Lexus schafft mit dem HS 250h einen neuen Einstieg in die Hybrid-Welt. Premiere hat der große Bruder des IS auf der Detroit Auto Show. Im Sommer 2009 wird er in den USA eingeführt, nach Europa kommt er allerdings nicht.
Stephan Bähnisch
Lexus baut seine Hybrid-Flotte konsequent aus. In den USA soll eine neue Mittelklasse-Limousine oberhalb des IS die ökologisch ambitionierte Kundschaft locken, Premiere feiert der kleinste Hybrid für den US-Markt auf der Detroit Auto Show, zu den Kunden rollt er im Spätsommer 2009. Lexus adaptiert dabei teilweise Technik aus dem $(LB526716:ToyotaPrius 3)$, aber auch der Camry Hybrid lieferte Komponenten für den kleinsten Lexus-Hybrid. Wobei klein relativ ist: Der HS 250h kommt auf 4,70 Meter Länge und 1,79 Meter Breite, der Radstand gerät mit 2,70 Meter ebenfalls üppig und soll bis zu fünf Insassen Platz bieten.
Dank Feintuning: Der cW-Wert ist mit 0,27 extrem niedrig.
Bild: Werk
Der Japaner kombiniert einen 2,4-Liter-Benziner mit konventionellen Nickel-Metallhydridbatterien zu immerhin 187 munteren Pferdchen, eine Umstellung auf Lithium-Ionen-Akkus soll später folgen. Damit der Motor schneller auf Betriebstemperatur kommt, nutzt Lexus die Abgaswärme als Zuheizer. Außerdem begnügt sich das Aggregat mit 87-Oktan-Sprit. Die Kraftübertragung übernimmt ein stufenloses CVT-Getriebe. Angaben zu Fahrleistungen oder zum Verbrauch des vierten Hybriden der Marke in den USA macht Lexus auf der NAIAS noch nicht. Wohl aber zum cW-Wert, der dank aufwändiger Maßnahmen wie einem glatten Unterboden und ausgeklügeltem Spoilerwerk bei extrem niedrigen 0,27 liegt. Serie sind 17-Zöller, auf Wunsch liefert Lexus seinen Basis-Hybrid auf 18-Zöllern.
Statt Erdöl-Plaste gibt es Pflanzenreste
Die Mittelkonsole mit Klappmonitor ist wuchtig geraten.
Bild: Werk
Doch nicht nur der Antrieb des Japaners gibt sich auf der NAIAS sauber, auch die verwendeten Materialien im Innenraum sollen in Teilen die grünen Ambitionen rechtfertigen. So basieren 30 Prozent der Kunststoffe nicht auf Erdöl, sondern stammen aus Pflanzenresten, sind so genannte "Ecological Plastics". Eine spezielle Windschutzscheibe soll das Aufheizen bei starker Sonneneinstrahlung reduzieren und so die Klimaanlage entlasten. Keine Kompromisse macht Lexus bei der Sicherheitsausstattung: Zehn Airbags und das ESP-Pendant Vehicle Stability Control sind ebenso wie aktive Kopfstützen immer an Bord, auf Wunsch gibt es einen auf Radar basierenden Abstandsregler, ein Head-up-Display oder ein Unfall-Früherkennungssystem. Zur Überwachung des Spritkonsums gibt es ein Display in der riesigen Mittelkonsole. Ledersitze sind Serie, Sonderwünsche wie ein Multimedia-System bereichern die Aufpreisliste. Wer jetzt schon das Scheckbuch gezückt hat: Ein Export nach Europa ist nicht geplant.