Mercedes auf Irrfahrt in Rom
80-Jähriger steuert Mercedes Spanische Treppe hinunter

Bild: Soda Mujibullah / Instagram
Manche Navigationsgeräte haben offenbar einen ganz eigenen Sinn für Abkürzungen. Das bekam ein 80-jähriger Italiener am Dienstagmorgen in Rom eindrucksvoll zu spüren, als er mit seinem silbernen Mercedes auf der Spanischen Treppe strandete.
Richtig gelesen: Der Mann versuchte gegen 4.30 Uhr, die weltberühmte Barocktreppe mit dem Auto zu bezwingen – und scheiterte spektakulär.
Polizisten hielten an Spanischer Treppe Wache
Zum Glück hielten unterhalb der Treppe Polizisten Wache. Sie konnten Schlimmeres verhindern und den Fahrer stoppen, bevor er die 136 Stufen der Piazza di Spagna hinuntersegelte. Alkohol war nicht im Spiel – der Atemtest war negativ. Ob stattdessen das Navigationssystem die Route vorgab, ist noch unklar.
Fakt ist: Der Mann wurde angezeigt, das Auto musste von der Feuerwehr mit einem Kran geborgen werden.
Erinnerung an den Maserati-Fall
Ganz neu ist der Vorfall nicht: Bereits 2022 wurde ein saudischer Tourist in einem gemieteten Maserati erwischt, wie er die denkmalgeschützte Treppe hinabfuhr – ebenfalls laut eigener Aussage "geleitet vom GPS". Damals war der Schaden erheblich, der Fahrer wurde wegen mutwilliger Beschädigung eines Kulturerbes angeklagt. Im aktuellen Fall blieb die Treppe laut ersten Angaben unversehrt.
Fest steht: Ob Edelkarosse oder Mietwagen – der Versuch, ein Denkmal als Abkürzung zu nutzen, endet selten mit Applaus. Bleibt zu hoffen, dass künftig nicht mehr das Navi, sondern der Fahrer die letzte Entscheidung trifft – besonders in der Stadt mit den meisten Einbahnstraßen der Welt.
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