Elektro-Transporter von Mercedes

Mercedes eVito und eSprinter: Akku, Motor, Reichweite

Transporter unter Strom

Elektrokraft gegen Fahrverbote: Mercedes rüstet Handwerker und Logistiker mit eVito und eSprinter aus. AUTO BILD sagt, was die Transporter können.
Laut Mercedes sind elektrifizierte Modelle mittlerweile im kommerziellen Alltagsgeschäft konkurrenzfähig. Bei den Kosten – abhängig vom Einsatzzweck und über die gesamte Betriebsdauer gerechnet – ziehen sie mit den klassischen Verbrennungsmotoren gleich. Die Stuttgarter haben zwei Elektro-Lastesel im Programm: Den eVito für den Handwerker oder Lieferservice, der vor allem im lokalen Bereich unterwegs ist, und den eSprinter, der als rollende Werkstatt oder für größere Transportaufgaben zum Einsatz kommen soll.

Für den Stadtverkehr passen die Reichweiten

Mit einer Batterieladung kommt der eVito 150 Kilometer weit – das sollte für Handwerker reichen.

Beide Stromer nutzen dieselbe Antriebseinheit, in der ein Elektromotor mit 84 kW und 300 Nm steckt. Im Unterboden liegen die Akkus, die beim eVito aus drei Batteriepacks zusammengesetzt werden, beim eSprinter bei höherem Reichweitenbedarf optional auch aus vier Packs. Die 41 kWh großen Stromspeicher der Mercedes-Tochter Deutsche Accumotive, die auch in der Hybridversion der S-Klasse verbaut werden, reichen im eVito für rund 150 Kilometer. Der eSprinter soll mit dem Basispaket etwa 115 Kilometer weit kommen, schafft mit dem 55 kWh großen Akkupaket 150 Kilometer ohne an den Stecker zu müssen. Apropos: An der Ladesäule hat das kleine Batteriepaket nach sechs Stunden wieder vollen Saft.

Weniger Geschwindigkeit gleich größere Reichweite

Individuell einstellbar: Eine Vmax-Begrenzung auf 80, 100 oder 120 km/h hilft beim Stromsparen.

Herausragende Bedeutung bei Elektrofahrzeugen hat das Energiemanagement. So lässt sich im eVito neben den drei Fahrprogrammen der Grad der Rekuperierung einstellen: vom ungebremsten Segeln bis zum kräftigeren Abbremsen auf dem Niveau einer herkömmlichen Motorbremse. Auch die Höchstgeschwindigkeit ist konfigurierbar. Die Einstellung auf 80 km/h schont sowohl im eVito als auch im eSprinter die Energiereserven und vergrößert die Reichweite. Bei Bedarf sind bei beiden Transportern 100 oder 120 km/h einstellbar. Auch für andere Verbraucher hat Mercedes intelligente Lösungen gefunden: Geheizt wird direkt am Körper des Fahrers per Sitzheizung. Über eine App lässt sich zudem festlegen, wann der Innenraum während des Ladevorgangs vor der Abfahrt aufgewärmt wird – das geht dann zu Lasten des Stromnetzes und leert nicht den Akku.

Bei den Paketboten kann Mercedes schon punkten

Logistikers Liebling? Amazon Logistics will bis Ende 2019 in Düsseldorf und Bochum 100 eVito einsetzen.

In der Basisversion ist der eVito 5,14 Meter lang und hat eine maximale Zuladung von 1073 Kilogramm. Die Langversion misst 5,37 Meter und hat eine Zuladung von 1048 Kilogramm. Das Ladevolumen variiert zwischen 6,0 und 6,6 m³. Der Van ist bereits bestellbar. In der zweiten Jahreshälfte 2019 kommt der eSprinter auf den Markt, den es zunächst nur als Kastenwagen mit Hochdach und 10,5 m³ Laderaum geben wird. Die Zuladung variiert je nach Akkupaket und reicht von 900 bis 1040 Kilogramm. Für die Logistik-Dienstleister sind die beiden Mercedes offenbar eine gute Option: Hermes etwa hat bei Mercedes 1500 Elektro-Transporter geordert, Amazon Logistics will bis Ende 2019 hundert eVito in Bochum und Düsseldorf fahren lassen.

Elektro-Transporter von Mercedes

Mercedes eVitoMercedes eSprinterMercedes eVito

Autor: Jürgen Wolff

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