Le-Mans-Drama! BMW erbt Pole
Genesis überrascht die Giganten in Le Mans

Cadillac jubelte bereits über die Pole Position bei den 24h Le Mans, doch wenige Minuten später griffen die Rennkommissare ein.
Bild: FIA WEC / DPPI
Die Entscheidung um die Pole Position für die 94. Auflage der 24 Stunden von Le Mans fiel erst nach dem Qualifying. Cadillac-Pilot Jack Aitken hatte sich zunächst mit nur fünf Tausendstelsekunden Vorsprung vor BMW-Pilot Dries Vanthoor die Bestzeit gesichert. Die Pole-Party lief bereits, als die Rennkommissare einschritten.
Aitken wurde die schnellste Runde gestrichen, weil er beim Verlassen der Boxengasse die Anweisungen der Rennleitung missachtet hatte. Statt von Platz eins startet der Cadillac nun nur von Rang zehn.

Dries Vanthoor rückte gemeinsam mit seinen Teamkollegen Kevin Magnussen und Raffaele Marciello auf die Pole Position vor.
Bild: BMW
Der große Gewinner: BMW. Vanthoor rückte gemeinsam mit Kevin Magnussen und Raffaele Marciello auf die Pole Position vor. Auch der zweite BMW war stark. Robin Frijns stellte den Schwesterwagen, in dem auch Rene Rast und Sheldon van der Linde die 24h bestreiten, auf Rang vier.
Genesis überrascht die Favoriten
Für das Ausrufezeichen des Abends sorgte indes Genesis. Der koreanische WEC-Neuling schaffte bei seinem ersten Le-Mans-Auftritt mit beiden GMR-001 Hypercar den Sprung in die Top Ten. Paul-Loup Chatin qualifizierte sich auf Rang sechs, der dreimalige Le-Mans-Sieger André Lotterer fuhr auf Platz neun.

Genesis schaffte bei seinem ersten Le-Mans-Auftritt mit beiden GMR-001 Hypercar den Sprung in die Top Ten.
Bild: FIA WEC / DPPI
„Platz sechs und Platz neun sind für unseren ersten Le-Mans-Start eine außergewöhnliche Leistung“, sagt Teamchef Cyril Abiteboul. Lotterer ergänzt: „Wir sind ohne große Erwartungen gekommen. Umso schöner ist dieses Ergebnis für das ganze Team.“
Ferrari enttäuscht
Für den bisherigen Le Mans-Dominator Ferrari verlief der Abend dagegen ernüchternd. Nur ein Werkswagen schaffte den Sprung in die finale Hyperpole-Session. Der #51 Ferrari kam nicht über Rang acht hinaus.
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