Je älter, desto besser: Was vielleicht beim Wein gilt, lässt sich von herkömmlichen Gebrauchtwagen nicht sagen. Je älter das Auto, desto mehr Probleme gibt es in der Regel. Beim Mazda2 sieht das jedoch anders aus. Obwohl die von 2003 bis 2007 gebaute erste Generation (Typ DY) bereits gehörig in die Jahre gekommen ist, beweist der erste in Europa produzierte Kleinwagen echte Langzeithaltbarkeit.
 
Geheimtipp für Sparfüchse
Die Karosserie des Mazda2 ist speziell, dafür aber sehr funktionell.
Optisch gewinnt der erste Mazda2, der sich die Plattform mit der sechsten Generation des Ford Focus teilt, garantiert keinen Design-Preis. Anders als das aktuelle Modell, das in Japan 2014 zum schönsten Auto des Jahres gekürt wurde und auch hierzulande positiv aus dem asiatischen Kleinwagen-Allerlei hervorsticht, weil er nicht nur funktional, sondern auch ansehnlich ist, sieht der Typ DY aus wie ein kastenförmiger Minivan. Seine sachliche und eher langweilige Erscheinung bietet aber für ein Fahrzeug dieses Segments ein großzügiges Platzangebot und durch die hohe Karosserie einen bequemen Einstieg. Vorne und hinten wird es selbst für großgewachsene Personen auf langen Strecken nicht unangenehm. Der gut zugängliche Kofferraum bietet mit 270 Liter Volumen hingegen nur eine klassenübliche Größe. Wird die Rückbank umgelegt, finden allerdings bis zu 1044 Liter Platz. Praktisch: Da auch der Beifahrersitz umlegbar ist, können auch längere oder sperrige Gegenstände transportiert werden.

Geringe Motorenauswahl

Drei Jahre nach der Markteinführung gab es ein Facelift für den japanischen Kleinwagen. Optisch nur leicht verändert (neue Heckleuchten sowie Felgen und Farben), gab es nun ESP für alle Modelle. Wenig Auswahl gab es bei den Motoren. Angeboten wurde lediglich ein Diesel mit 68 PS sowie drei Benziner, die ein Leistungsspektrum zwischen 75 und 101 PS abdecken. Immerhin laufen alle Aggregate kultiviert und vibrationsarm und treiben den 1,1 Tonnen schweren Fünftürer ausreichend an. Soll es nicht zwingend ein Selbstzünder sein, sollte man den schwachen Diesel besser meiden. Eine gute Wahl ist der mittlere Benziner mit 80 PS. Hier geht es zu gebrauchten Mazda2
 
Neben dem Fünfgang- Schaltgetriebe gibt es auch das automatisierte Schaltgetriebe. Zu den verbrauchsärmsten Kleinwagen gehört der Mazda allerdings nicht. Durchschnittlich 7,5 Liter gönnt er sich auf 100 Kilometern. Nicht unverschämt viel, aber nun mal auch nicht auffällig wenig. Beim Euro NCAP-Crashtest erreichte er 2004 vier von fünf möglichen Sternen.
Mazda 2 Homura Kamera/LED/SHZ
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Musterschüler beim TÜV

Geheimtipp für Sparfüchse
Der Arbeitsplatz des Fahrers ist sinnig aufgebaut, die Materialqualität in Ordnung.
Beim der Hautuntersuchung zeigt sich der in die Jahre gekommene Mazda2 DY nicht als alter Knacker. Schneiden auch seine Nachfolger beim TÜV in nahezu jeder Kategorie gut ab, zeigen sich bei Generation zwei und drei jedoch kleine Auffälligkeiten. Besonders beim aktuelle Mazda2 können die Prüfer bereits bei der ersten HU eine anfällige Federung bemerken. Diese Probleme kennt die erste Generation nicht. Weder die Achsaufhängung, Dämpfung, Lenkung, die Beleuchtung sowie die Bremsen bereiten dem Typ DY Schwierigkeiten. Kinderkrankheiten, die sich zu teuren Defekten entpuppen könnten, sind bei ihm nicht bekannt. Zu den Schwachstellen gehören bei den Benzinern (ab Baujahr 2004) undichte Wasserpumpen. Der ADAC registrierte häufig entladene Batterien. Alle Infos zur ersten Generation des Mazda2

Überzeugt im Alter

Auch über 15 Jahre nach seiner Produktion ist der Mazda2 solide, robust und zeigt sich unverwüstlich. Günstig ist er ebenfalls. Unter 3000 Euro erhält man ein gut ausgestattetes Modell mit durchschnittlicher Laufleistung. Bis auf die elektronische Stabilitätskontrolle DSC ist auch alles Wesentliche an Bord gewesen. Auf elektrische Fensterheber, Radio mit CD, Zentralverriegelung oder Klima muss man nicht verzichten. Es gibt sogar Modelle mit Anhängerkupplung oder Dachreling. Unsere Empfehlung: Auf Sondermodelle namens Active oder Active Plus achten, die nicht nur ausschließlich vom stärksten Ottomotor (1,6-Liter-Benziner mit 100 PS) angetrieben werden, sondern auch über umfangreiche Sonderausstattung verfügen.