Mercedes-AMG GT Black Series

Mercedes-AMG GT Black Series

Mercedes-AMG GT Black Series (2020): Preis, PS, Motor

So viel verlangt Mercedes-AMG für den 730 PS starken GT Black Series

Mercedes-AMG bringt das "Black Series"-Label nach sieben Jahren zurück: Mit 730 PS hat der GT Black Series den stärksten AMG-V8-Serienmotor!
Sieben Jahre ist es her! 2013 hat Mercedes mit dem SLS AMG das letzte "Black Series"-Modell auf den Markt gebracht. Jetzt soll der 730 PS starke GT Black Series in die Fußstapfen der legendären Vorgänger treten – und damit das auch gelingt, sparen die Affalterbacher nicht an Superlativen!
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Im Mercedes-AMG GT Black Series arbeitet der stärkste AMG-V8-Serienmotor aller Zeiten, er wurde mit der aufwendigsten Aerodynamik und dem intelligentesten Materialmix versehen und soll die ausgeprägteste Fahrdynamik aller AMG-Straßenmodelle besitzen. Zeit, sich den brandneuen GT Black Series im Detail anzuschauen!
● stärkster AMG V8-Serienmotor
● 730 PS und 800 Nm maximales Drehmoment
● flache Kurbelwelle
● aktive Aerodynamik
● 0-100 km/h in 3,2 Sekunden
● 0-200 km/h in unter 9,0 Sekunden
● Topspeed: 325 km/h
● DIN-Leergewicht 1540 Kilo
● einzigartiger Carbon-Heckflügel
● speziell entwickelte Michelin Semislicks
● Bauzeit auf ein Jahr begrenzt
● das letzte Projekt unter Leitung von Tobias Moers

Der stärkste AMG V8-Serienmotor

Der V8-Biturbo des GT Black Series trägt eine schwarze Motorenplakette. 

Auch in der Hardcore-Variante des AMG GT kommt der bekannte Vierliter-V8-Biturbos zum Einsatz. Die Modifikationen für den Black Series sind allerdings so umfangreich, dass AMG dem Triebwerk ein eigenes Kürzel spendiert hat: M 178 LS2. Doch fangen wir vorne an. Die bisherigen Topmodelle AMG GT R und der auf 750 Stück limitierte GT R Pro leisten jeweils 585 PS und 700 Nm maximales Drehmoment. Dass der V8-Biturbo noch einige Reserven hat, wissen wir spätestens seit dem viertürigen AMG GT 63 S, der sogar 639 PS und 900 Nm leistet. Entscheidender Unterschied ist allerdings, dass es sich hierbei (und auch bei den Motoren in E 63, S 63 etc.) um den Motor mit der Kennung M 177 handelt. Das ist zwar derselbe Grundmotor, allerdings haben nur die zweitürigen GT-Modelle eine Trockensumpfschmierung, während alle anderen Derivate des Vierliter-V8-Biturbo mit einer Nasssumpfschmierung ausgerüstet sind.
Im Fall des neuen GT Black Series hat AMG allerdings alle Register gezogen, um noch mehr Leistung zu gewinnen. Erstmals wird der V8 mit einer flachen Kurbelwelle (Flat Plane) ausgestattet, bei der die Hubzapfen mit einem Versatz von 180 Grad auf einer Ebene liegen. Alle anderen V8-Modelle aus Affalterbach setzen auf eine Kreuzwelle (Cross Plane). Die Vorteile der flachen Kurbelwelle sollen hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen und eine enorme Laufruhe sein. Zudem verspricht AMG einen charakteristischen Sound. Mal schauen was davon, OPF sei Dank, noch übrig bleibt.

Mercedes-AMG GT Black Series

 
Doch das ist noch nicht alles: Zusätzlich verbaut AMG eine neue Nockenwelle, neue Krümmer und Turbolader mit größeren Verdichterrädern. Die Maximaldrehzahl soll bei 7200 U/min liegen. Die aufwendigen Maßnahmen haben Erfolg: Mit 730 PS und 800 Nm besitzt der GT Black Series den bislang stärksten AMG V8-Serienmotor. Da die Übersetzung des AMG Speedshift DCT 7G-Getriebes überarbeitet wurde, sprintet die sechste Black Series-Auskopplung in 3,2 Sekunden auf 100 km/h (GT R Pro in 3,6 Sekunden) und in unter 9,0 Sekunden auf 200 km/h. AMG gibt 325 km/h Topspeed an (GT R Pro 318 km/h). Doch viel entscheidender als die Längs-Performance ist beim Black Series natürlich das Kurvenfahren!

Front im Stil des AMG GT3

Der riesige Heckflügel sieht nicht nur wild aus, er funktioniert auch und sorgt für ordentlich Abtrieb. 

Schon auf den ersten Blick ist klar, dass AMG beim Black Series keine halben Sachen macht. Die breite Front mit dem XXL-Kühlergrill in "Dark Chrome" erinnert stark an den Rennwagen AMG GT3. Der Carbon-Splitter lässt sich in zwei Stufen (Street und Race) verstellen, wobei die Race-Stellung nur auf der Rennstrecke gestattet ist. Um ordentlich Gewicht zu sparen kommt beim Black Series jede Menge Carbon zum Einsatz: Die Motorhaube mit zwei abgesetzten Flächen, sowie die vorderen Kotflügel mit Louvres bestehen ebenso aus Kohlefaser wie die Seitenschweller, der zweistöckige Heckflügel und der Kofferraumdeckel. 

Das steckt hinter dem XXL-Heckflügel

Der Frontsplitter ist einstellbar: Die Race-Position ist nur für die Rennstrecke gedacht. 

Das Heck ist der Hingucker des GT Black Series: Oberhalb der Heckschürze mit den vier runden Endrohren und seitlichen Radhaus-Entlüftungen thront der monströse Heckflügel. Wobei ein Heckflügel gar nicht ganz korrekt ist, genau genommen handelt es sich um zwei Flügelelemente plus eines beweglichen Flaps. Das aufwendige Konstrukt ist mit der Carbon-Heckklappe verschraubt. Je nach gewähltem AMG Dynamics Modus wird der Heckflügel unterschiedlich angesteuert. In Zusammenarbeit mit dem komplett verkleideten Unterboden und dem neuen Diffusor soll der Black Series bei 250 km/h einen Abtrieb von über 400 Kilo generieren. 
Weitere Edel-Zutaten des Black Series: Mittig abgesenktes Carbondach, Keramikbremse mit schwarzen Bremssätteln und neue Schmiederäder. All diese Maßnahmen drücken das Gewicht des Black Series auf 1540 Kilo, immerhin rund 35 Kilo weniger als beim GT R und GT R Pro. 

Michelin-Reifen in zwei verschiedenen Mischungen

Genau wie der GT R besitzt auch das neue Topmodell ein voll einstellbares Gewindefahrwerk mit adaptiven Dämpfern. Neu sind allerdings die von Michelin speziell für den Black Series entwickelten Reifen: Pilot Sport Cup 2 R MO. Der Reifen ist in zwei verschiedenen Mischungen als Cup 2 R MO1A ("soft compound") und optional als Cup 2 R MO2 ("hard compound") erhältlich. Die, bei ausgeschaltetem ESP, in neun Stufen feinjustierbare Traktionskontrolle ist bereits aus dem GT R und dem GT R Pro bekannt, wurde jedoch für den Black Series neu adaptiert. Premiere hat zudem die Lackierung "AMG Magmabeam". 

AMG Track Package als Option

Carbon-Schalensitze mit orangen Akzenten im Innenraum. Das optionale AMG Track Package ist ein Muss. 

Das Cockpit des GT Black Series ist aufs Wesentliche reduziert – so wie es sich für ein echtes Tracktool gehört. Die AMG-Schalensitze aus Carbon sind serienmäßig mit orangenen Akzenten und Nähten versehen. Wer kein Freund von orange ist: Optional sind die Akzente auch in schlichterem grau erhältlich. Neu sind die Türtafeln mit Zuziehschlaufen, statt Griffen. Ansonsten gleicht das Cockpit samt AMG-Anzeigen, Displaytasten und mehr den nicht ganz so brutalen GT-Geschwistern. Ein absolutes Muss für den Black Series ist das optionale Track Package mit Überrollbügel, Vierpunkt-Gurten und Feuerlöscher. 

Wie teuer ist der GT Black Series? (Update!)

Eine kleine Überraschung gibt es bei der Limitierung: Der GT Black Series ist nicht auf eine bestimmte Stückzahl begrenzt, stattdessen ist der Bauzeitraum für lediglich ein Jahr festgelegt. Wie viele GT Black Series gebaut werden, hängt also von den Bestellungen und den Kapazitäten ab. Der Preis steht dagegen schon fest: 335.240 Euro wird der GT Black Series kosten. Damit liegt er deutlich über dem 700 PS starken Porsche 911 GT2 RS, der ohne das 29.750 Euro teure Weissach-Paket 285.220 Euro gekostet hat.

Der erste Black Series kam 2006 auf den Markt

Der GT ist erst das sechste Modell, das das jetzt schon legendäre Black Series-Kürzel tragen darf. Los ging es 2006 mit dem heute kaum noch bekannten Mercedes SLK 55 AMG Black Series, der aufgrund seiner viel bekannteren Black Series-Geschwister heutzutage ein Fall für absolute Kenner ist. Nach Vorbild des Formel 1 Safety Cars entstand ein 400 PS starker SLK mit zahlreichen Leichtbauteilen, dessen Dach sich nicht mehr öffnen ließ. Zu den gebauten Stückzahlen gibt es unterschiedliche Angaben, mehr als 120 SLK 55 AMG Black Series wurden aber wohl nicht gebaut. Nur ein Jahr später präsentierte Mercedes mit dem CLK 63 AMG das zweite Black Series Modell. Von dem 507 PS starken Coupé entstanden rund 700 Stück. Lange Zeit gab es den Black Series zu vergleichsweise günstigen Preisen ab 60.000 Euro auf dem Gebrauchtwagenmarkt, doch inzwischen ist auch der CLK 63 Black Series ein gesuchtes Sammlerstück, das es kaum noch unter 100.000 Euro gibt.

Sieben Jahre Pause

Vom 631 PS starken SLS AMG Black Series wurden nur 350 Stück gebaut. 

Im Jahr 2008 brachte Mercedes das bisher stärkste BS-Modell auf den Markt: Den SL 65 AMG Black Series. Der mächtige Sechsliter-V12-Biturbo leistet brutale 670 PS und die Karosserie wurde extrem verbreitert. Der Nachteil dieses auf 350 Exemplare limitierten Modells: Genau wie beim SLK 55 Black Series lässt sich auch das Dach des SL 65 AMG Black Series nicht mehr öffnen. Anschließend legte AMG eine Pause ein, bevor 2012 der C 63 AMG Black Series auf den Markt kam, der heute wohl das bekannteste Black Series-Modell sein dürfte. Das 517 PS starke Coupé wird zudem auffällig oft mit Nachbau-Bodykits kopiert. Das bisherige Highlight der Black Series-Geschichte ist fraglos der 2013 präsentierte SLS AMG Black Series mit 631 PS starkem V8-Sauger und brutalem Design. Der nur 350 Mal gebaute SLS Black Series ist heute ein gesuchtes Sammlerstück, das es nur selten unter 500.000 Euro gibt.

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