LMC Explorer Comfort I 735 G: Wohnmobil-Test
Der Integrierte der Zukunft

Zwölf Jahre Dichtheits-Garantie und eigene Bordtechnik-App: Geht diesr Integrierte in die richtige Richtung? AUTO BILD REISEMOBIL prüft nach.
Okay, einen holzfreien Aufbau haben auch andere. Hymer beispielsweise setzt bei der PUAL-Bauweise Aluminium und Polyurethanschaum ein, Carthago nimmt Aluminium und RTM-Hartschaum, Eura Mobil verwendet GFK und Styrofoam. Aber so viel Vertrauen zum eigenen Produkt zeigen tatsächlich nur die Sassenberger: Ganze zwölf Jahre Garantie auf Dichtheit geben sie, einen kostenpflichtigen Check pro Jahr und maximal 120.000 Kilometer Laufleistung vorausgesetzt. LLT ("Long Life Technologie") heißt die Konstruktion, bei der Dach und Boden aus GFK mit den Wänden aus Aluminium, PU-Verstrebungen und isolierendem XPS-Schaum verklebt sind. Das allein ist schon eine ordentliche Investition in die Zukunft. Mit der iBus-Connect-App setzt LMC aber noch eins drauf. Wesentliche Funktionen des Wohnmobils können mit ihr per Smartphone gesteuert werden – im Nahbereich über Bluetooth, von weiter weg über SMS. Sie basiert auf dem Truma-iNet-System und kann nur geladen werden, wenn eine SIM-Karte in der iNet-Box installiert ist. Weil das bei unserem Testwagen nicht der Fall war, haben wir alle Funktionen mit der Truma-App überprüft – das geht dann auch über Bluetooth. Und weil moderne Reisemobilisten immer mehr Mobile Devices mitführen, die über USB geladen werden, hat der Explorer das Dometic-Stromschienensystem mit flexibel platzierbaren USB-Steckdosen an Bord. Dann mal auf in die Zukunft!
Der LMC punktet mit vielen durchdachten Details

Einzelbetten im Heck, Raumbad, gemütliche Rundsitzgruppe: Der Grundriss ist eher konservativ und bietet viel Bewegungsfreiheit.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
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Unterwegs macht die das Hubbett klappernd bemerkbar
So fährt er: Mit dem 150-PS-Motor (hier 3370 Euro inkl. 4 t zGG) und dem automatisierten Getriebe (2250 Euro) komfortabel und angemessen. Die Pioneer-Multimedia-Station für 1100 Euro (inkl. Navi plus 810 Euro) sorgt für unbeschwerten Musikgenuss, die Fahrgeräusche sind effizient gedämmt. Umso mehr fällt da das Klappern des 1,96 x 1,39 Meter großen Hubbetts auf, schade. Immerhin verwöhnt das Chassis-Komfort-Paket (2690 Euro) u.a. mit Multifunktionslenkrad, Tempomat – und dem eigentlich obligatorischen Beifahrer-Airbag.
Fazit
So einfach und komfortabel kann sich also ein Reisemobil bedienen lassen. Vom Bett aus morgens die Heizung anwerfen oder den Wasserstand checken – nur ein paar Wischbewegungen entfernt. Klar, die Absperrhähne wollen noch per Hand geöffnet werden, und manchmal reißt die Bluetooth-Verbindung ab. Aber so intuitiv ging das alles nie zuvor: richtige Richtung! Urteil: vier von fünf Punkten
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