Auf der IAA Nutzfahrzeuge 2012 (20. bis 27. September) in Hannover präsentiert MAN einen aerodynamisch optimierten Sattelzug. Für dieses Konzeptfahrzeug sind die bei der IAA Nutzfahrzeuge 2010 vorgestellte Lkw-Studie MAN Concept S und der Krone-Trailer AeroLiner zu einer stromlinien­förmigen Einheit verbunden worden.
Sattelzug der Zukunft
Eine CO2-Gesetzgebung für schwere Lkw ab 12 Tonnen zeichnet sich in Europa ab. MAN bereitet sich mit der Sattelzug-Studie Concept S schon mal darauf vor.

Die Entwicklung der Aerodynamik bezieht die gesamte Umströmung des Zuges mit ein, beginnend mit der abgerundeten Front, über reduzierte Spiegelflächen und strömungsgünstig integrierte Tanks. Ein neu entwickeltes Dachspoilerkonzept ist in das Fahrerhausdach integriert. Es schließt die Lücke zwischen Zugmaschine und Trailer vollständig und lässt die Luft damit gleichmäßig ohne Abriss über das Fahrzeug fließen. Eine Seitenvollverkleidung des Trailers und das sich verjüngende Heck schließen die Luftführung um den Zug herum ab.
Sattelzug der Zukunft
Um Serienreife zu erlangen, entspricht der Concept S allerdings noch nicht den gesetzlichen Vorschriften: Er ist mehr als zwei Meter zu lang.
Durch eine stromlinienförmige Front mit ausgestellten Radhäusern sowie einer geschwungenen Linienführung des Fahrerhauses unterscheidet sich der MAN Concept S Sattelzug radikal vom Äußeren konventioneller Lkw. Zwar bietet das Fahrzeug das übliche Lkw-Ladevolumen, aber es erreicht dabei einen extrem niedrigen Luftwiderstandswert (CW-Wert) von rund 0,3. Dadurch lassen sich bis zu 25 Prozent Kraftstoff und damit CO2 einsparen. Das vorgestellte aerodynamisch-optimierte Fahrzeug-Konzept kann jedoch nur Realität werden, wenn zuvor die gesetzlichen Längenvorschriften für Sattelzüge angepasst werden. 2,30 Meter mehr Länge würden dafür reichen. Die EU-Kommission hat bereits für ihren Anfang 2013 erwarteten Richtlinienvorschlag Verlängerungen des Fahrerhauses als auch des Hecks angekündigt.