Lufttaxi CityAirbus: Test in Ingolstadt

Flugautos und Taxidrohnen

Lufttaxi CityAirbus: Test in Ingolstadt

Airbus-Tests: "Riesen-Drohne" als Lufttaxi

Airbus will bei Ingolstadt Lufttaxis für den Personenverkehr testen. Jetzt stellte der Flugzeugbauer den CityAirbus vor, der aussieht wie eine Riesen-Drohne.
(dpa/cj) In der Region Ingolstadt wird die Vision von fliegenden Autos aus dem Science-Fiction-Klassiker "Blade Runner" bald Realität – zumindest ein bisschen. Airbus will dort in den kommenden Monaten Lufttaxis testen. Erst vor wenigen Wochen hatte das Unternehmen das Ende des größten Passagierjets der Welt, des A380, verkündet. Nun sieht der europäische Flugzeugbauer in den kleinen Fluggeräten eine Alternative zu fahrenden Taxis, Bussen und U-Bahnen, vor allem in Millionenstädten. Vor mehreren Hundert Interessierten stellt der Konzern am 11. März 2019 auf dem Ingolstädter Rathausplatz den CityAirbus im Original vor. Ingolstadt ist eine der Modellregionen der EU-Initiative Urban Air Mobility, mit der der Einsatz von Passagierdrohnen im städtischen Umfeld vorbereitet werden soll.

50 km Reichweite, 120 km/h Spitze

Zunächst wird der viersitzige, elektrisch betriebene Mini-Airbus mit vier Doppel-Rotoren Mitte 2019 auf einem Testgelände im benachbarten Manching zu Praxistests abheben. Flüge über bebautem Gebiet sind wegen fehlender Zulassung noch nicht möglich. Die neuen Fluggeräte sind dabei eher als Konkurrent zum Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr zu sehen als zum klassischen Luftverkehr. So hat der CityAirbus eine Reichweite von etwa 50 Kilometern und eine Spitzengeschwindigkeit von 120 km/h. Der CityAirbus wird nach Konzernangaben voraussichtlich nur auf festen Routen von einem definierten Punkt zum anderen unterwegs sein. Der Begriff "Lufttaxi" sei daher ein irreführender Begriff.

Scheuer: "Mehr Chancen als Risiken"

Bundesverkehrsminister Scheuer (vor dem CityAirbus) sieht im Flug-Nahverkehr vor allem Chancen.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) betonte mit Blick auf das von Airbus als "Demonstrator" bezeichnete Fluggerät, bei der neuen Technologie solle weniger über Verbote als mehr über die Chancen diskutiert werden. Ende Februar hatte er zum Start eines 15 Millionen Euro umfassenden Förderprogramms seines Ministeriums gesagt: "Wir wollen Drohnen und Flugtaxis aus dem Labor in die Luft bringen."

"Schaut ziemlich cool aus, jetzt muss er nur noch fliegen."
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) über den CityAirbus, das erste Lufttaxi des europäischen Flugzeugherstellers.
Boeing hatte bereits im Januar in den USA einen ersten Testflug mit dem Prototyp eines autonomen Elektro-Lufttaxis unternommen. Der Luftfahrtriese räumte jedoch ein, dass die größte Herausforderung mit der Übergangsphase zur Anwendung verschiedener Flugarten noch bevorstehe. Und auch die Autobranche mischt mit. So hat sich Daimler am Start-up Volocopter beteiligt, das sich ebenso wie Airbus einen regelmäßigen Flug-Nahverkehr von Stadtzentren zu außerhalb gelegenen Flughäfen vorstellen kann. Der Frankfurter Airport prüft derzeit mit Volocopter ein entsprechendes Projekt. Auf jeden Fall wird es einige Zeit dauern, bis die drohnenähnlichen Fluggeräte ohne Piloten in den regulären Betrieb gehen. Frühestens Mitte des kommenden Jahrzehnts wird es nach Einschätzung von Airbus europäische Vorschriften für den Gebrauch geben.

Flugautos und Taxidrohnen

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.