Malibu Genius: Campervan auf Mercedes Basis
Malibu erfindet den Sprinter als Campervan noch mal neu!
Bild: AUTO BILD
Da hat man bei Malibu ganz schön die Köpfe rauchen lassen in den vergangenen Monaten. Während immer mehr Hersteller auf den Mercedes Sprinter als Basisfahrzeug setzen, geht Malibu zwar den gleichen Weg, aber mit einem ganz neuen Ansatz. Sie verpassen dem Sprinter einfach eine komplett neue Form.

Als 4x4 Variante kommt der Malibu Genius richtig bullig daher. Dazu kommt noch die ungewöhnliche Heckansicht. Mit diesem Fahrzeug fällt man auf jeden Fall auf!
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Das neue GFK-Heck vom Malibu Genius ist ein Mehrwert
Eigentlich gibt es den Mercedes Kastenwagen in den Längen von knapp 6 Metern oder 7 Metern. Beim Genius findet man allerdings die bei Campern so beliebten 6.41m in den Papieren. Möglich macht das ein eigens konzipiertes GFK-Heck, das wie eine Verlängerung des Fahrzeugs dient. Dazu entfernt man vom Ursprungsfahrzeug die Hecktüren und harkt das neue Heck in die Türscharniere ein. Anschließend wird alles abgedichtet und verklebt. Von außen ist der Aufsatz optisch gut in das Fahrzeug eingearbeitet worden. Die Seitenschweller laufen bündig bis zum Ende durch, die Fensterlinie wird optisch verlängert und somit wirkt alles fast wie aus einem Guss – bis auf die vertikal verlaufene Klebestelle.

Die Heckklappen lässt sich nun nach oben hin öffnen. Das Heckfenster rutscht weiter nach oben dadurch.
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Doch die zusätzliche Länge bringt nicht nur Innen viele Vorteile mit sich. Besonders cool ist, dass der Malibu Genius nun eine sich nach oben öffnende Heckklappe bekommt. Sie bietet Schutz vor Regen beim Ein- und Ausladen der Campingsachen und ist unten leicht abfallend, sodass das Be- und Entladen einfacher gemacht wird. Damit im Zweifel kein Wasser in den Innenraum gelangt bei geöffneter Klappe, ist am oberen Rand eine Regenrinne angesetzt. Das Regenwasser läuft also zu den Seiten hin ab. Zusätzlich zu den Schubladen im Heck soll es auch die Möglichkeit geben, durch ein Schienensystem auf dem Boden weitere Transport-Boxen oder z.B. Fahrräder zu verladen.
Der Innenraum bleibt super harmonisch
Nun aber zum wohl wichtigsten Punkt: dem Innenraum! Denn natürlich ist ein Camper erst perfekt, wenn er sich wie ein zweites Zuhause anfühlt. Was direkt beim Öffnen der Schiebetür auffällt, ist das typische Malibu Interieur und das weiß schon seit Jahren die Kunden für sich zu gewinnen. Gewählt werden kann zwischen zwei Möbelfarben und acht Stoffmustern.

Die Längseinzelbetten haben eine Länge von 203 x 93 cm und 196 x 85 cm. Hier haben auch große Leute gut Platz zum Schlafen.
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Zurück zu den Merkmalen, die den Genius deutlich vom Ducato abheben. Obwohl wir ca. 10 Zentimeter weniger Breite im Inneren des Fahrzeugs haben, sind die Staufächer trotzdem gut angeordnet und bieten durch ihre Form ausreichend Platz für Geschirr und anderes Camping-Equipment. Deutlich kleiner als im Ducato fällt im Sprinter dagegen die Länge des Küchenblocks aus. Pluspunkt: Über dem Gaskochfeld hat man nun eine Glasscheibe, die die Flamme beim Kochen mit geöffneter Schiebetür vor dem Wind schützt. Das Konzept der offenen Sichtachse zum Schlafbereich bleibt im Sprinter bestehen. Im Gegensatz zum Ducato-Grundmodell hat man beim Genius nicht die Möglichkeit, einen hohen Kühlschrank im Konfigurator auszuwählen. Hier gibt es "nur" den 84-Liter-Kompressorkühlschrank, der für min. zwei Personen auf Reisen aber ausreichen dürfte.

Die Linie der Oberschränke zieht sich bis nach vorne durch, ebenso das indirekte Licht. Alles wirkt sehr harmonisch.
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Besonders gut gefällt uns, wie die Fahrerkabine integriert wurde. Von anderen Sprinter-Modellen anderer Hersteller kennt man das nicht. Bei Malibu ziehen sich die Ober-Schränke bis nach ganz vorne durch und dementsprechend auch das indirekte Licht. Ein Punkt, der z.B. auch immer wieder in unseren anderen Tests von Malibu Modellen überzeugt hat: Das Lichtkonzept ist und bleibt stimmig und super gemütlich! Insgesamt entsteht also nicht der Eindruck eines abgesetzten Fahrerhauses, sondern eher einer Erweiterung des Wohnraums. Das Bad ist clever gestaltet. Die Toilette lässt sich komplett wegschieben und das Waschbecken hochklappen. Die Duschkabine lässt sich bei Bedarf erweitern.

Die Toiletten und das Waschbetten lassen sich komplett wegschieben bzw. hochklappen. Das bietet vor allem viel Platz beim Duschen.
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Beim Gewicht muss man genau hingucken
Nun zu den Gewichten und hier wird es spannend! Die Basisversion hat bereits ein Gewicht von 2.946kg. Inklusive der optionalen Anbauten bringt das Ausstellungsfahrzeug mit Allrad schon satte 3.317kg auf die Waage. Die 3,5 Tonnen-Grenzen kann also nicht mehr gehalten werden. Auch bei der Version ohne Allrad ist das schon knapp bemessen. Da sind es zwar einige Kilo weniger, aber auch der Hersteller empfiehlt eine maximale Zuladung von 192 kg. Am besten also direkt auf die 4,1-Tonnen-Modell setzen. Preislich startet das Basisfahrzeug bei 93.000 Euro. Die Allrad-Version ist ab 148.310 Euro zu haben.
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