Leak: Tesla spart beim Model Y radikal
Billig-Model-Y: Glasdach weg, Stahlräder statt Alu!

Tesla will mit einem Billig-Model-Y neue Kunden locken. Doch dafür wird wohl radikal gestrichen – zu radikal?
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Eigentlich sollte das Model 2 den Massenmarkt erobern. Doch nach internen Umplanungen greift Tesla nun auf eine andere Strategie zurück: Das Model Y, ohnehin das meistverkaufte Tesla-Modell, soll in einer Billigversion den Preisdruck von BYD, Xiaomi und Co. auffangen. Erste Fahrzeuge sind laut Tesla bereits im Juni 2025 vom Band gelaufen, der Marktstart steht kurz bevor.
Leak: Model Y als Billiglösung
Was Käufer erwartet, zeigt ein Leak, den der bekannte Tesla-Hacker "Green" in der Fahrzeugsoftware entdeckt haben will. Intern läuft die abgespeckte Version unter dem Code "E41". Und die Liste der Streichungen ist lang:
- Keine elektrisch einklappbaren Außenspiegel
- Rückfahrkamera ohne Heizung
- Kein Glasdach
- Keine Türbeleuchtung, keine Displays im Fond
- Einfacheres Fahrwerk, weniger elektrische Sitzverstellung
- Stark reduziertes Soundsystem
- Günstigere Materialien wie Stoffhimmel und Stahlräder
Selbst bei der Beleuchtung und Innenausstattung wurde gestrichen. Anstelle von Leder oder Kunstleder könnten, ähnlich wie beim Basis-Model-3 in Mexiko, schlichte Stoffbezüge verbaut sein.
Preis fällt – aber nicht tief genug?
Zwar soll das Billig-Model-Y rund 10.000 Dollar günstiger werden und bei etwa 35.000 Dollar starten. Doch vom einst versprochenen 25.000-Dollar-Tesla ist das weit entfernt. Ob Kunden diese "Sparmaßnahmen" akzeptieren, ist fraglich – zumal es in der Branche Beispiele gibt, die zeigen, dass solche Kürzungen nicht gut ankommen.
Beim Cybertruck hatte Tesla eine ähnliche Strategie versucht: eine abgespeckte Variante, rund 10.000 Dollar günstiger, dafür aber mit deutlich weniger Ausstattung. Das Ergebnis: kaum Nachfrage. Gut möglich, dass sich die Geschichte beim Billig-Model-Y wiederholt.
Fest steht: Tesla will den Preis drücken, aber der Rotstift ist derart radikal, dass am Ende ein Auto stehen könnte, das vielen Kunden schlicht zu spartanisch wirkt.
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