Mercedes A 45 AMG/Audi S3/BMW M135i: Vergleich
Die stärksten Kompakten im Clinch

- Georg Kacher
Das Bühnenbild hat sich kaum verändert. Tolles Panorama, unglaubliche Straßen, wenig Verkehr. Nur die Protagonisten sind andere. Damals haben wir im getunten Subaru Impreza und im Mitsubishi Lancer Evo die Dolomiten erobert. Heute spielen deutsche Autos die Hauptrolle in den Wunschträumen der Kids. Die Posterhelden in den Zimmern der Söhne heißen Audi S3, BMW M135i und Mercedes A 45 AMG. Grund genug für eine Sternfahrt in Schwarz-Rot- Gold – wenn auch mit ungleichen Waffen. Denn der 360 PS starke Benz hat zumindest auf dem Papier leichtes Spiel mit Audi (300 PS) und BMW (320 PS). Mercedes Pragmatiker der Zunft wünschen sich eine A-Klasse mit mehr Kopffreiheit hinten, besserer Sicht, mehr Komfort und größerem Kofferraum. Doch dieses Auto gibt es bereits. Es heißt B-Klasse und ist der Liebling finanziell gut gestellter Rentner. Die neue A-Klasse hat dagegen als A 45 AMG die 30- bis 40-jährigen Dinks und Yuppies im Visier. Diese Klientel interessiert sich für Design, Handling, Power, Fahreigenschaften und Connectivity. Zu hart gefedert? Na und – dafür sieht der Baby-Benz endlich nicht mehr aus wie Frau Maiers Zweit-, sondern wie Nico Rosbergs Dienstwagen. Unser bis unter das Glasdach vollgepackter A 45 AMG repräsentiert einen Gegenwert von 71.417 Euro.
Video: Mercedes A 45 AMG
Mehr Power für die A-Klasse
Kaufberatung sportliche Kompaktwagen

Der Audi S3 punktet wie erwartet mit Topverarbeitung und edlen Oberflächen.

Die achtstufige Automatik des BMW M135i harmoniert gut mit dem Reihensechszylinder.
Fazit
Der Audi ist fast perfekt, aber zu kühl und passiv, der BMW kommt ohne ausgeprägte Sportlichkeit und mit mangelnder Wertigkeit – da trumpft der A 45 AMG trotz seines hohen Preises auf. Er geht besser, vermittelt mehr Fahrspaß und tritt zudem noch mit viel Flair auf. Völlige Klarheit aber kann erst ein Test bringen.
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