Lexus IS-F: Gebrauchtwagen-Angebot
Die unterschätze Alternative zum BMW M3

V8-Saugmotor mit 423 PS, Hinterradantrieb und Platz für die gesamte Familie: Der Lexus IS-F ist die vergessene Alternative zum BMW M3 E90!
Bild: Autoscout24
Exotisch, exotischer, Lexus IS-F: Von der japanischen Power-Limousine mit Hochdrehzahl-V8 wurden nur 215 Stück in Deutschland verkauft. Dementsprechend selten ist der Konkurrent von BMW M3, Audi RS 4 und Mercedes C 63 AMG auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Wir haben ein Exemplar gefunden!
Zuvor aber eine kleine Geschichtsstunde: Die zweite Generation des Lexus IS (intern XE2 genannt) kam 2005 auf den Markt. Nur ein Jahr nach Einführung präsentierte Lexus das Topmodell IS-F, das aber erst ab 2008 verkauft wurde. Lexus, seinerzeit vor allem für komfortable und zuverlässige Limousinen bekannt, betrat mit dem IS-F Neuland. Der in Japan gefertigte IS war das erste F-Modell (das "F" steht für die weltbekannte Rennstrecke Fuji Speedway). Um mit der deutschen Konkurrenz mithalten zu können, zogen sie bei Lexus alle Register: Brembo-Bremsanlage, Achtgang-Automatik mit Wandlerüberbrückung für den manuellen Modus und ein Sperrdifferenzial sind nur einige der technischen Raffinessen.
5,0-Liter-V8 mit 423 PS
Das Highlight des IS-F ist der Motor: fünf Liter Hubraum, verteilt auf acht Zylinder, kombinierte Direkt- und Saugrohreinspritzung, elektrisch variable Ventilsteuerung, 423 PS und 505 Nm maximales Drehmoment. AUTO BILD beschrieb den IS-F in einem Fahrbericht so: "Unterhalb der 3500er-Marke säuselt der V8 sanft vor sich hin, darüber verkündet der zweite Einlasskanal fulminant plärrend seinen Dienstbeginn, bevor metallischer Achttopf-Rock schließlich den Drehzahlgipfel verheißt. (...) Auf Knopfdruck enthüllt der IS-F ein anderes Gesicht, strafft die Dämpfer, spitzt die Lenkung, versetzt Gaspedal wie Brembo-Bremse in erhöhte Alarmbereitschaft und lässt die Fahrhilfen die Leine lockern. Ein eindrehendes Heck am Kurveneingang sowie ansehnliche Driftwinkel ausgangs liegen nun im Bereich des Möglichen."

Der 5,0-Liter-V8 leistet 423 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 505 Nm bereit. Akustisch beherrscht der IS-F die gesamte Bandbreite – von dezentem Blubbern bis hin zu metallischem Schreien.
Bild: Autoscout24
Den Sprint auf 100 km/h erledigt der IS-F in 4,8 Sekunden und wird – anders als die deutsche Konkurrenz – erst bei 270 km/h von der Elektronik eingebremst. Gleichzeitig bleibt der IS-F trotz aller sportlichen Ambitionen aber im Kern ein waschechter Lexus und kann auch herrlich unaufgeregt bewegt werden. Mit einem Basispreis von 69.600 Euro lag er auch preislich in etwa auf Augenhöhe mit der Konkurrenz aus München und Affalterbach.
So selten ist der IS-F
Klingt nach einem runden Gesamtpaket – dennoch entschieden sich in Deutschland nur 215 Kunden für einen IS-F, weltweit sollen rund 12.000 Stück ausgeliefert worden sein. Dementsprechend selten trifft man einen IS-F im Straßenverkehr an – und auch im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt sind aktuell nur zwei Exemplare inseriert.

Optisch bleibt das Topmodell angenehm zurückhaltend – typisch Lexus. Kenner identifizieren den IS-F u. a. an den ausgestellten Radhäusern und den BBS-Felgen.
Bild: Autoscout24
Eines davon wird in Dresden von privat angeboten. Der silberne IS-F stammt aus dem ersten Baujahr 2008 und wurde nicht viel gefahren. Nach 17 Jahren stehen keine 80.000 Kilometer auf dem Tacho. Wichtig: Bei diesem Exemplar handelt es sich um ein deutsches Auto, das durchgängig in Deutschland zugelassen war und gewartet wurde. Laut des Verkäufers ist die Historie vollständig dokumentiert.
Fast genauso wichtig wie die lückenlose Historie ist, dass sich der Lexus im unverbastelten Originalzustand befindet. Glücklicherweise wurde der IS-F von jeglichen Tuning-Sünden der 2000er-Jahre verschont. Optisch ist das Topmodell an den ausgestellten Kotflügeln, den leicht modifizierten Schürzen und den formschönen BBS-19-Zöllern zu erkennen. Das charakteristischste Merkmal sind aber die übereinander angeordneten Endrohre.
So viel soll der IS-F kosten
Auf den Fotos macht der IS-F einen sehr gepflegten Eindruck. Es scheint sich um ein echtes Liebhaberfahrzeug zu handeln – was sich auch im Preis widerspiegelt: Glatte 50.000 Euro soll der M3-Konkurrent kosten. Ein Schnäppchen ist das nicht. Da die Auswahl an gebrauchten IS-F jedoch äußerst gering ist, haben Interessenten kaum Alternativen. Vor nicht allzu langer Zeit waren Exemplare noch für rund 35.000 Euro zu haben, doch diese Zeiten scheinen vorbei. Verglichen mit der japanischen Power-Limousine sind BMW M3, Mercedes-AMG C 63 und Audi RS 4 echte Massenware.
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