Lexus: Werkstattbesuch wird digital

So geht der digitale Werkstattbesuch

Lexus zeigt, wie Kunden künftig viel Zeit beim Werkstattbesuch sparen können. Mit einer Datenbrille plus PC, Laptop oder Smartphone kann bei den Arbeiten live zugeschaut werden. AUTO BILD hat es ausprobiert!
Lexus macht den Werkstattbesuch digital. Geht es nach dem japanischen Autohersteller, sollen Kunden künftig nicht mehr unter die dreckige Hebebühne krabbeln oder blind auf Aussagen von Mitarbeitern vertrauen müssen. Möglich macht das eine Art Video-Chat, die der Autohersteller im Lexus-Forum in Osnabrück testet. Damit alle Arbeiten am Fahrzeug transparent und nachvollziehbar werden, kann der Kunde via PC, Laptop oder Smartphone live in die Werkstatt schauen. Einfach einen Link anklicken und schon geht's per Video-Übertragung in die Werkstatt. Dabei ist egal, wo man sich gerade befindet, ob im Büro am Schreibtisch oder daheim in der Küche. Vor Ort in der Werkstatt trägt ein Servicemitarbeiter eine sogenannte VR (Virtual Reality)-Brille. "Head Mounted Tablet" heißt das leichte Gestell mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher, das sich die Servicemechaniker des Autohauses auf den Kopf setzen, um damit ihr Sichtfeld aus der Werkstatt direkt auf das Endgerät des Kunden zu übertragen. Zugleich sieht der Mechaniker in einem kleinen Display vor dem Auge, was der Kunde auf seinem Bildschirm dargestellt bekommt. Ob die Reifen wirklich abgefahren sind und erneuert werden müssen, lässt sich schnell prüfen. Der Mechaniker zeigt es dem Kunden einfach. Zudem kann der Kunde Fragen stellen, mit dem Mouse-Zeiger auf Fahrzeugbereiche weisen und sich diese erklären lassen.
Fazit: Bequemer kann man einen Werkstattbesuch nicht machen. Ein zusätzliches Plus ist die Zeitersparnis und das gesteigerte Vertrauen durch mehr Transparenz. Fraglich ist nur, wie es künftig Mechaniker finden, wenn sie mit der Brille auf dem Kopf Rede und Antwort stehen müssen.

Die sogenannte VR-Brille, mit der Lexus die Werkstatt digital machen will.  

Doch nicht nur die Kommunikation zwischen Kunde und Werkstatt soll durch die VR-Brille verbessert werden. So kann der Mechaniker darüber auch mit der Zentrale in Kontakt treten und sich von dort aus z.B. bei komplexen Problemen anweisen lassen. Zudem kann er sich Schaltpläne und andere Dokumente abrufen und vor den Augen anzeigen lassen. Mit einem Handy hätte man diese Möglichkeiten nicht und auch die Auflösung wäre zu schlecht. Außerdem wäre dadurch nur eine Hand zum Schrauben frei. Die Datenbrille könnte außerdem in weiteren Bereichen zum Einsatz kommen. Beispielsweise beim Autokauf oder bei allgemeinen Fragen zur Bedienung eines Infotainmentsystems. Geht es nach Lexus, muss der Kunde dafür künftig nicht extra ins Autohaus, sondern kann von überall aus bequem mobil mit Mitarbeitern in Kontakt treten. Nach erfolgreichen Tests in Osnabrück will Lexus den Service auf andere Vertragsautohäuser in Deutschland und Europa ausweiten, auch die Betriebe des Mutterkonzerns Toyota sollen berücksichtigt werden.

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