Im Spätherbst seiner Karriere könnte Jörg Bergmeister (43) seinen größten Erfolg feiern. Der Leverkusener steht vor dem Titelgewinn in der GTE-Amateurklasse. Dort fährt er einen Porsche 911 RSR (4,0-Liter-Sechszylinder-Boxer, über 500 PS) für Project 1, ein Team aus Niedersachsen. „Auch wenn wir vorne liegen: Noch ist nichts gewonnen“, bremst Bergmeister die Erwartungen. 23 Punkte beträgt der Vorsprung auf das Ferrari-Trio Thomas Flohr (49), Francesco Castellacci (32) und Giancarlo Fisichella (46). 38 Punkte sind noch zu vergeben.
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Bergmeister hat in seiner 30-jährigen Karriere schon allerhand Klassensiege gefeiert: in Daytona, Sebring, 2004 auch schon in Le Mans. Immer für Porsche.
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Bergmeister kämpft um den Titel in der GTE-Am-Kategorie

In der GT-Amateurklasse muss einer der drei Piloten ein Gentleman-Fahrer sein. Im Fall von Project 1 ist das Egidio Perfetti (44). Der Norweger ist Chef von Perfetti Van Melle, dem drittgrößten Süßwarenhersteller der Welt. Mit seiner weltberühmten Bonbon-Marke Mentos finanziert Perfetti auch das Team. In Le Mans wird der Porsche zudem eine spezielle Art-Car-Lackierung erhalten.
Bergmeister kommt aus einer Rennfamilie: Vater Willi (†2013) war 1980 Tourenwagen-Europameister. In dessen Audi-Niederlassung absolvierte Michael Schumacher (50) seine Kfz-Lehre. Auch Bruder Tim (44) fuhr Rennen, Neffe Jakob (13) ist derzeit das vielversprechendste deutsche Nachwuchstalent im Kartsport.
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