McLaren GT (2019): Test

McLaren GT (2019): Test

McLaren GT (2019): Preis, Motor, technische Daten, Test

Der McLaren für jeden Tag

McLaren will neue Käufer gewinnen. Dazu bringen die Briten den 620 PS starken und 320 km/h schnellen GT mit zwei Gepäckabteilen auf den Markt. Sitzprobe!
Der GT ist ein McLaren für jeden Tag! Mit dem neuesten Modell wollen die Briten neue Kunden ansprechen. Gleichzeitig soll der GT aber trotzdem die Fahrleistungen eines Supersportwagens bieten: "Der Grand Tourer wird außergewöhnliche Fahrleistungen mit Langstreckenkomfort verbinden", formuliert McLaren-Chef Mike Flewitt die Essenz des Lastenhefts.

Vorstellung: Proaktive Dämpfer sollen den Komfort verbessern

Der McLaren GT setzt auf ein Carbon-Chassis, das Fahrwerk soll den Spagat zwischen Sport und Komfort schaffen.

McLaren hat den GT markentypisch leicht gemacht. Wie bei allen McLaren-Modellen kommt ein Carbon-Chassis zum Einsatz. Die "MonoCell II-T" genannte Version drückt – zusammen mit anderen Leichtbaumaßnahmen – das Gewicht auf 1530 Kilogramm. GT-Konkurrenten wie Aston DB11 oder Bentley Continental GT wiegen deutlich mehr. Die verwindungssteife Karosserie des McLaren GT hilft auch bei der Abstimmung des Fahrwerks und macht es leichter, den Widerspruch aus Agilität und Komfort aufzulösen. Feinheiten wie eine proaktive Dämpfung sollen helfen, jedes Fahrtziel entspannt zu erreichen. Dabei haben die Ingenieure auch den Stadtverkehr nicht vergessen und die Lenkung an dieses Einsatzgebiet angepasst. Allerdings ist der McLaren GT mit einer Länge von 4,68 Metern, einer Höhe von 1,22 Metern und vor allem mit einer Breite von 2,10 Metern nichts für verwinkelte Gässchen.

McLaren GT (2019): Test

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Innenraum: Viel Platz und luftiges Raumgefühl

Anders als bei einigen McLaren-Modellen bekommt der GT Türgriffe anstelle der kleinen gummierten Türknöpfe an der Unterseite. Beim GT einfach vor dem großen Lufteinlass die Tür entriegeln – und schon geht die Tür nach schräg oben auf. Trotz Flügeltüren ist der Einstieg kein Problem – hier hilft vor allem der tief heruntergezogene Schweller des Carbon-Chassis. Die Sitzposition ist sportlich, aber nicht unbequem. Im Gegenteil – im Vergleich zu den Modellen der "Sports Series" bietet der neue GT richtig viel Platz. Speziell bei der Kopffreiheit legt er noch mal deutlich zu.

Das Glasdach bringt viel Licht in den Innenraum, kostet aber Aufpreis.

Wie vom 720S bekannt, wirkt der Innenraum durch den großzügigen Einsatz von Glas extrem luftig. Das ist kein Vergleich zu einem Lamborghini Huracán, der zwar sportlich ist, aber eben auch recht eng bemessen. Offensichtlich wurde beim Ausstellungsfahrzeug ganz bewusst auf sportliches Alcantara verzichtet, um den luxuriösen Ansatz des GT zu unterstreichen. Armaturenbrett und Dachhimmel sind beledert, alle Schalter und Tasten fühlen sich hochwertig an. Das senkrechte Infotainment-Display darf auch im GT nicht fehlen. Das System und die Bedienung wurden überarbeitet, um auf der Höhe der Zeit zu sein. Die Ablagemöglichkeiten sind weiterhin überschaubar – aber dafür hat der GT ja ein Ass im Ärmel!

Der erste McLaren mit elektrischer Heckklappe

McLaren GT (2019): Neuvorstellung - Gran Tourismo - Infos

Supersportler mit viel Komfort

Besonders stolz sind die Briten darauf, dass der McLaren GT zwei Gepäckabteile hat: Vorne passen 150 Liter rein, doch das ist noch nicht alles. Erstmals kommt ein McLaren mit einer elektrischen Heckklappe, und wer die öffnet, staunt über weitere 420 Liter Kofferraumvolumen. Zusammengenommen macht das 570 Liter – und damit auf dem Papier fünf Liter mehr als das Kofferraumvolumen des Audi A6 Avant (565 Liter). Da gibt es allerdings ein Problem: Während im tiefen Fach unter der vorderen Haube Trolleys und andere Koffer Platz finden, geht es im Heck deutlich flacher zu. Schließlich braucht der V8-Mittelmotor Platz. Eine Getränkekiste passt hinten nicht rein, stattdessen erwähnt McLaren einmal mehr, dass dort zwei Golftaschen Platz haben sollen. Alternativ gibt es aber ein perfekt abgestimmtes Kofferset – damit lässt es sich auch im GT locker in den Kurzurlaub fahren.

Motor: Die Fahrleistungen sind eines McLaren würdig

Mit dem 620-PS-V8-Mittelmotor beschleunigt der GT in schnellen 3,2 Sekunden auf 100 km/h.

Wer jetzt denkt, der GT sei ein weichgespülter McLaren, der irrt sich. Schließlich sitzt unter dem Gepäckabteil der vier Liter große V8-Biturbo mit dem internen Code "M840 TE". Leistungsdaten: 620 PS und 630 Nm maximales Drehmoment, das reicht locker für 320 km/h Topspeed. Noch beeindruckender sind allerdings die Sprintwerte: 0-100 km/h in 3,2 Sekunden und 0-200 km/h in 9,5 Sekunden. Das erreichen die Ingenieure aus Woking mit einer hohen Verdichtung, schnell ansprechenden Turboladern und einem optimierten Ansaugtrakt. Bestellbar ist der brandneue GT ab sofort, die ersten Kundenfahrzeuge sollen noch 2019 ausgeliefert werden. Der Basispreis des McLaren GT Tag liegt bei 198.000 Euro. Zum Vergleich: Der 635 PS starke Bentley Continental GT startet bei 206.465 Euro, ein Aston Martin DB11 V8 bei 184.000 Euro.

McLaren GT (2019): Test

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Jan Götze

Fazit

Die Front des neuen GT trifft nicht meinen Geschmack. Dafür überzeugt der neueste McLaren mit überraschend gutem Platzangebot und edlen Materialien im Innenraum. Trotz der GT-Auslegung soll der 620 PS starke McLaren ein echter Sportwagen sein. 320 km/h Topspeed und 9,5 Sekunden von 0-200 km/h klingen, als wäre der Kompromiss geglückt!

Autoren: , Wolfgang Gomoll

Stichworte:

Sportwagen

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