Mercedes C-Klasse (W 205): Gebrauchtwagen

So gut ist die aktuelle C-Klasse

Die Mercedes C-Klasse (W 205) bekommt vom TÜV gute Noten, überzeugte im AUTO BILD-Dauertest und kann auch als Gebrauchtwagen was. Hier kommen ihre Stärken und Schwächen und drei Angebote.
Die Mercedes-Benz C-Klasse der Baureihe (W 205) ist eine glatte Empfehlung für Gebrauchtkäufer. Vom TÜV bekommt der seit 2014 gebaute Typ durchweg sehr gute Note, darüber hinaus kürte der TÜV-Report 2019 den Benz zur besten Mittelklasse. Im 100.000 Kilometer langen Dauertest bei AUTO BILD wusste ein W 205 zu überzeugen und auch der Gebrauchtwagentest ging zu Gunsten des Benz aus.

Vom TÜV bekommt die C-Klasse fast ausschließlich Top-Noten

Der C 250d fährt kraftvoll und gleichzeitig sparsam, nagelt nach dem Kaltstart aber deutlich vernehmbar.

Der TÜV-Report 2019 schwärmt geradezu von der Mercedes C-Klasse W 205. Für arg konservative Kunden war das von fernöstlicher Vorliebe für Bling-Bling geprägte Design zwar vielleicht auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig. Doch technische Errungenschaften wie die aufwändige Vierlenker-Hinterachse, die erstmals in der Mittelklasse erhältliche Luftfederung oder der als besonders schadstoffarm eingestufte OM-654-Motor wogen das auf. Der W 205 gleitet beinahe wie ein fliegender Teppich. Die meisten Unebenheiten der Straße filtert das Fahrwerk heraus, den Rest erledigen die ausgezeichneten Sitze. Und dennoch kann das Fahrwerk auch mit spitzen Kehren umgehen. Die Lenkung funktioniert so präzise wie bei kaum einem Mercedes vorher. Das gewaltige Angebot an Reihenvierzylindern und V6-Motoren, Benzinern und Dieseln sowie Hybriden ist kaum zu überblicken. Die Mehrheit der Käufer hat sich bisher für Siebengang- oder Neungang-Automatikgetriebe entschieden. In den TÜV-Prüfkapiteln Umwelt, Bremsen und Licht holt sich der Daimler überall die volle Punktzahl. Nur bei der Achsaufhängung schauen die Prüfer genauer hin, haben bisher aber noch nicht viel zu beanstanden. Ein Rückruf betraf fehlerhafte Gurtstraffer, undichte Hochdruckleitungen der Diesel brachte Daimler so in Ordnung.
In Wittlich (Rheinland-Pfalz) wird momentan ein Mercedes C 250d inseriert. Der graue Benz ist laut Anzeige unfallfrei und scheckheftgepflegt, hatte erst einen Vorbesitzer und bekommt beim Kauf frischen TÜV. Die Gesamtlaufleistung des C 250d beträgt überschaubare 50.509 Kilometer.

Mercedes C 250d

Mercedes C 250d für 29.760 Euro

Nur ein Detail trübte das Dauertest-Ergebnis

Das T-Modell ist gerade 1,6 Zentimeter länger als die Limousine. 1510 Liter passen maximal rein.

Der beinharte AUTO BILD-Dauertest über 100.000 Kilometer ergab, dass die C-Klasse W 205 an Mercedes' Maxime "das Beste oder nichts" sehr nahe herankommt. Ihre Alltagstauglichkeit und die Langzeitqualität verdienten sich das Prädikat exzellent, beginnend im Innenraum. Dort zeigte sich der weiße C 250d 4Matic T (Bild rechts), der zum Test antrat, als so edel eingerichtet und so sauber verarbeitet wie eine S-Klasse. Der 204 PS starke Selbstzünder beruhigte sich nach vernehmlichem Nageln beim Kaltstart schnell und setzte seine 500 Nm maximales Drehmoment mit Nachdruck ein, um den 1,8 Tonnen schweren Wagen in Schwung zu bringen. Die Siebenstufen-Automatik dieses Vor-Mopf-Modells hatte auf die meisten Anforderungen die passende Antwort und ließ sich höchstens von spontanem Umschalten von gemütlichem Rollen zu Vollgas aus der Ruhe bringen. Vor allem auf langer Strecke spielte der Mercedes seine Stärken aus. Da begeisterte er das Redaktionsteam nicht nur mit seinem Komfort, sondern auch mit hervorragender Geräuschdämmung und perfekter Klimatisierung. Punkte zogen die Redakteure nur für das unnötig komplexe Infotainment-System und das altbacken wirkende Navi ab. Selbst die sensible Technik an Bord hielt die 100.000 Kilometer durch. Nur ein Sensor des Spurhalte-Assistenten fiel auf dem Weg aus.
Ein Händler in Bottrop (NRW) bietet aktuell ein silbernes Mercedes C 350 e T-Modell an. Der Kombi ist in der Farbe Iridiumsilber lackiert, bisher 60.848 Kilometer gelaufen und hatte einen Vorbesitzer. Der Zustand ist laut Anzeige unfallfrei, aber der Daimler wurde nicht scheckheftgepflegt.

Mercedes C 350 e

Mercedes C 350 e für 29.885 Euro

Gebrauchtwagen: Bei Beanspruchung können Kleinigkeiten nerven

Der AMG C63 S ist eine Urgewalt auf vier Rädern. Kein Wunder, dass die Reifen schnell rauchen.

Im Alltag sind es Kleinigkeiten, mit denen die C-Klasse W 205 nerven kann. Mal sind es winselnde Lenkungen, mal poltern die Vorderachsen, mal klappern Verkleidungen, die heute auch bei Mercedes nicht mehr für die Ewigkeit gemacht scheinen. Manche Besitzer beschweren sich über quietschende Bremsen, andere über quietschende Kofferraumabdeckungen beim T-Modell. An Artikeln wie den arg simpel geratenen Türschlossfängern sieht man, dass der Rotstift in der Entwicklung des W 205 trotz allem eine Rolle gespielt hat. Schlappe Batterien können das Start-Stopp-System oder gleich das ganze Auto lahmlegen. Die wahlweise erhältliche Mittelkonsole in Hochglanzschwarz entpuppt sich auf lange Sicht als Fehlgriff, weil sie recht kratzempfindlich ist. Immerhin muss man Mercedes zugute halten, dass sie sich bei einer vollständigen Wartungshistorie des Autos in vielen Fällen erstaunlich kulant zeigen. Eine eher psychologische Ursache könnten die Beschwerden über laute Windgeräusche haben. Die Geräusche sind vorhanden, doch der W 205 ist einfach grundsätzlich extrem leise. 2018 wurde die C-Klasse modellgepflegt. Das sollte einen großen Teil der Mängel abgestellt haben. Aber je jünger der Gebrauchte, desto potenziell höher der Preis.
In Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg) steht ein Mercedes C 63 AMG aus dem Oktober 2014 zum Verkauf. 57.616 Kilometer stehen auf dem Tacho. Der Zustand des roten Benz mit einem Vorbesitzer wird als unfallfrei beschrieben, scheckheftgepflegt ist er aber ebenfalls nicht.

Mercedes C 63 AMG

Mercedes C 63 AMG für 39.200 Euro

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