Mercedes C-Klasse: Gebrauchtwagen der Woche

Mercedes C-Klasse: Gebrauchtwagen der Woche

Strahlt auch nach Jahren

Die C-Klasse ist der weltweite Bestseller im Mercedes-Portfolio. Auch qualitativ fährt der Sternenträger ganz vorne mit dabei. Ein paar Schwächen gibt es aber dennoch.
“Das Beste kennt keine Alternative“ – mit diesem Slogan präsentierte Mercedes 2014 die vierte Generation ihrer Mittelklasse. Der Hersteller beansprucht damit ganz unmissverständlich die Pole-Position für seine volumenstärkste Baureihe. Mit hohen Standards sowie technologischen Innovationen sollte weltweit die Marktführerschaft erobert werden. Wie erwartet wurde die C-Klasse (intern W 205) ein Erfolg. Und selbst als Gebrauchtwagen kann die Premium-Mittelklasse einen Sieg verbuchen.
 

Der Stern auf der Motorhaube ist nicht gänzlich weg. Gegen Aufpreis ist dies möglich, serienmäßig ist der Stern aber im Kühlergrill eingelassen.

Mit dem W 205 führte Mercedes viele Neuerungen ein, auf die regulär größere Baureihen zurückgreifen. Dazu zählt die “Modulare Hinterradantriebs Architektur“ (MRA). Diese Fahrwerkstechnik bescherte der C-Klasse eine aufwendige Vierlenker-Vorderachse, serienmäßig ein Agility-Control-Fahrwerk und erstmals Luftfederung. Die Luftfederung samt adaptiver Dämpfung, ein echtes Novum in der Mittelklasse, sorgt für guten Federungskomfort. Der Schwerpunkt liegt zwar auf dem Komfort, aber auch fahrdynamisch gibt sich der W 205 keine Blöße. Die Lenkung arbeitet geschmeidig und präzise. Assistenzsysteme gibt es in Hülle und Fülle, neu in der C-Klasse ist der aus E- und S-Klasse bekannte Abstandsregeltempomat Distronic Plus mit Lenkassistent und Stop & Go-Pilot, der ein autonomes Staufolgefahren bis zu einem Tempo von 60 km/h ermöglicht. Zu diesem Paket zählt auch der aktive Spurhalte-Assistent. Ebenfalls neu: Serienmäßig ist der Mercedes-Stern nun in den Kühlergrill eingelassen. Wer den Stern auf der Motorhaube will, zahlt Aufpreis.

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Stärken der C-Klasse

Technisch ist die Premium-Mittelklasse solide. Bei der Hauptuntersuchung geben relevante Bauteile keinen Anlass für Kritik. Trotz höherer Laufleistung als beim Durchschnitt, gibt es überdurchschnittlich viele Exemplare ohne Mängel. Aufgrund der guten Ergebnisse wurde die C-Klasse im TÜV-Report 2019 auch zum Sieger in der Kategorie der Mittelklasse. Aufpassen sollte man jedoch bei Kilometerfressern, wie etwa Exemplaren, die als Taxen unterwegs waren. Hier schwächeln schon mal Achsaufhängungen sowie Lager. Sonst gibt es bei den W-205-Modellen beim Fahrwerk aber keine Beanstandungen. Hier geht es zu gebrauchten Mercedes C-Klassen

Viel Auswahl

Seit 2015 ist der Mercedes C 350 Plug-in-Hybrid im Programm.

Die C-Klasse bietet Mercedes als viertürige Stufenheck-Limousine, als T-Modell genannter Kombi (S 205), als Coupé (C 205, ab Dez 2015) sowie ab 2016 als Cabriolet an (A 205). Doch nicht nur bei den Karosserieformen hat der Kunde viel Auswahl, auch das Antriebsprogramm ist umfangreich. Die breite Motorenpalette deckt ein Leistungsband von 116 PS (C 180 d) bis zu 510 PS (AMG C 63 S) ab. Zur Wahl stehen Vierzylinder-Reihen- und V6-Motoren, als Benziner, Diesel sowie als Hybrid (ab 2015 Ottomotor-Plug-in-Hybrid und ab 2018 Diesel-Vollhybrid). Motorseitig sorgt schon das schwächste Aggregat unter der Haube für adäquate Fahrleistung. Wer jedoch häufig Langstrecken mit vollgepacktem Kofferraum fährt, sollte eines der stärkeren Aggregate wählen. Seltenheitswert hat die Handschaltung, die nur bei den Vierzylindern verfügbar war.
 

Der große Bildschirm ist modern, in der Bedienung jedoch teils kompliziert.

Die Platzverhältnisse sind klassenüblich, und das geschmackvolle Cockpit sowie die erstklassige Materialqualität und Verarbeitungsgüte überzeugen. Als erstes Modell von Mercedes erhält der W 205 ein Head-up-Display sowie ein Touchpad für die Infotainment-Bedienung. Der große Monitor ist zwar modern, seine Bedienung ist allerding nicht selbsterklärend und bedarf ein wenig Eingewöhnung. Im Vergleich zum Vorgänger ist der W 205 um knapp zehn Zentimeter gewachsen. Das meiste davon steckt im Vorderwagen, nur zwei Zentimeter kommen den Hintensitzenden zugute. Die Limousine fasst 480 Liter - exakt so viel wie die Konkurrenten Audi A4 und BMW 3er. Im nur 1,6 Zentimeter längeren Kombi haben alle Insassen mehr Kopffreiheit und der Kofferraum fasst beim T-Modell maximal 1510 Liter.

Teuer, aber überzeugend

Als Neuwagen war die Mercedes C-Klasse teuer. Wer mehr als nur die nüchterne Basisausstattung wollte, musste für seine Mittelklasse tief in die Tasche greifen. Den Basispreis von anfänglich 32.000 Euro (für den C 160) zahlten die wenigsten. Als Gebrauchtwagen ist der W 205 ebenfalls kein Schnäppchen, aber deutlich günstiger. Mindestens 15.000 Euro sollte man für das Premium-Fahrzeug zur Seite legen. Vergolten wird das dem Käufer durch hohes Komfortniveau, gute Qualität sowie hohe Sicherheitsstandards. Mit der optionalen Luftfederung bietet die C-Klasse auch ein Alleinstellungsmerkmal, das man nur von höheren Klassen kennt.

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Kombi Coupé Cabrio

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