Luxuslimousinen von Mercedes im AMG-Trimm – gern als Prestigeobjekt genutzt, um zu zeigen, was man hat. Jetzt geht das auch mit der neuesten Generation, denn die AMG-Entwickler schieben das jüngste Topmodell nach. Natürlich als Plug-in-Hybrid, aber zur Erleichterung vieler nach wie vor mit V8
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Dabei legt man weniger Wert auf reine Performance, gibt der elektrischen Reichweite einen Tick mehr Gewicht. Dennoch ist der Mercedes-AMG S 63 E Performance mit 802 PS die stärkste je gebaute S-Klasse.

Günstig ist beim S 63 E Performance gar nichts

Jüngst hat Mercedes nun auch die Preise für die in Sindelfingen gebaute stärkste S-Klasse veröffentlicht. Der Basispreis: stattliche 208.392 Euro. Dazu nennen die Stuttgarter auch die Preise für einen Auszug an Einzelextras:
• 21-Zoll-Schmiederäder im Kreuzspeichendesign: 3808 Euro
• AMG Carbon-Paket Exterieur: 5831 Euro
• AMG Night-Paket: 1131 Euro
• AMG spezifische, abgedunkelte Kühlerverkleidung: 535 Euro
• Panorama-Schiebedach: 1940 Euro
• Sitzbezüge in Nappa-Leder: 417 Euro
• Keramikbremsanlage: 8925 Euro
• AMG Driver's Package inkl. V-Max-Anhebung auf 290 km/h: 2261 Euro

Mehr E-Reichweite und viel Leistung für den Hybridantrieb

Ganz oben auf der Liste potenzieller Käufer steht natürlich der Antriebsstrang – und der hat es in sich. Abgeleitet ist er vom Plug-in-System des GT 63 S E-Performance. Der direkt gekühlte Hochleistungsakku – Mercedes nennt das Ganze "HPB" (für High Performance Battery) – hat nun 13,1 kWh Kapazität. Die rein elektrische Reichweite erhöht sich dadurch auf 33 Kilometer.
Mercedes-AMG S63 E-Performance
Die vier Endrohre sind nicht nur zur Show: Der Vierliter-V8 darf in der stärksten S-Klasse nach wie vor sein sonores Lied trällern.
Bild: Hersteller

Damit die Performance dennoch nicht zu kurz kommt, leistet der Vierliter-V8 612 PS, weitere 140 kW (190 PS) steuert der E-Motor hinzu. Das ergibt im System ebenjene 802 PS und im Optimalfall irrwitzige 1430 Newtonmeter Drehmoment.
Die Fahrleistungen können sich dementsprechend sehen lassen: Von null auf hundert geht es in 3,3 Sekunden, bei 250 km/h regelt die Elektronik ab. Wer mag, kann sich die Vmax gegen Aufpreis auf 290 km/h abheben lassen. Beeindruckende Werte, vor allem wenn man bedenkt, dass der S 63 E Performance nach DIN 2520 Kilogramm auf die Waage bringt.

Auch auf winkligem Geläuf soll der S 63 eine gute Figur machen

Vor allem querdynamisch soll der S-AMG jedoch zugelegt haben. Dadurch, dass Akku und E-Motor an der Hinterachse sitzen, wurde das Gewichtsverhältnis optimiert, das automatisierte Zweigang-Getriebe sowie ein elektronisch gesteuertes Hinterachs-Sperrdifferenzial helfen beim Herausbeschleunigen aus Kurven. Die restliche Kraftübertragung übernehmen eine Neunstufen-Automatik und der vollvariable Allradantrieb.
Mercedes-AMG S63 E-Performance
Gediegener Luxus mit viel Touchbedienung im Innenraum.
Bild: Hersteller

Sollte der Akku mal während der Fahrt zur Neige gehen, ist die Rekuperation in vier Stufen wählbar: In der höchsten Stufe soll nahezu ein "One Pedal"-Fahrerlebnis wie bei einem vollwertigen Elektroauto einsetzen.
An Fahrprogrammen stehen mit "Electric", "Comfort", "Battery Hold", "Sport", "Sport+", "Glätte" und "Individual" gleich deren sieben zur Verfügung, mit denen sich der Fahrer auf jede Eventualität einstellen kann. Über diese Auswahl im Display in der Mittelkonsole oder am Lenkrad lässt sich auch das Ansprechverhalten von Motor, Getriebe und Lenkung variieren, die Fahrwerksdämpfung anpassen und sogar den Sound steuern.
Auch die Boostleistung des Elektromotors ist abhängig vom jeweiligen Fahrprogramm – via Kickdown-Befehl im Gaspedal ist allerdings die volle Leistung jederzeit in jedem Modus abrufbar.

Fahrdynamikregelung und Wankstabilisierung serienmäßig

Ebenfalls serienmäßig an Bord: eine intelligente Fahrdynamikregelung. So lässt die stärkste S-Klasse im Sport-Modus die Zügel einen Tick lockerer, während bei Sport+ die Dynamikregelung in den Pro-Modus wechselt und Agilität sowie Fahrbahnrückmeldung auf ein Maximum steigert – natürlich nur so viel, wie die Techniker das für eine Luxuslimousine als zuträglich erachten.
Mercedes-AMG S63 E-Performance
Hier lümmelt es sich sehr gediegen: Im Lounge-Modus fährt der Beifahrersitz vor, der Rücksitz in Liegeposition.
Bild: Hersteller

Um die Rückmeldung noch weiter zu steigern, wurde im Chassis unter anderem die Torsionssteifigkeit erhöht, der V8 ist nun erstmals in einer S-Klasse aktiv gelagert; und an den Aufnahmepunkten des Fahrwerks wurden zusätzliche Streben zur Versteifung verbaut. Selbst die Mulde, in der der Akku liegt, besteht aus Faser-Verbund-Kunststoff und trägt so zur Steifigkeit bei.
Fahrwerkseitig ist AMG Ride Control+ serienmäßig, also eine Luftfederung mit automatischer Niveauregulierung. Dadurch wird die S-Klasse etwa ab 120 km/h automatisch um 10 Millimeter abgesenkt. Innerhalb von Millisekunden werden die Dämpfer situationsbedingt und je nach gewähltem Fahrmodus angesteuert. Mit im Paket ist auch eine aktive Wankstabilisierung, die Aufbaubewegungen im Chassis elektromechanisch ausgleicht.
Mercedes-AMG S63 E-Performance
Eine Sechskolben-Bremsanlage verzögert die über 2,5 Tonnen sicher wieder hinunter.
Bild: Hersteller

Um den Radstand virtuell zu verkürzen, lenkt die Hinterachse bis Tempo 100 um bis zu 2,5 Grad gegenläufig zur Vorderachse ein. Bei höherem Tempo dreht sich das Ganze um – das System verbessert so den Geradeauslauf und die Fahrsicherheit bei Highspeed-Lenkbewegungen. Um das Ganze aus hohen Geschwindigkeiten wieder zum Stehen zu bringen, setzt AMG eine Bremsanlage mit 6-Kolben-Festsätteln vorn und 400-Millimeter-Scheiben ein. Optional verzögert der S 63 E Performance sogar mittels einer Carbon-Keramik-Verbundbremse.

Der S 63 kommt mit vollen Assistenz-Optionen

Auch die Liste der Fahrassistenzsysteme liest sich schier endlos: Adaptivtempomat, aktiver Lenk- und Spurhalte-Assistent, Verkehrszeichenerkennung, Spurwechsel-Assistent, Kreuzungs- sowie Totwinkel-Helfer sind an Bord des S 63.
Mercedes-AMG S63 E-Performance
Viel Leistung und dazu mehr rein elektrische Reichweite: Der S 63 E Performance wird seine Fangemeinde finden.
Bild: Hersteller
Das Drive-Pilot-System für hoch automatisiertes Fahren wird auch für die AMG-S-Klasse zu haben sein, allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt. Einen Grundpreis für den S 63 E Performance nennt Mercedes-AMG zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht.
Die Reise zur Sitzprobe wurde unterstützt von Mercedes-AMG. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.