Die Parallelen sind eindeutig. Fußball-Deutschland sucht einen Nachfolger für Rudi Völler, Mercedes-Benz einen für Jürgen Hubbert. Mit dem Unterschied, dass dessen Managersessel bis April 2005 besetzt ist. Dann endet Hubberts Vertrag. Die Kandidatenlisten sind für beide Jobs gleich lang. Ein Top-Kandidat für den Mercedes-Chefposten hat sich selbst ins Abseits gestellt – Wolfgang Bernhard scheiterte ebenso kurz vor der Ziellinie wie Christoph Daum.

Nun ist Mercedes-Nutzfahrzeug-Chef Eckhard Cordes der Otto Rehhagel von Mercedes-Benz, der Wunschkandidat von Konzernlenker Schrempp. Doch auch Chrysler-Boss Dieter Zetsche, Smart-Chef Andreas Renschler, Ex-Mitsubishi-Vize Ulrich Walker, Mercedes-Benz-Forschungsvorstand Thomas Weber oder Vertriebsvorstand Joachim Schmidt werden bei der Besetzung des Spitzenpostens genannt. Eine Entscheidung soll auf der Aufsichtsratssitzung am 29. Juli fallen.