Luxusautos gefälscht und zu Tiefpreisen verkauft

Luxusautos gefälscht und zu Tiefpreisen verkauft

Lambo- und Ferrari-Fälscher geschnappt

Ein Fälscher-Duo in Brasilien kopierte Lambo- und Ferrari-Supersportwagen in einer Garage, verkaufte die Fälschungen günstig über soziale Netzwerke. Die Polizei nahm sie kürzlich hoch!
Sie fälschten Ferrari und Lamborghini im großen Stil, verkauften die Repliken über soziale Netzwerke: Die Polizei hob kürzlich in Itajai im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina einen Autofälscher-Ring aus. In einer Garage fanden die Beamten eine illegale Werkstatt vor, in der originalgetreue Kopien von italienischen Luxusautos wie Lamborghini Gallardo, Huracán oder Ferrari 430 entworfen und hergestellt wurden. Bei der Razzia, die Spezialkräfte am 15. Juni durchführten, konnten laut Polizeiangaben zwei "Ferrari" und sechs "Lamborghini" sichergestellt werden. Wie Fotos zeigen, waren einige der Autos schon verkaufsfertig, andere noch in der Produktion. Neben den Fahrzeugen beschlagnahmten die Beamten auch etliche Werkzeuge, Gussformen und Bauteile wie aufwendig gefälschte Sitze oder Logos mit den Emblemen der italienischen Nobelmarken.

Gefälschter Lamborghini mit Omega-Motor

©Divulgaçao Policia Civil

Während Karosserie und Teile des Interieurs durchaus Ähnlichkeit mit den Originalen hatten, waren die Kopien unter der Haube deutlich untermotorisiert. Wie die Polizei berichtete, steckten Motoren aus Fahrzeugen wie Mitsubishi Eclipse, Alfa Romeo oder Chevrolet Omega im Heck der angeblichen Supersportwagen. Der Omega basierte in erster Generation auf dem Opel Omega A, die neueren Modelle werden allerdings von einem GM-V6 angetrieben, leisten maximal um die 300 PS. Vermutlich steckte ein 3,6-Liter-Alloytec-Motor (311 PS) bei den gefälschten Supercars unterm Lack, der in Deutschland im Cadillac CTS zum Einsatz kam. Von der Kraft der echten Ferrari- oder Lamborghini-Modelle (490 bis 640 PS) waren die Fake-Autos weit entfernt.

Supercar-Repliken kosteten unter 60.000 Euro

Video: Autofälscher in Bangkok (2018)

Sportwagen zum Schnäppchenpreis

Die fertigen Repliken veräußerten die Fälscher über soziale Netzwerke – zu Konditionen, die weit unter den marktüblichen Preisen lagen. Laut den Ermittlern lag die Spanne zwischen 180.000 Real (umgerechnet rund 43.000 Euro) und 250.000 Real (etwa 60.000 Euro). Zum Vergleich: ein neuer Lamborghini Huracán kostet mindestens 219.000 Euro. Hauptverantwortlich für das Geschäft mit den falschen Supercars waren nach Polizeiangaben ein 53-jähriger Mann und sein 29-jähriger Sohn. Die beiden wurden verhaftet, gegen sie wird wegen des Fälschens von Luxusgütern ermittelt. Behörden gehen davon aus, dass das Familiengespann der größte Hersteller von gefälschten Luxusautos in Brasilien war. Hier echte Lamborghini und Ferrari kaufen.

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Fotos: Divulgaçao Policia Civil

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