Beim Sportwagen-WM-Lauf in Spa mischt eine neue Marke mit: Aurus. Noch nie gehört? Das liegt daran, dass der russische Hersteller erst ein Auto gebaut hat – die Luxus-Limousine Aurus Senat für Russlands Präsident Vladimir Putin. Das ganze Projekt hat nicht weniger als 164 Millionen Euro verschlungen. In naher Zukunft soll ein SUV, ein Van, ein Kompaktwagen und eine weitere Limousine entstehen.
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Putin hat mit Aurus also viel vor. Um Aurus bekannt zu machen, steigt die Marke aus dem NAMI-Konzern (ein Moskauer Fahrzeuginstitut) in die WEC ein. Zunächst nur als Branding. Dafür kehrt das russische G-Drive-Team von Roman Rusinov zurück. Der Geschäftsmann gehört dem weltweit größten Erdgasunternehmen Gazprom an und ist mit 15 Siegen der erfolgreichste Fahrer in der LMP2-Kategorie der Sportwagen-WM.
Putins Limousinen-Marke steigt ein!
Die LMP2 erhält ab diesem Wochenende Zuwachs
In der LMP2 kommt ein Einheitsmotor von Gibson zum Einsatz: 4,2 Liter, V8-Sauger, 600 PS. Zum Vergleich: Putins Aurus Senat hat eine Systemleistung von 661 PS (dank eines 598 PS starken V8-Biturbo und einem 63 PS starken Elektromotor). Die Chassis in der LMP2 dürfen nur Oreca, Dallara, Riley/Multimatic und Ligier bauen. Aber Hersteller dürfen als Namensgeber auftreten. Alpine macht es vor, Aurus zieht jetzt nach. Ein Oreca-Gibson wird nun Aurus-Oreca 01 genannt. Neben Rusinov wird der von Job van Uitert und dem amtierenden Formel-E-Meister Jean-Eric Vergne gefahren.
Rusinov verspricht: Das sei erst der Anfang. „Unser Ziel ist es, das Projekt zu etwas viel Größerem und Spannenden zu machen. Da wird es definitiv bald coole Sachen geben“, so der Russe.
Spekuliert wird über ein Auto in der Hypercar-Kategorie – der neuen LMP1-Klasse, die ab 2021 für den Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans entscheidend sein soll. Bisher haben nur Toyota, Kolles und Glickenhaus reales Interesse bekundet. Rusinov: „Das ist eine interessante Richtung. Mehr kann ich dazu im Moment aber nicht sagen.“
Im Vorjahr holte sich G-Drive den Klassensieg bei den 24 Stunden von Le Mans, wurde aber wegen Unregelmäßigkeiten an der Tankanlage anschließend disqualifiziert.

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