Mercedes CLE 200 Cabrio: Beliebte Basisversion
Reichen 204 PS im Mercedes CLE Cabrio?
Bild: Mercedes
- Stefan Grundhoff
Zugegeben, es geht noch weniger. Mercedes bietet sein Oberklassecabrio sogar als schmalen CLE 180 an. Das ist dann vielleicht doch etwas zu wenig des Guten und nichts für die Südkoreaner. Ebenso wie auf anderen asiatischen Märkten macht auch bei den Modellen der Premiumliga eher das Fahrzeug, denn dessen Motorisierung die Musik. Und ebenso wie die luxuriöse Oberklasselimousine der E-Klasse erfreut sich auch der offene Mercedes CLE als 200er-Version mit vergleichsweise überschaubaren 150 kW / 204 PS zwischen Seoul und Busan der größten Beliebtheit.
Immerhin bieten die Schwaben noch Cabriolets und Coupés an. Zwar stiegen die Sternen-Verantwortlichen bereits vor Jahren aus S-Klasse Coupé und Cabrio sowie dem vom SLK zum SLC mutierten Mittelklasseroadster aus. Zudem entschied man sich, die beiden allzu eng positionierten Cabrios von Mercedes C- und E-Klasse zum aktuellen CLE mit sehenswertem Design und üppigen Dimensionen und einem entsprechenden Komfortniveau zusammenzufassen.
Mild-Hybrid-System senkt den Verbrauch
Hier entscheiden sich trotz eines Leergewichts von über 1,9 Tonnen und einer Fahrzeuglänge von 4,85 Meter überraschend viele Kunden für den Basisvierzylinder, der im CLE 200 Cabrio jene 150 kW / 204 PS / 320 Nm leistet, die gerade bei niederen Drehzahlen oder einem Zwischenspurt von einem Mild-Hybrid-System mit 17 kW / 23 PS unterstützt werden.

Auch im Innenraum macht das CLE Cabriolet eine gute Figur.
Bild: Mercedes
Das spart nicht nur die Lichtmaschine und senkt den Verbrauch in der City, sondern sorgt auch dafür, dass der aufgeladene Zweiliter-Vierzylinder direkter am Gas hängt. Die Fahrleistungen selbst sind für ein viersitziges Cabriolet für Sommer- wie Winterbetrieb und sogar einem verfügbaren Allradantrieb alles andere als schlecht.
Fahrzeugdaten | Mercedes-Benz CLE 200 Cabriolet |
|---|---|
Motor | Reihenvierzylinder Benziner |
Hubraum | 1.999 cm |
Leistung | 150 kW / 204 PS – zusätzlicher E-Motor: 17 kW/23 PS – 205 Nm |
Drehmoment | 320 Nm ab 1.700 U/min |
Getriebe | 9-Gang-Automatik |
Antrieb | Hinterrad / Allrad |
Höchstgeschwindigkeit | 236 km/h |
Beschleunigung 0-100 km/h | 7,9 Sekunden |
Verbrauch | 6,7 l/100 km – 152 g/km |
Kofferraumvolumen | 385 Liter |
Leergewicht | 1.925 kg |
Grundpreis | ab 59.097 EUR |
Aus dem Stand spurtet der CLE 200 in 7,9 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 236 km/h. Wer sportlich unterwegs sein will und sich den Fahrtwind, untermalt von einem satt klingenden Reihensechszylinder durchs Haar wehen lassen möchte, der wird mit dem 200er zwar keine perfekte Lösung, aber eine solide Lösung finden.
Mercedes CLE Cabriolet bis zu 236 km/h schnell
Damit ist das Mercedes CLE Cabriolet ohnehin ein lässiger Cruiser und locker im Verkehr mitschwimmen kann auch der 200er bestens – wenn gewünscht bis weit über 200 km/h. Für dynamische Kurvenfahrten oder mit Volldampf auf der linken Spur gibt es andere Kunden – und andere Autos – auch mit Stern.

Für das CLE 200 Cabriolet werden mindestens 59.097 EUR fällig.
Bild: Mercedes
Dabei fällt bei dem Basispreis von knapp 60.000 Euro nicht ins Gewicht, dass der CLE als 200er gerade einmal 6,7 Liter Superkraftstoff auf 100 Kilometern verbraucht. Doch wenn der Motor flott beschleunigt und sich die Neungang-Automatik dezent im Hintergrund müht, Hubraumdefizite zu überspielen, fehlen nicht nur die Emotionen und der Klang, sondern insbesondere die kraftvolle Souveränität, die man sich für ein Cabriolet in dieser Klasse sucht. Dafür reichen allerdings auch nicht der effiziente 220d oder der allemal engagierte CLE 300 als Cabriolet. Dann muss es schon der CLE 450 sein, der obligatorisch an einen Allradantrieb gekoppelt ist und fast 90.000 Euro kostet.
Doch nicht nur so manchem Asiaten reichen eben auch das ausgewogene Fahrwerk, das exzellente Komfortniveau, die edle Anmutung und das ordentliche Platzangebot, um den CLE offen wie geschlossen – Sommer wie Winter – überzeugen zu lassen. Dafür sorgen nicht zuletzt exzellente, weil auch klimatisierte Sitze, ein ausfahrerbares Windschott und allerhand Komfortdetails, mit denen auch die große Fahrt zum Erlebnis wird. Egal ob an den Bodensee, in die Toskana oder von Seoul nach Busan.
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