Le Mans: Vorschau - LMP1
Kampf der Konzepte

Die drei Hersteller Porsche, Audi und Toyota sind sich einig: Am Wochenende werden die 24 Stunden von Le Mans über die Zuverlässigkeit entschieden.
Bild: Picture-Alliance
- Michael Zeitler
Das Entwicklungstempo in der bis zu 1000 PS starken Topkategorie LMP1, die am Wochenende den Gesamtsieg bei den legendären 24 Stunden von Le Mans (Samstag, ab 14.15 Uhr, Eurosport) auskämpft, ist extrem hoch: Die Bestzeit von Audi-Pilot Lucas di Grassi beim Vortest (244 km/h im Rundendurchschnitt) war nur drei Zehntelsekunden langsamer als die schnellsten Runden 2015 – obwohl die Hersteller mit acht Prozent weniger Kraftstoff über die 13,629 Kilometer kommen müssen – was einem Zeitverlust von mehr als vier Sekunden entspricht!
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Ausblick auf das 24 h Rennen
Porsche setzt vorsichtshalber wieder die alten Batterien ein. Über den Winter ließ man neue Zellen im Lithium-Ionen-Akku entwickeln, die mehr Energie speichern können. Es war eines dieser Details, mit denen Porsche den 919 Hybrid weiterentwickelt hat. Denn anders als Audi und Toyota bringen die Titelverteidiger keine Neukonstruktion an den Start. Es bleibt beim 2-Liter-V4-Turbo mit Elektropower aus der Bremsenergie an der Vorderachse sowie aus dem Abgasstrahl. Aber: Das Fahrzeug wurde um 15 Kilogramm abgespeckt.

Audi will dieses Jahr in der LMP1 zurückschlagen
Bei Toyota gab es in Spa Schäden am neuen 2,4-Liter-V6-Biturbo. Das lag aber an der Kompression in der berühmten Eau-Rouge-Kurve. In Le Mans gibt es solche Kräfte nicht. Dank zwei KER-Systemen (Bremsenergie) kann Toyota bis zu 500 PS Hybridpower generieren – das sind etwa 50 mehr als die anderen beiden Hersteller. Der Nachteil ist das höhere Gewicht. Nick Heidfeld (39) hofft auf Probleme bei den Werksteams. Nur dann hat der Deutsche im privaten LMP1 von Rebellion, angetrieben von einem V6-Biturbo von Motorbauer AER, eine Siegchance.
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