Fahrbericht Lexus ES 300h

Lexus ES 300h: Test

Dieser Lexus zielt auf A6 und 5er

Der neue Lexus ES kommt mit neuestem Hybridsystem und legt sich mit Audi A6 und BMW 5er an. Wir haben gecheckt, wie die Chancen stehen.
Knapp fünf Meter lang, eindrucksvolles Design, prallvolle Ausstattung, Technik auf dem neuesten Stand. Das Ziel des neuen Lexus ES ist rein und klar wie ein Sake: die deutsche Oberklasse. Der ES war bei Lexus von Beginn an dabei, beim Start der Toyota-Edelmarke 1989 eines von zwei Modellen – neben dem ungleich berühmteren LS 400. Seitdem verkaufte er sich, vor allem in Nordamerika, durchweg flott, kommt aber erst jetzt, in seiner siebten Auflage, zu uns.

Beim Design hebt sich Lexus von der deutschen Oberklasse ab

Stattlich: Der ES streckt sich auf knapp fünf Meter, hat viel Platz und einigen Luxus an Bord.

Verstecken vor der deutschen Konkurrenz muss er sich jedenfalls nicht. Schon die reine Größe wirkt imposant, das Design eigenständig. Auch beim Interieur beschreitet Lexus wie bisher eigene Wege. Die leicht zerklüftete Armaturen-Landschaft besitzt eine eigene Eleganz, ist mit Spaß an der Form gestaltet und sorgfältig verarbeitet. Gewöhnungsbedürftig bleibt die Bedienung des Multimediasystems mit dem Touchpad und einem stets nervösen, zittrigen Cursor. Raum gibt es jede Menge und dazu große, gut geschnittene Sitze. Sehr bequem. Der geräumige Fond hält viel Platz für lange Beine bereit, nur die Kopffreiheit ist – wegen der abfallenden, Coupé-ähnlichen Dachlinie – hinten leicht eingeschränkt. Der Kofferraum schluckt 454 Liter.

Das Antriebssystem überrascht bei der ersten Testfahrt

Gut abgestimmt: Das Hybridsystem spricht besser auf Gaspedalbefehle an, als bisher bei Toyota üblich.

Auf den deutschen Markt kommt der ES mit der vierten, neuesten Auflage des Toyota-Hybridsystems. Dazu gehören ein nagelneuer 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 178 PS, ein E-Motor mit 88 kW (120 PS), ein neues Getriebe, Nickel-Metallhydrid-Batterien und Steuerungselektronik. Die Systemleistung liegt jetzt bei 160 kW (218 PS), der Lexus soll damit den Sprint von 0 auf 100 km/h in 8,9 Sekunden schaffen und maximal 180 km/h laufen. Als Verbrauch gibt Lexus 4,4 l/100 km an. Was wir noch überprüfen werden. Eines zeigt sich schon bei der ersten Testfahrt: Das System ist besser in Schwung als je zuvor, vor allem das Ansprechverhalten ist spürbar optimiert worden. Der Lexus nimmt leise und stetig Fahrt auf, beschleunigt spontaner als bisher bei den Toyota-Hybridsystemen üblich.
So fährt sich der frontgetriebene ES unaufgeregt und gelassen. Klar, bei höherem Tempo brummt der Vierzylinder vernehmlich, laut wird es an Bord aber nicht, der Lexus ist auffällig gut gedämmt. Die Preise starten bei 48.200 Euro, ab Executive für 54.300 Euro ist die Ausstattung ausgesprochen üppig. Zum Vergleich: Einen Hybrid-530e liefert BMW ab 56.000 Euro, Audi einen A6-45-TFSI-Benziner ab 51.400 Euro. Da müsste doch was zu machen sein.
Technische Daten Lexus ES 300h • Motor: Reihenvierzylinder, vorn quer (Atkinson) + E-Motor • Hubraum: 2500 cm³ • Systemleistung: 160 kW (218 PS) • Antrieb: Vorderradantrieb, stufenloses Automatikgetriebe • Länge/Breite/Höhe: 4975/1865/1445 mm • Leergewicht: 1680 kg • Kofferraum: 454 l • 0–100 km/h: 8,9 s • Vmax: 180 km/h • Verbrauch: 4,4 l Super • Abgas CO2: 100 g/km • Preis ab 48.200 Euro.
Dirk Branke

Dirk Branke

Fazit

Knapp 2800 Autos verkaufte Lexus bei uns im letzten Jahr. Audi, BMW oder Benz jeweils (über) hundertmal mehr. Und was tun die Japaner? Sie bauen einfach das Programm aus, das muss man schon mal bewundern. In diesem Jahr kommt auch noch der UX. Der ES ist eine stattliche Limousine mit spannendem Design. Und er kommt mit einem schlauen Hybridsystem, passt in die Zeit.

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