Fernando Alonso: Seine Karriere in Bildern

Le Mans: Wie stark ist Toyota?

Alonsos Abschiedsrennen

Fernando Alonso fährt am Wochenende bei den 24 Stunden von Le Mans sein letztes WEC-Rennen für Toyota. So stehen die Chancen des Spaniers.
Schon 2018 hat Fernando Alonso (37) auf dem Weg zur motorsportlichen Unsterblichkeit einen Haken hinter die 24 Stunden von Le Mans gesetzt. Denn gleich im ersten Anlauf holte sich der Spanier mit seinen Toyota-Teamkollegen Kazuki Nakajima (34) und Sébastien Buemi (30) den Sieg. Alonso überzeugte mit superstarken Rundenzeiten in der Nacht; einen bitteren Beigeschmack erzeugte aber die Tatsache, dass das Schwesterauto den Alonso-Toyota #8 mehrmals passieren lassen musste.
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Auch wenn der Spanier den für ihn so wichtigen Le-Mans-Sieg damit in der Tasche hat. So ganz unbedeutend ist das Rennen 2019 nicht. Denn das Trio will den WM-Titel sichern. Eigentlich reine Formsache: Alonso/Buemi/Nakajima liegen 31 Punkte vor dem zweiten Toyota-Trio Mike Conway (35)/Kamui Kobayashi (32)/José María López (36) – bei nur noch 39 zu vergebenen Punkten. Eigentlich klingt das nach einer reinen Formsache. Doch zwei Unbekannte gibt es.

Fernando Alonso fährt in Le Mans sein letztes Rennen für Toyota

Erstens muss Le Mans 2019 nicht unbedingt ein Spaziergang für Toyota mit dem über 1000 PS starken TS050 Hybrid werden. Zwar waren die Japaner auch bei den Vortests zwei Sekunden schneller als der Rest, aber Teamchef Rob Leupen  (55) traut dem Braten nicht: „Ich glaube nicht, dass die Gegner schon ihr wahres Potenzial aufgezeigt haben.“ Grund zur Sorge macht vor allem der Topspeedwert von SMP-Neuling Stoffel Vandoorne (27). Mit seinem von Dallara konstruierten und mit einem rund 700 PS starken 2,4-Liter-V6-Turbomotor von AER befeuerten Prototyp brachte es Vandoorne vor der ersten Schikane auf eine Höchstgeschwindigkeit von 350,1 km/h – der beste Topspeedwert eines LMP1-Fahrzeugs in Le Mans aller Zeiten!
Zwar knackt Toyota dank zweier Bremsenergierückgewinnungssysteme bei der Systemleistung die 1000-PS-Marke. Doch auf den langen Geraden schaltet der E-Motor ab. Ohne den Zusatzschub kommt der 2,4-Liter-V6-Turbo von Toyota aber nur auf rund 500 PS.
Der Deutsche André Lotterer (37) fährt ebenfalls in der LMP1-Klasse für das Rebellion-Team. Er glaubt nicht daran, dass Toyota geschlagen werden kann: „Ich fahre halt mit. Aber das ist kein richtiges Rennen zwischen Toyota und dem Rest.“
Das zweite Problem ist das Rennen selbst. In einem 24-Stunden-Rennen kann viel passieren. Toyota hat mehrmals den Sieg verloren, 2016 sogar in der letzten Runde. Leupen weiß: „Le Mans sucht sich seinen Gewinner aus. Das ist nicht immer der Favorit.“

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Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

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