsamer als bei manueller Einstellung, lässt aber in einem Off-road-Fahrgelände völlig unerfahrene Piloten brillieren.

Volle Ladung: Die beiden hinteren Sitzreihen umgelegt, stehen auf im Discoevry Reisen fast 2.500 Liter Ladevolumen bereit.
Bild: Jaguar Land-Rover Ltd.

Seine Stärken: üppiges Raumangebot und hohe Variabilität

Was den Discovery seit der dritten Serie von 2004 ausmacht, ist seine extreme Variabilität: eine dritte Sitzreihe nicht nur für Zwerge, auf Wunsch elektrisch verstell- und beheizbar, und nicht nur für Schlangenmenschen erreichbar, denn die zweite Reihe lässt sich flach zusammenfalten und um 16 Zentimeter nach vorne schieben. Alles geplättet, gibt der Discovery eine Festival-Schlafstatt de luxe ab. Ist die Tochter mit dem Freund unterwegs, kann man beide ärgern, indem man die Sitze per Handy-App ferngesteuert wieder hochfährt. Auch mit diesem ernst gemeinten Geländegänger dürfte sich nur eine Minderheit in ein Fahrgelände wagen. Gekauft wird er meist schlicht als Familienauto oder als Zugfahrzeug für Pferde- und Wassersportler, und denen hat er volle 3,5 Tonnen Zuglast zu bieten.

Der dicke Schaltklops zog in den Discovery mit dem Facelift 2021 (statt Drehwähler), der 11,4-Zoll-Zentralschirm ebenso.
Bild: Jaguar Land-Rover Ltd.

Der Preis für das luxuriöse Sondermodell ist sechsstellig

Vorbei sind leider die Anfangstage des Discovery 5 von 2017, als er – damals noch mit Vierzylinder-Diesel – für rund 60000 Eurovor der Tür stand. Heute geht die Preisliste erst bei 77800 Euro los (D250 mit 249 PS, basiert auf dem gleichen 3.0-Liter-Diesel und darf ebenfalls 3,5 Tonnen ziehen). Man kann die Preise aber auch von anderer Warte aus betrachten: ein Range Rover fürs halbe Geld! Denn das Chassis ist nahezu identisch; es fehlen nur der Achtzylinder und das letzte Quäntchen Luxus.
Den allerdings schon die 35th Anniversary Edition des "Disco" auf die Spitze treibt. Zum Preis von 107400 Euro bringt er mit: schwarze 22-Zoll-Räder, schwarz lackierte Brembo-Sättel, elektrisches Panoramaschiebedach mit zwei Glasflächen, Head-up-Display, Mittelkonsole mit Kühlfach, Vier-Zonen-Klima, perforiertes Windsor-Leder und die erwähnte elektrisch verstell- wie beheizbare dritte Sitzreihe. Wer braucht da noch einen Range?

Fazit

Der überarbeitetet Land Rover präsentiert sich noch lässiger als der bereits souveräne Discovery D300. Herausragend sind sowohl die Gelände- als auch die Langstrecken-Tauglichkeit sowie Zuglast, Ladevolumen und Komfort in Sitzreihe drei. Kann viel und ist leider auch entsprechend teuer.