Auferstanden: Der Ford Falcon Interceptor starb seinen Filmtod bereits gegen Ende des zweiten Teils. Jetzt ist er zurück!
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Es lebt! Das Ford Falcon XB GT Coupé von Mad Max ist für den neuen Streifen "Fury Road" (ab 14. Mai 2015 im Kino) auferstanden. Eigentlich wurde das Coupé am Ende des zweiten Teils im Jahr 1981 zerstört. Doch weil der neue Streifen keine direkte Fortsetzung der alten Trilogie mit Hauptdarsteller Mel Gibson ist, setzt die Story mit dem neuen Mad Max, gespielt von Tom Hardy, nach dem ersten Teil von 1979 ein. Frau und Kind von Polizist Max Rockatansky wurden von einer durchgeknallten Motorradgang getötet. Max rächt sich an der Gang und bringt einen nach dem anderen mit dem Falcon Interceptor um. Danach wandelt er verstört durchs Ödland, einer Wüste in einer apokalyptischen Welt, in der Öl- und Wasserknappheit sowie das Chaos herrschen. Um hier zu überleben, musste Max seinen Falcon pimpen. Die Frontstoßstange wird durch einen massiven Metallrahmen ersetzt, der über Querträger mit dem Chassis verbunden ist. So lässt es sich besser die zahlreichen Widersacher von der Straße schieben. Dass dabei die Scheinwerfer nicht intakt bleiben, ist ja klar. Doch wer braucht die schon in einer Welt ohne Gesetze und ohne TÜV?!
Vorsicht, sonst knallt nicht nur der V8
Lugt drohend aus der Motorhaube hervor: Der 5,8 Liter große V8 wird von einem Scott-Super-Slot-Kompressor beatmet.
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Blickfang des tiefschwarzen, überall angerosteten Musclecars ist der dicke 5,8 Liter große V8 mit Scott Super Slot Kompressor, der dominant aus der Motorhaube lugt. Seine 600 PS kann Mad Max aufgrund der Kraftstoffknappheit nur selten ausspielen. Benötigt er die gesamte Power, zieht Max einen Hebel vor dem Schalthebel des manuellen Getriebes. Wie uns die Filmcrew versicherte, soll es dann aus den acht Rohren der Zoomies-Abgasanlage knallen wie bei einem Gewitter. Selber ausprobieren konnten wir das nicht, weil die Tanks komplett leer waren. Und dabei hat der Falcon schon extra einen Zusatztank auf dem offenen Kofferraum. Ja ja, die Ölknappheit am Ende aller Tage. Wir wollten auch lieber nicht an dem Behälter rumfummeln – wer den zweiten Mad Max Film kennt, weiß, dass Schlitzohr Max seine Kraftstoffvorräte mit einer Sprengladung schützt.
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Mad Max: Fury Road – die Autos
Ein Schlachtfeld im Cockpit
Im Sitzbereich des Falcon Interceptor schreit der verblasste lila Stoff geradezu nach den 80ern.
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Die Türen lassen sich problemlos öffnen, da Max auf Schlösser verzichtet. Wer auch immer unbefugt das Cockpit des Interceptor entern will, merkt schnell: "Du legst Dich mit dem Falschen an!" Im Fußraum kullern die Hülsen von Neun-Millimeter-Patronen herum. Max muss in Fury Road schnell auf seine Schrotflinte verzichten und sich mit Pistolen begnügen. Trotzdem finden wir auf dem stark lädierten Armaturenbrett auch noch Hülsen von Schrotmunition. Als Einzelgänger braucht Max natürlich keinen Beifahrersitz. Überflüssiger Ballast. Den Stauraum nutzt der Held lieber für Proviant, Wasser und Fischernetze – wofür er letztere in der Wüste braucht, bleibt allerdings ein Rätsel. Der Fahrersitz ist gut durchgesessen und an der Rückenlehne mit Tarnstoff geflickt. Im Sitzbereich schreit der ausgeblichene lila Stoff geradezu nach den 80ern. Die Plakette mit der Gravur "MAXS CAR1 HERO" legt den Verdacht nahe, dass der Falcon noch ein paar Geschwister hat, die den Dreh in Namibia wahrscheinlich nicht überlebten. Bei der Sitzprobe merken wir sofort, dass Schauspieler Tom Hardy nicht der Größte ist, obwohl er als Bösewicht Bane in Batman so riesig wirkt. Mit 1,86 Meter Größe hatte unser Redakteur zumindest ständig den provisorischen Sonnenschutz im Gesicht.
Die Basis für Nux apokalytischen Boliden bildet ein Ford Deuce von 1934.
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Wer bisher dachte, der Falcon Interceptor sei krass, der sollte sich den Wagen von Widersacher Nux anschauen. Der stark modifizierte Ford Deuce von 1934 ist total durchgeknallt. Der mehrfach aufgeladene Weiand-V8 liegt offen, wie es sich für einen echten Hot-Rod gehört. Die glänzenden Chromrohre stellen im Ödland begehrte Statussymbole dar. Vor dem Motor ist eine Plattform, auf der ein Kreuz mit Totenschädel befestig wurde. Im Film ist Mad Max daran gefesselt. Nux hat es im Wageninneren schon weitaus komfortabler. Sein mit Fahrradschläuchen gepolsterter Sitz ist erstaunlich bequem und bietet eine recht gute Sitzhöhe. Die Fenster lassen sich mit einem Lederriemen schließen. Wir lassen sie lieber offen, weil es im Cockpit stark nach Benzin riecht. Auch Nux setzt auf zwei Tankbehälter. Zusätzlich sind NOS-Behälter verbaut. Der ganze Innenraum lässt sich mit Kraftstoff fluten, um den Wagen zu einer fahrenden Bombe zu machen. Okay, daher der Geruch. So richtig wohl fühlen wir uns auf dem Fahrersitz also nicht. Dazu könnten auch die abgeschnittenen Ohren im Fond, das Auge im Wählhebel oder das Gebiss auf der Handbremse beitragen. Okay, sind ja alles nur Requisiten. Hoffentlich.
Mit Vollgas zurück
Der mehrfach aufgeladene Weiand-V8 liegt offen, wie es sich für einen echten Hot-Rod gehört.
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Totenschädel-Wappen zieren das abnehmbare Lenkrad und den Dachhimmel, das Zeichen von Nux' Chef Immortan Joe. Nux selber hat seinen Namen auf dem Bremspedal verewigt. Obwohl er das sicherlich selten benötigt. Der Hot-Rod ist auch darauf ausgelegt, mit Höchstgeschwindigkeit rückwärts zu fahren. Als Waffe hat Nux die Schrotflinte von Mad Max. Und während allgemein nur wenig Munition im Ödland zur Verfügung steht, steckt hinter Nux' Sitz eine große Packung mit Schrotpatronen. Der sogenannte "War Boy" scheint auf alles vorbereitet. Wir waren froh, ihm bei der Sitzprobe nicht begegnet zu sein, obwohl er später zu den Guten überläuft – soviel dürfen wir zum Film an dieser Stelle verraten.
Diese Detailversessenheit ist im wahrsten Sinne des Wortes Wahnsinn! Die Filmautos sind vollgestopft mit Requisiten und alles scheint zu funktionieren. Es riecht nach Sprit und schmeckt nach Staub. Sollte der Film mit gleicher Sorgfalt gedreht worden sein, wird sich endlich mal wieder ein Kinobesuch lohnen.
Mad Max: Fury Road – die Autos
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And the Oscar goest to: Mad Max! Der vierte Teil der Endzeit-Saga hat bei den Oscars 2016 abgeräumt und gleich sechs der begehrten Goldmänner verliehen bekommen – für die Kostüme, das Make-up, Film-Editing, Sound-Editing und Sound-Mix sowie das Produktions-Design. Damit dürften wohl auch die bombastischen Gefährte des Leinwand-Infernos gemeint sein. Zu Panzer umgebaute Lkw, Autos mit Riesenstacheln, Wüstenautos mit Raketenwerfern – hier kommt's echt fett.
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30 Jahre hat es gedauert: Schon 1985 hatte Regisseur George Miller die Idee zu einem vierten Teil der "Mad Max"-Saga. Im Mai 2015 kam "Fury Road" dann endlich...
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... in die deutschen Kinos. Und das mit ordentlich Karacho! Vor allem für Freunde des Automobils ist der mit reichlich Oscar-Prominenz besetzte Hollywood-Blockbuster ein echter Tipp. Denn der Streifen ...
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... ist eine einzige, große, postapokalyptische Straßenschlacht mit martialischen Gefährten. Wir stellen die fahrenden Waffen vor.
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"Interceptor": Der Wagen von Max Rockatansky basiert auf einem 1974er Ford Falcon Coupé, einer ...
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... australischen Version des Muscle Cars.
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"People Eater", Menschenfresser, heißt dieses Gefährt, das kostbaren Treibstoff transportiert. Filmauto-Bauer Colin Gibson ...
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... hat dafür einen Mercedes W 123 in Langversion auf einen achtachsigen Satterschlepper montiert.
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"Bigfoot": Der Name passt, denn dieser umgebaute 1940er Fargo Truck rollt wahrlich auf großen Füßen. Mit seinen 1,20 Meter langen Federwegen zermalmt er alles.
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Voll die Raupe: Der "Peacemaker" ist halb US-Panzer, halb Plymouth Variant von 1970. Er ist wendig und bis zu 60 km/h schnell. Ob er wirklich Frieden stiftet, wie sein Name vermuten lässt, darf bezweifelt werden.
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"The Gigahorse" ist das Gefährt von Max' Gegenspieler Immortan Joe. Das Filmteam hat ihn aus zwei 1959er Cadillac DeVille zusammengeschraubt.
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"Razor Cola": Das Lenkrad des Autos der "Warboys" ist typisch Mad-Max-mäßig gestaltet.
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"The War Rig": Was für ein krasses Teil! Insgesamt 18 Räder, zwei V8-Motoren und Sechsradantrieb machen den Truck aus Tatra und Chev Fleetmaster zum echten Wüsten-Monster. Fahren darf ihn ...
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... Imperator Furiosa, dargestellt von Charlize Theron.
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"The Ploughboy" gehört zum Konvoi der "Bullet Farmer". Passend dazu gibt's einen Pflug auf dem Dach, der das Schlachtfeld ordentlich umräumen kann. Gegner werden mit der Harpune durchbohrt.
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Der Traum vieler Hot-Rod-Fans: das "Nuxcar" von Bösewicht Nux. Aufgebaut auf Basis eines fünftürigen Chevrolet-Coupés, befeuert von einem V8. Echter Hingucker ist der flügelähnliche, vierflutige Auspuff an der Seite.
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Mehr ist mehr: Dieser 1947er Buick fährt mit sechs Rädern vor. Warum nicht.
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Und das Ding? Hat wohl keinen Namen. Mit seiner fiesen Harke sieht es aber so aus, als ob es zur Farmer-Truppe gehören könnte.
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War das mal ein Dodge Luxury Liner aus den 1940ern? Mag sein. Jetzt hat das Gefährt mit Luxus aber nicht mehr viel zu tun.
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Und um was geht's? Die Story von "Fury Road", die an den dritten Teil "Jenseits der Donnerkuppel" von 1985 mit Mel Gibson anknüpft, ist folgende: Ex-Polizist Max Rockatansky (Tom Hardy) alias Mad Max ...
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... versucht mit einer Gruppe anderer Überlebender um Imperator Furiosa (Charlize Theron) durch die Wüste vor dem wütenden Warlord Immortan Joe zu entkommen, dem etwas Unersetzliches gestohlen wurde. Sie werden von Gesetzlosen in vor Waffen starrenden Wüstenautos verfolgt; wie zu erwarten entbrennt ein erbitterter Krieg um Leben, Frauen und Benzin.
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Festhalten! Auf den folgenden Bildern gibt es weitere Eindrücke aus dem neuen Mad-Max-Streifen.