Das Frauenteam ging am vergangenen Wochenende bei den 24 Stunden von Daytona etwas unter. Katherine Legge, Ana Beatriz, Simona de Silvestro und Christina Nielsen erzielten Rang 33 Gesamt, Platz 13 in ihrer Klasse (der untersten GTD-Klasse für GT3-Flitzer). Doch 2019 steht wohl ein noch größeres Projekt auf dem Plan: Das Damenteam soll 2019 für Michael Shank Racing auch bei den 24 Stunden von Le Mans starten – in einem LMP2-Prototyp!
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Noch sind die Pläne nicht fix, Michael Shank braucht erst noch einen Startplatz. Die Einschreibefrist ist noch nicht abgelaufen. Weil aber FIA-Präsident Jean Todt Frauen in der Sportwagenszene stärken will, gilt die Bestätigung der Nennung als reine Formsache.
BWT
Christina Nielsen startete bereits drei Mal in Le Mans
In Le Mans sind nur drei Fahrer pro Auto erlaubt. Aus dem aktuellen Frauenteam hat nur die Dänin Christina Nielsen Le-Mans-Erfahrung, war in den letzten drei Jahren stets in der GTE-Amateur-Klasse am Start (mit Rang 31 erzielte sie 2018 ihr bestes Resultat). Sie gilt daher als wahrscheinlichste Option neben Jackie Heinricher, die nur wegen einer Rückenverletzung nicht in Daytona fahren konnte und dort von Katherine Legge vertreten wurde.
Bisher starteten 57 Frauen in Le Mans, 21 davon waren reine Damenteams. Zuletzt versuchten sich die Schweizerinnen Natacha Gachnang, Cyndie Allemann und Rahel Frey in einem Ford GT1 im Jahr 2010, schieden aber vorzeitig aus. Odette Siko und Marguerite Mareuse waren 1930 mit ihrem Bugatti Type 40 das erste Frauenteam bei den 24 Stunden von Le Mans – und mit Rang sieben bis heute das erfolgreichste.