Fahrbericht Mercedes-AMG GLB 35

Fahrbericht Mercedes-AMG GLB 35

Mercedes-AMG GLB 35 (2020): Test

Nicht so sportlich wie er tut

Mit 306 PS ist der Mercedes-AMG GLB 35 die stärkste Variante des SUVs. In Sachen Dynamik hält er sich aber arg zurück. Fahrbericht!
Trotz Zweiliter-Turbomotor mit 306 PS kommt der Mercedes-AMG GLB 35 eher souverän als sportlich daher. Der 35er hat zweifellos Pfeffer, aber immer in familientauglicher Schärfe. Selbst im Fahrprogramm "Sport plus" (hat der AMG exklusiv) bollert der Vierzylinder höchstens dezent und nur bei hemmungslosem Kickdown, lässt beim Herunterschalten mal den typisch kleinen Endrohr-Furz heraus. Da klingt ein A 45 bassiger.

Nie bedingungslos auf Attacke

Trotz der 21-Zoll-Räder im dünnen 35er-Querschnitt rollt der GLB 35 immer noch gut ab.

Ob Lenkung, Fahrwerk, Getriebe oder Bremsen – immer fühlt das sich SUV deutlich bissfester an als der stärkste Diesel mit 190 PS, aber nie bedingungslos auf Attacke. So rollt der GLB trotz der 21-Zoll-Räder im dünnen 35er-Querschnitt immer noch gut ab, da muss sich niemand für zu fette Räder entschuldigen. Die Lenkung verlangt einen festen Griff, trotzdem keinen Schraubstock. Die Bremsen könnten prickelnder ankern, da werfen sich die 1775 Kilogramm Fahrgewicht in die Waagschale. Und schließlich bremst der höhere Schwerpunkt als im GLA oder GLC alle Ambitionen, den GLB 35 bis zur letzten Rille ranzunehmen.

Dynamisch ist noch Luft nach oben

Nein, das sportliche Topmodell sticht eher in Look und Leistung aus der GLB-Flotte heraus, nicht unbedingt dynamisch. Da scheint immer noch der entspannte Mercedes-Charakter durch, der den ganzen GLB bestimmt und lässt eigentlich Luft nach oben für einen GLB 45 – aber der ist nicht geplant. Vorerst nicht.

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