Mercedes E 60 AMG (1995) wird versteigert
Seltener Mercedes E 60 AMG könnte ein Vermögen bringen

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Der Mercedes E 500 ist ein Traumwagen und für viele Fans die Krönung der legendären 124er-Baureihe. Doch in den 90er-Jahren ging noch mehr! Allen, denen die anfänglich 326 und später 320 PS des 500er nicht ausreichten, die konnten in Affalterbach den brutalen E 60 AMG bestellen. Eines dieser Exemplare wird jetzt versteigert!
Im Rahmen der "Garden Party St. Tropez"-Auktion bietet Artcurial den 1995er Mercedes E 60 AMG in der Außenfarbe "Blauschwarz Metallic" (Farbcode 199) an. Um zu verstehen, was den E 60 so besonders macht, müssen wir zurückblicken.
Das damalige Topmodell entstand auf Basis der Powerlimousine Mercedes E 500. AMG bekam die Rohkarossen geliefert und konnte sich dann richtig austoben. Zuerst wurde der M119-E50 genannte V8 auf 6,0-Liter (5956 cm³) Hubraum aufgebohrt und bekam das Kürzel M 119-E60 verpasst. Die Leistung stieg von 320 PS und 470 Nm auf 381 PS und 580 Nm an. Die Kraftübertragung übernimmt eine Viergang-Automatik aus dem SL 500. So soll die Powerlimousine in 5,4 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und locker 250 km/h schaffen. Experten behaupten sogar, dass der E 60 AMG ohne Abregelung 295 km/h schnell sein soll.

Die Fünfspeichen-AMG-Felgen sind nicht serienmäßig auf dem E 60 AMG, passen aber zum Look.
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Optisch ist der E 60 dezent
Optisch blieb der Dampfhammer dabei fast schon zurückhaltend. Das auffälligste Unterscheidungsmerkmal ist das eckige Doppelendrohr. Der ehemalige Neupreis eines E 60 AMG betrug 179.860 DM. Wie viele Mercedes E 60 AMG tatsächlich gebaut wurden, lässt sich leider nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, denn wie bei vielen AMG-Modellen aus dieser Zeit sind die angegebenen Stückzahlen nicht verlässlich.
Experten gehen von 148 gebauten Mercedes E 60 AMG aus, wobei hier noch mal unterschieden wird zwischen den Fahrzeugen, die ab Werk mit dem "AMG Technik-Paket" (Code 957) für damals 34.270 DM bestellt wurden und somit werksseitige E 60 sind (etwa 45 Exemplare) und den nachträglich vom E 500 zum E 60 AMG umgebauten Modellen (rund 100 Stück).

AMG hat den M 119 auf 5956 ccm aufgebohrt, die Leistung stieg auf 381 PS und 580 Nm.
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Weshalb Artcurial im Auktionstext von nur zwölf gebauten Exemplaren schreibt, ist unklar. Womöglich ist der E 60 Limited gemeint, wobei es hier Experten-Einschätzungen gibt, dass der Großteil aller Werks-E 60 als Limited ausgeliefert wurde.
Ob zwölf oder 45 Exemplare: Feststeht jedenfalls, dass der E 60 extrem selten ist. Das hier gezeigte Modell wurde 1995 nach Japan ausgeliefert und verblieb bis 2015 beim Erstbesitzer, der den 124er regelmäßig warten ließ.

Für knapp 80.000 Kilometer sieht der Innenraum sehr gepflegt aus. Die AMG-Recarositze sehen gut aus und bieten viel Seitenhalt.
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2015 kam der AMG mit 77.480 Kilometern zurück nach Deutschland, ehe er im Januar 2016 an seinen aktuellen französischen Besitzer verkauft wurde, der den E 60 offenbar in erster Linie als Sammlerstück betrachtete und ihn kaum fuhr.
Nur knapp 80.000 Kilometer auf dem Tacho
Acht Jahre später stehen 79.994 Kilometern auf dem Tacho, und laut Beschreibung soll der 124er in einem sehr guten Zustand sein. Dieser Eindruck wird durch die Bilder bestätigt. Weder innen noch außen sind nennenswerte Gebrauchsspuren erkennbar.

Schwarz/schwarz: eine Farbkombination, die immer geht. Holz-Zierleisten passen zum edlen Ambiente.
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Das Interieur mitsamt der Recaro-Sportsitze, 300 km/h-Tacho und Holz-Zierleisten macht ebenfalls einen gepflegten Eindruck. Nur die Fußmatten mit eingesticktem AMG Limited Edition E 60-Schriftzügen wirken nicht original.
So hoch ist der Schätzpreis
In Vorbereitung auf die Versteigerung hat der E 60 vom aktuellen Besitzer einen Service spendiert bekommen und wird mit einer umfangreichen Dokumentation angeboten. Der Schätzpreis fällt mit 120.000 bis 180.000 Euro dementsprechend hoch aus, einen E 500 gibt es für etwa ein Drittel des Preises – und auch der ist ein Traumwagen.
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