Mercedes CLK DTM AMG P900: Preis, Prototyp, selten, V8

Von diesem auffälligen AMG wurden nur zwei Stück gebaut

Vom Mercedes CLK DTM AMG P900 wurden nur zwei Stück gebaut. Diese beiden Prototypen dienten als Testfahrzeuge für einen ganz besonderen AMG-Motor!
Schon mal vom Mercedes CLK DTM AMG P900 gehört? Nicht? Das macht nichts, denn vom orangen Monster-Benz wurde nur zwei Prototypen gebaut. Doch die Geschichte hinter dem P900 ist interessant und aktuell steht eines der beiden Fahrzeuge sogar zum Verkauf!
Schon der "normale" Mercedes CLK DTM AMG wurde nur in einer Kleinserie (100 Coupé und 80 Roadster) gebaut und von normal in Zusammenhang mit dem CLK DTM zu schreiben fühlt sich irgendwie falsch an. Schließlich wurde das Sondermodell im Jahr 2004 zur Feier einer von Mercedes dominierten DTM-Saison aufgelegt und beeindruckt mit seiner brutalen Optik und dem 582 PS starken V8-Kompressor noch heute!

Der Heckflügel wurde eins zu eins vom Rennwagen übernommen und ist deutlich brutaler als der des CLK DTM.

©autoleitner.nl

Doch gegen den P900 wirkt sogar der CLK DTM AMG normal. Die beiden Prototypen stammen aus dem Jahr 2005 und sind noch mal auffälliger und radikaler als der CLK DTM, der bereits aussieht, als habe das Team von HWA lediglich kurz die Sponsoren-Aufkleber des DTM-Rennwagen abgezogen. Und das liegt nur bedingt an der Lackierung in knallorange. Auf dem Heck des P900 thront der originale, zweieteilige Heckflügel des DTM-Rennwagen, der sogar die Mega-Theke eines Mercedes 190 Evo II in den Schatten stellt. Zudem trägt der P900 vier Endrohre, während der CLK DTM seine Abgase durch zwei ovale Auspuffrohre ins Freie bläst.
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Außenspiegel vom DTM-Rennwagen

In der Seitenansicht fällt als Erstes die unübersehbare "AMG-Folierung" auf. Ist ja klar, dass ein offizielles Demo- und Testfahrzeug für maximale Aufmerksamkeit sorgen soll. Das dürfte mit dem P900 zweifelsfrei geglückt sein. Bei genauem Hinschauen fallen die Kunststoff-Seitenscheiben und die winzigen Außenspiegel auf, die ebenfalls eins zu eins vom CLK DTM Rennwagen aus der Saison 2003 übernommen wurden. Hinzu kommen Radhausentlüftungen, sogenannte Louvres, in den vorderen Kotflügeln, sowie zusätzliche Flics an der Frontschürze und ein größerer Frontsplitter. Im Vergleich zum serienmäßigen CLK DTM hat der P900 einen schwarzen Kühlergrill ohne jeglichen Chrom und scheint lediglich mit Halogen-Scheinwerfern ausgestattet zu sein.

Radikaler Innenraum mit Vollkäfig

Vollkäfig, Notausschalter, digitales Kombiinstrument und mehr: Rennwagen-Flair im Cockpit des P900.

©autoleitner.nl

Auch der Innenraum ist noch radikaler als der des CLK DTM. Die Schalensitze sind zwar gleich, doch sind sie im P900 statt mit Leder mit schwer entflammbarem Perlonvelour bezogen. Zudem haben die beiden Prototypen einen Vollkäfig, einen Notausschalter, sowie ein digitales Kombiinstrument aus dem Motorsport verbaut. Typisch Rennwagen sind die unverkleidete Lenksäule, die auf das Allernötigste reduzierte Mittelkonsole und das fast schon eckige Wildlederlenkrad, das im P900 zusätzlich mit Schaltblitzen versehen ist.

P900 mit legendärem 6,2-Liter-V8-Sauger

Kein V8-Kompressor! Stattdessen der heute legendäre 6,2-Liter-V8-Sauger (M 156).

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Doch der größte Unterschied verbirgt sich unter der Haube. Die vier Endrohre des P900 geben schon einen ersten dezenten Hinweis darauf, dass unter der Haube nicht der angestammte 5,4-Liter-V8-Kompressor (M 113) des CLK DTM arbeitet, sondern der inzwischen legendäre 6,2-Liter-V8-Sauger (M 156). Der CLK DTM AMG P900 war ein offizielles Test-/Demofahrzeug für den V8-Sauger, der im Anschluss in so ziemlich jede Baureihe bei Mercedes eingebaut und erst 2015 in Rente geschickt wurde. Mit 510 PS und 630 Nm war der 6208 ccm große V8 im P900 allerdings deutlich schwächer als der Kompressor-aufgeladene V8, der im CLK DTM 582 PS und 800 Nm leistete.
Historisch gesehen ist der P900 aber damit eines der ersten, wenn nicht sogar das erste Modell, das mit dem in Eigenregie von AMG entwickeltem V8-Sauger ausgestattet wurde. Offiziell eingeführt wurde der M 156 im Jahr 2006 im E 63 AMG der Baureihe 211. Vom P900 wurden nur zwei Exemplare gebaut und während eins der beiden Fahrzeuge bis heute im Besitz von AMG ist und in den USA ausgestellt wird, steht der zweite Prototyp aktuell zum Verkauf. Der niederländische Händler Auto Leitner hat den P900 mit nur 1500 Kilometern aus einer deutschen Sammlung erworben und bietet ihn jetzt zum Preis von 595.000 Euro an. Definitiv eine einmalige Gelegenheit für Sammler, die jedoch nicht ganz günstig ist. Trotz weniger Leistung ist der P900 rund doppelt so teuer wie ein CLK DTM AMG Coupé aber gleichzeitig auch 50 Mal so selten.

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Fotos: autoleitner.nl

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