Mercedes CLK DTM AMG: Test, kaufen, Preis

Der Mercedes CLK DTM lässt den CLK 63 AMG Black Series alt aussehen

Vom Mercedes CLK DTM AMG wurden nur 100 Stück gebaut. AUTO BILD durfte das Sondermodell mit V8-Kompressor und 582 PS fahren!
"Vom Rennsport auf die Straße": Dieser Slogan wird von vielen Autoherstellern seit Jahren inflationär genutzt. Mit ihm sollen sogar Modelle vermarktet werden, die praktisch nichts mit dem Rennsport gemein haben. Aber es gibt auch Ausnahmen, dazu zählt der Mercedes CLK DTM AMG. Das limitierte Sondermodell wurde zur Feier einer ganz besonderen DTM-Saison aufgelegt: 2003 dominierte Mercedes die DTM und gewann mit dem CLK DTM neun von zehn Rennen.
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Eine Sensation, und Bernd Schneider sicherte sich seinen vierten Titel. 2004 kam die in einer Kleinserie von nur 100 Exemplare gebaute Straßenversion des Rennautos auf den Markt. 16 Jahre später beeindruckt der DTM noch immer!
● Sondermodell zur Feier der DTM-Saison 2003
● auf 100 Exemplare limitiert
● 5,5-Liter-V8-Kompressor (M 113 E 55 ML)
● 582 PS, 800 Nm Drehmoment
● 0-100 km/h in 4,1 Sekunden, 320 km/h Topspeed
● ehemaliger Neupreis: ab 236.060 Euro
● heutiger Wert: etwa 300.000 Euro
Ortstermin bei "Mechatronik" in Pleidelsheim. Der Mercedes-Spezialist hat einen CLK DTM AMG mit jungfräulichen 11.700 Kilometern zum Verkauf, den ich fahren darf. Doch der Reihe nach. Die Optik lässt sich mit einem Wort beschreiben: brachial. Das Besondere an den XXL-Radhäusern und dem aufgesetzten Heckflügel: Alle, die den DTM nicht kennen, könnten denken, es handele sich um einen normalen CLK, der mit einem Bodykit aus dem Tuningkatalog verschandelt wurde. Doch der DTM kam genauso aus dem Werk, beziehungsweise von HWA: Die Motorsport-Spezialisten wurden mit der Entwicklung des Sondermodells beauftragt. Das klare Ziel war, so viel wie möglich vom Rennwagen zu übernehmen.
Neues Modell im Test: Mechatronik Project 107

Noch extremer ist nur der CLK GTR

Mehrteilige Felgen und XXL-Radhäuser sind zwei Erkennungsmerkmale des CLK DTM.

©AUTO BILD / Jan Götze

Zwar basiert die Straßenversion auf dem CLK der Baureihe C 209, doch viele Gemeinsamkeiten gibt es nicht mehr. Der DTM sieht aus, als habe das HWA-Team nur kurz die Sponsoren-Sticker vom Rennwagen entfernt und die Slicks gegen Straßenreifen getauscht. Im Vergleich zum CLK DTM wirkt sogar der drei Jahre später vorgestellte CLK 63 AMG Black Series zurückhaltend. Noch extremer ist tatsächlich nur der mehrere Millionen Euro teure CLK GTR! Im Innenraum geht es radikal weiter. Die Rückbank entfällt. Welches Rennauto braucht schon Rücksitze? Stattdessen wurden Hutablage und Co großflächig mit Carbon ausgekleidet. Eine Carbonstrebe fungiert als Befestigungspunkt für die Hosenträgergurte. Normale Sicherheitsgurte hat der DTM gar nicht. Die Türtafeln sollten in diesem Fall eher "Carbontafeln" heißen – mehr als eine riesige Kohlefaserfläche sind sie letztendlich nicht. Die Sitze verdienen den Zusatz "Schalen", ganz im Gegensatz zu einigen Sportmodellen aus jüngeren Baujahren. Dann ist da noch das Lenkrad: Es ist klein, fast eckig und mit Wildleder bezogen, denn Alcantara kann ja schließlich jeder.

5,5-Liter-V8-Kompressor mit 582 PS

Der Innenraum ist leegeräumt und mit viel Carbon ausgekleidet. Die Schalensitze bieten top Seitenhalt!

©AUTO BILD / Jan Götze

Ich schnalle mich fest und starte den V8-Kompressor, denn jetzt wird gefahren! Der Leerlauf-Sound des 582 PS starken DTM ist präsent, aber nicht nervig. Den kleinen, metallischen Gangwahlhebel auf "Drive", und los geht's. Nach wenigen Metern denke ich mir, dass die Fünfgang-Automatik so langsam mal in den zweiten Gang schalten könnte. An dieser Stelle ein kleiner Einschub: Ich war schon immer ein riesiger Fan des CLK DTM. Optik, Motor, Exklusivität – alles Punkte, die für das seltene Sondermodell sprechen. Meine Befürchtung war jedoch, dass das Gesamtpaket unter dem Getriebe leiden könnte. Ich meine, eine Fünfgang-Automatik ist nicht unbedingt die sportlichste Getriebewahl – und wer Mercedes-Automatikgetriebe aus den 2000ern kennt, der weiß, dass die in der Regel alles andere als sportlich abgestimmt sind.

Wie sportlich ist die Fünfgang-Automatik?

Tacho bis 360 km/h, digitaler Drehzahlmesser: Das gibt es nur beim DTM.

©AUTO BILD / Jan Götze

Schmälert das Getriebe also den Fahrspaß im CLK DTM? Klare Antwort: nein! Dass die Automatik nach einigen Metern nicht hochschaltet, liegt daran, dass der DTM immer im manuellen Modus startet und ich als Fahrer selbst per Wippe hochschalten muss. Möchte ich das nicht, muss ich einen von drei Kippschaltern in der Mittelkonsole umlegen, um in den Automatikmodus zu wechseln. Es wirkt, als wolle der DTM mich als Fahrer indirekt zum Schnellfahren auffordern. Ganz nach dem Motto: Übernimm du das Schalten!
Das mache ich gerne, zumal die metallischen Schaltwippen bei jedem Gangwechsel herrlich klacken. Die ersten paar Kilometer geht es durch die Stadt. Hier fühlt sich der DTM gar nicht wohl. Ich übrigens auch nicht: Ich sitze festgezurrt im Schalensitz und fühle mich wie Bernd Schneider, fahre aber die gesamte Zeit zwischen 40 und 50 km/h. Schlaglöcher schluckt der DTM eher widerwillig, dafür ist das Fahrwerk nicht ausgelegt.
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0-200 km/h in 12,2 Sekunden

Dann endlich kommt das Ortsausgangsschild. Zweiter Gang, Vollgas! Der DTM mit V8-Kompressor marschiert dermaßen brutal nach vorne, dass ich direkt wieder vom Gas gehe, um meinen Führerschein nicht zu gefährden. Dank 582 PS und 800 Nm fühlt sich der CLK DTM auch 16 Jahre nach Präsentation noch richtig schnell an. Mit diesem Benz braucht man sich nicht vor GT3 und Co verstecken. Neben dem alles andere als langsamen Getriebe überrascht mich vor allem das Einlenkverhalten. Der DTM lenkt so direkt ein, dass man denken könnte in einem nur 1200 Kilo leichten Sportwagen zu sitzen. Dabei wiegt der 4,65 Meter lange CLK leer immerhin 1690 Kilo. Den jüngeren CLK 63 AMG Black Series übertrumpft der DTM gnadenlos in allen Disziplinen: 0-100 km/h in 4,1 Sekunden, 0-200 km/h in 12,2 Sekunden, Topspeed 320 km/h und ein ehemaliger Neupreis von 236.060 Euro.

Der Kompressor-Sound ist ein Traum

Nach der Testfahrt ist Redakteur Jan Götze vom Mercedes CLK DTM AMG völlig überrascht: "Ich bin begeistert!"

©AUTO BILD

Untermalt wird die Beschleunigung vom unvergleichlichen Kompressor-Sound. In der heutigen Turbowelt kann man schnell vergessen, wie gut so ein Kompressor doch klingt. Dabei spreche ich weniger vom Auspuffsound als vielmehr vom Ansauggeräusch aus dem Motorraum. Am Ende des Tages geht es auf die Autobahn. Vom Beschleunigungsstreifen ab auf die linke Spur und durchladen. Dank offenem Fenster bietet der DTM ein ganz besonderes Soundspektakel. Der bis über 6000 U/min drehende V8 ballert durch den Doppelauspuff von hinten, vorne saugt der Kompressor so viel Luft wie möglich auf. Diese Mischung hallt durch die Leitplanke direkt in den Innenraum und ist in diesem Moment unbezahlbar.
"Unbezahlbar" stimmt allerdings nicht ganz, denn von den 100 gebauten CLK DTM Coupé stehen immer mal wieder einzelne Exemplare zum Verkauf. So auch mein Testwagen. Mit nur 11.700 Kilometern möchte Mechatronik 299.000 Euro für das Sondermodell haben. Teurer als ein Porsche 911 GT3 oder GT3 RS – doch die sind im Vergleich zum DTM auch Massenware.

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Fotos: AUTO BILD

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