Macau Grand Prix

Flörsch ist stolz auf Zieldurchfahrt

Nach ihrem schlimmen Unfall im Vorjahr kommt F3-Pilotin Sophia Flörsch bei ihrem Comeback in Macau ins Ziel. Heftige Kollision aber im GT-Rennen.
Letztes Jahr kämpfte sie um ihr Leben, dieses Jahr kämpft sie wieder um Positionen...
Sophia Flörsch (18) hat ihre Dämonen endgültig besiegt. 362 Tage nach dem Horror-Crash in Macau ist die Münchnerin heute (Samstag) wieder ein Formel-3-Rennen im Monaco Asiens gefahren.
Von Platz 23 gestartet lag die Münchnerin lange auf Rang 17, fiel dann doch noch auf Platz 21 zurück. Trotzdem kann sie stolz sein.
"Heute war das Wichtigste, das Rennen zu beenden und das hat geklappt", sagt Flörsch. "Ich bin das erste Mal mit DRS gefahren, daran musste ich mich erst gewöhnen. Ich weiß jetzt, worauf es bei diesem Auto ankommt und bin gespannt, wie es morgen läuft." Ihr Formel-3-Renner hat 380 PS und ist damit stärker und schneller als ihr Auto aus der Formula Regional (272 PS), wo sie dieses Jahr fuhr.
"Für den Umstieg auf ein schnelleres Auto habe ich mir die schwierigste Strecke ausgesucht, die es gibt", erklärt sie gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT. "Trotzdem bin ich stolz, wieder hier gefahren zu sein. Das ganze Wochenende ist natürlich sehr emotional."

Sophia Flörsch beim Macau GP

Dazu kommt: Flörsch ist DER Star im Fahrerlager. Interviews, Autogramme, Fotos – immer ist sie von Menschen umringt. In der HWA-Box stets an ihrer Seite: Vater, Mutter, Schwester.
Besonders mutig findet sie sich übrigens nicht. "Ich habe den Unfall nicht als schlimm empfunden, deshalb ist es auch kein Problem für mich jetzt wieder an der Stelle vorbeizufahren."
An den Crash erinnert lediglich eine Narbe am Hals. Flörsch: "Mental bin ich stärker geworden, denke positiver und weiß mein Leben mehr zu schätzen." Bester Deutscher wurde David Beckmann aus Hagen. David Schumacher wurde nach einem Schaden am Frontflügel nur 25.
Das Qualifikationsrennen zum FIA GT-Weltcup hat der Italiener Raffaele Marciello im Mercedes-AMG GT3 gewonnen. Auf den Plätzen zwei und drei landete das Porsche-Duo Earl Bamber und Laurens Vanthoor im 911 GT3 R.
Der Deutsche Maro Engel, 2015 erster FIA GT-Weltcupsieger in Macau, hat seinen Mercedes-Markenkollegen Edoardo Mortara nach einer Kollision mit Kelvin van der Linde (Audi) ausgerechnet in der Flörsch-Unfall-Kurve Lisboa abgeräumt und ist ausgeschieden (s. Video unten).
Am morgigen Sonntag finden sowohl in der Formel 3 als auch im GT-Weltcup die Hauptrennen statt.

All in for #Porsche in #Macao! Cooles Video vom Qualirennen im asiatischen Spielerparadies.

Gepostet von AUTO BILD MOTORSPORT am Samstag, 16. November 2019

Fotos: Flörsch

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.