Mercedes A-Klasse: Praxistest
Was steckt in der neuen A-Klasse?

–
Selten fiel ein Modellwechsel so radikal aus wie bei der A-Klasse: lang und flach statt kurz und hoch. Aber taugt der Mercedes auch im Alltag?
Kaum ein neues Auto polarisiert so wie die neue A-Klasse. Kein Wunder, die Schwaben haben den radikalsten Modellwechsel ihrer Geschichte gewagt. War der Vorgänger noch ein sachlich gestyltes Raumwunder, ist die dritte Generation der A-Klasse ein flaches Designerauto geworden. Das Ziel von Mercedes: Endlich die ersehnte junge Kundschaft in die Schauräume locken – auch wenn das nur bedingt gelingt. Dafür nahm Mercedes einiges in Kauf. So machen die Verantwortlichen bei Daimler keinen Hehl daraus, dass schon bei der Erstellung des Lastenhefts klar war: Mit der neuen A-Klasse sind keine Vergleichstests zu gewinnen.
Überblick: Alle News und Tests zur Mercedes A-Klasse

Unter die Haube geschaut: Leistet der A 180 CDI so viel, wie es Mercedes in den technischen Daten angibt?
Bild: Bader
Vergleich: A-Klasse gegen die Premium-Konkurrenz

Voll bis unters Dach: Wir haben ausprobiert, was die neue A-Klasse wirklich verpacken kann.
Bild: Bader
Fazit
Die Erwartungen an die neue A-Klasse sind so hoch wie die Preise. Schließlich verspricht Daimler "Das Beste oder nichts" und den mutigsten Mercedes aller Zeiten. So weit die Marketing-Prosa aus Stuttgart. Im harten Alltag hingegen ernüchtert der Kompakte. Die sportlich gezeichnete Karosserie schränkt den Nutzwert unnötig ein – ungewohnt für eine Marke, die früher mit funktionalen Autos große Erfolge feierte. Sitzen im Fond ist für Erwachsene unmöglich, Koffer und Kinderwagen können zum Teil nicht eingeladen werden. Dazu kommen billige Detaillösungen und die schon – ein halbes Jahr nach Marktstart – veraltete Navigation. Gut hingegen der von Schwacke prognostizierte Wiederverkaufswert und der Top-Pannenservice der Niederlassungen. Unterm Strich ist die A-Klasse guter Durchschnitt – etwas wenig für den hohen Mercedes-Anspruch.
Service-Links