Nach dem Gewinn der Zentral-Europa-Rallye in Ungarn und Rumänien durch Volkswagen Ende April 2008 bildet das Debüt der VW-Touareg bei dieser anspruchsvollen Rallye in Südamerika einen weiteren Schritt zur Vorbereitung auf die Rallye Dakar 2009, die im Januar nächsten Jahres in Argentinien und Chile ausgetragen wird. "Die Sertões-Rallye ist eine weitere Herausforderung auf dem Weg zur Rallye Dakar", so Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen. "Wir erwarten, dass die Wertungsprüfungen der Sertões-Rallye neben ihren Besonderheiten auch einige Ähnlichkeiten mit dem Gelände der zukünftigen "Dakar" aufweisen. Für den Race Touareg einerseits wie auch für Fahrer und Beifahrer andererseits ist das Gelände in Brasilien eine neue Bewährungsprobe."

VW Race Touareg 2
Bei der Rally dos Sertões sind Mensch und Material gleichermaßen gefragt: Auf den zehn Tageswertungen führt die Rallye-Route über 4.522,5 Kilometer vom zentralbrasilianischen Goiânia nach Natal an der Atlantikküste, 2.714,5 Kilometer davon auf Zeit. Dabei hatten die zurückliegenden Ausgaben dieser Rallye extrem anspruchsvolle Passagen auf dem Programm. So stehen neben tiefen Wasserdurchfahrten staubige Abschnitte ebenso auf der Agenda wie raue Geröll-Sektionen und Hochgeschwindigkeits-Passagen. "Gerade die harten Geröll-Abschnitte, die teilweise an Trials erinnern, haben es in sich", so Volkswagen Werkspilot Giniel de Villiers. "Dazu kommt, dass die Sertões-Rallye mit stark unterschiedlichen Anforderungen fahrerisch sehr abwechslungsreich sein wird. Mich erinnern diese Passagen an die Strecken während der Baja 500 in Mexiko vergangenes Jahr." Bei der legendären Baja 500 hatte Volkswagen 2007 zum Debüt des Race Touareg einen neuen Rekord aufgestellt und dank der TDI-Technologie die 676-Kilometer-Distanz als erster Teilnehmer ohne Nachtanken zurückgelegt.

Logistik ist die zweite Herausforderung

VW Rallye-Versorgungstruck
Der Einsatz des in Deutschland beheimateten Touareg jenseits des Atlantiks setzt eine akribische Vorbereitung voraus. Als am 6. Juni 2008 die Verladung der beiden Einsatzfahrzeuge für Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz und Mark Miller/Ralph Pitchford per Luftfracht erfolgte, waren Servicefahrzeuge und Ersatzteilcontainer bereits per Schiff in Brasilien angekommen. Herausforderung für die Logistiker: Vom Ankunftshafen São Paulo muss die Fracht etwa 1.000 Kilometer ins Landesinnere zum Startort Goiânia gebracht werden. Nach der Rallye mit mehr als 4.500 Wettbewerbs-Kilometern geht es vom Zielort Natal über etwa 3.000 Kilometer zurück zur Verschiffung nach São Paulo. Bei der 16. Auflage der Rally dos Sertões erwartet die Volkswagen Mannschaft, die bei den 22 Starts mit dem Race Touareg acht Gesamtsiege und zwei Titelgewinne im FIA Marathon-Rallye-Weltcup feierte, starke Konkurrenz durch einheimische und auf diesen Strecken sehr erfahrene Teams.