Mercedes C-Klasse-Fertigung verlagert
C-Klasse-Produktion zieht um

Statt in Sindelfingen soll die Mercedes C-Klasse ab dem Jahr 2014 in Bremen und in den USA gebaut werden. Sindelfingen soll stattdessen die Produktion des Mercedes SL bekommen.
(mit Material von dpa) Der Autokonzern Daimler will die Mercedes-C-Klasse ab 2014 nicht mehr in Sindelfingen bauen, sondern vor allem in Bremen und zum Teil in den USA. Im Gegenzug soll die Montage des Mercedes SL nach Sindelfingen verlagert werden, wie Daimler am Mittwoch (2. Dezember 2009) mitteilte. Bittere Ironie an diesem Zeitpunkt: Die Verlagerung wird 99 Jahre nach Gründung des Werks Sindelfingen stattfinden. Die Betriebsräte der beiden deutschen Standorte kritisierten die erwartete Entscheidung des Managements scharf: Mit der Standortverlagerung verabschiede sich der Autobauer ein Stück weit vom Standort Deutschland. Tausende Mitarbeiter legten in Sindelfingen aus Protest die Arbeit vorübergehend nieder.
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Betriebsrat in Sindelfingen kündigt Widerstand an

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Zetsche: "Standort Deutschland bleibt das Herz"
Vorstandschef Dieter Zetsche teilte mit: "Der Standort Deutschland ist und bleibt das Herz unseres Produktionsverbunds." Der Bau von Fahrzeugen in Tuscalooosa für den amerikanischen Markt ermögliche dort weiteres Wachstum in Zeiten eines starken Euro. Die zentrale Fertigung von Kompaktfahrzeugen der Marke Mercedes-Benz soll wie bisher im Werk Rastatt (Baden) bleiben. In Bremen wurde die Ankündigung der Produktionsverlagerung dagegen begrüßt: Der stellvertretende Betriebsratschef bei Daimler in Bremen, Jürgen Corrs sagte, die Entscheidung gebe im Moment dem Bremer Werk "Luft zum Atmen". Doch wer wisse schon, ob der Markt 2014 die C-Klasse auch in dem Umfang abfrage. Zudem schmerze die Bremer natürlich, dass sie die Mercedes-SL-Montage verlieren. Sindelfingen ist eines der ältesten Werke von Mercedes. Es wurde 1915 von der Daimler Motoren-Gesellschaft ursprünglich für die Produktion von Flugzeugmotoren gebaut, seit der Firmenfusion mit Benz & Cie. im Jahr 1926 entstanden hier unzählige Mercedes-Typen, darunter der "große" Mercedes 600 ab 1963, nahezu alle Mittel- und Oberklasse-Modelle sowie der Maybach. Derzeit sind dort fast 30.000 Mitarbeiter beschäftigt.
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