Der Kaufpreis dieses Testwagens will geistig erst einmal verdrängt sein, bevor man damit ins Gelände geht: ein opulenter Mercedes G 580 EQ Edition One im Wert von mehr als 192.000 Euro!
ANZEIGE
Neuwagen kaufen
Carwow PkwSpare im Durchschnitt 8.100€!*
Ein Service vonCarwow Logo

Einfach zum neuen Auto!

Transparente Preise

Vertrauenswürdige Händler

Angebote aus deiner Nähe

Stressfrei & ohne Verhandeln

* Die durchschnittliche Ersparnis berechnet sich im Vergleich zur unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers aus allen auf carwow errechneten Konfigurationen zwischen Juni und November 2023. Sie ist ein Durchschnittswert aller angebotenen Modelle und variiert je nach Hersteller, Modell und Händler.
Der Elektro-G klotzt mit großem 116-kWh-Akku, darunter ein 26 Millimeter dicker Unterfahrschutz aus Verbundwerkstoff, mit gewaltig zupackenden 1164 Nm Drehmoment, kurzer Geländeuntersetzung und Einzelradantrieb.

Geländewerte sprechen für die elektrische G-Klasse

Die Geländewerte sind großenteils die gleichen wie beim Verbrenner, der Kippwinkel etwa liegt ebenfalls bei 35 Grad. Ein Wert ist sogar besser, und zwar die Wattiefe (85 statt 70 Zentimeter). Klar: Ein Hinterachsdifferenzial, das nicht da ist, kann auch kein Wasser ziehen. Die Hinterachse ist EQ-eigen und eine Neukonstruktion, die mit elektronisch gesteuertem Torque Vectoring arbeitet statt mit Differenzialsperren.
Mercedes G 580 EQ
Auf dem Papier: Die reinen Gelädewerte unterscheiden den G 580 EQ kaum vom G 500 – der Stromer hat sogar eine höhere Wattiefe.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Der elektrische G ist mit derart vielen Kameras gespickt, dass man manchmal nach einer bestimmten Kamera-Ansicht im Menü herumsucht. Einige sind aktivierbar über eine Taste unten in der Mittelkonsole, eine über das Geländetechnik-Tastencluster weiter oben am Armaturenbrett, weitere im Offroad-Menü. Segensreich ist vor allem die transparente Motorhaube: An Steilhängen, in denen der Fahrer nur noch Himmel sieht, weiß er dank nach unten gerichteter Kamera zumindest, wohin er lenkt.

Fahrzeugdaten

Fahrzeugdaten
Motor Bauart 
Vier Synchron-Elektromotoren 
Gesamtleistung 
432 kW (587 PS) 
Gesamtdrehmoment 
1164 Nm 
Batteriekapazität (netto) 
116 kWh 
Ladeleistung (AC/DC) 
11/200 kW 
Ladezeit (10-80 %) 
32 Minuten 
Ladeanschluss 
hinten rechts 
Getriebe 
Vier Untersetzungsgetriebe 
Antrieb 
Allradantrieb 
Vmax
180 km/h 
Bremsen vorn/hinten 
Scheiben/Scheiben 
Testwagenbereifung 
275/50 R 20 V 
Reifentyp 
Falken Azensis FK 520 
Radgröße 
8,5 x 20" 
Vorbeifahrgeräusch 
70 dB(A) 
Verbrauch* 
28,8 kWh/100 km 
Reichweite* 
457 km 
Anhängelast gebr./ungebr. 
Stützlast 
Kofferraumvolumen 
620-1990 l 
Länge/Breite/Höhe 
4624/1931-2187**/1986 mm 
Radstand 
2890 mm 
Wattiefe/Bodenfreiheit 
850/250 mm 
Böschungswinkel (vorn/hinten) 
32/30,7° 
Rampenwinkel 
20,3° 
Grundpreis
142.621 Euro
Testwagenpreis (wird gewertet)
192.524 Euro
Es gibt eine Offroad-Kriechfunktion – ein Geländetempomat, der sich per Schaltpaddel auf drei Geschwindigkeiten (2, 8 und 14 km/h) festnageln lässt und die Topografie berücksichtigt, während der Fahrer nur noch lenkt. Das lässt selbst unerfahrene Piloten im Fahrgelände brillieren. Solche Features (transparente Motorhaube, Geländetempomat) sind nichts völlig Neues, 2017 eingeführt von Land Rover im Discovery 5.

Drehung wie ein Panzer auf Knopfdruck

Die Entwickler waren erkennbar entschlossen, die neuen Möglichkeiten des Einzelradantriebs auszuschöpfen. Geradezu actionfilmtauglich ist der "G-Turn", bei dem sich der Wagen auf der Stelle dreht wie ein Panzer. Das geht so: Lenkung geradeaus, Bremspedal treten, Fahrprogramm "Rock" samt "Low Range" per Wippschalter einlegen, Fahrstufenwähler in D, G-Turn-Taste drücken (alles übersichtlich im oberen Teil der Mittelkonsole versammelt), Drehrichtung im oder gegen den Uhrzeigersinn festlegen mittels Schaltpaddel und selbiges festhalten, Bremspedal lösen und kräftig Gas geben.
Mercedes G 580 EQ
Spektakulär: Dank der E-Motoren an allen vier Rädern beherrscht der G 580 EQ den sogenannten "G-Turn" – und dreht auf der Stelle.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Der G dreht sich dann bis zu zweimal um seine Hochachse. Das sieht überaus spektakulär aus, funktioniert aber nur mit viel Wenn und Aber: Die Fläche muss eben, der Untergrund lose sein. Wenn der Sensorik irgendetwas missfällt, bricht sie die Pirouette ab – aus gutem Grund, denn diese Übung birgt stets die Gefahr, sich durch die seitliche Drehung spitze Steine in die vulnerable Reifenflanke zu ziehen.
Mercedes G 580 EQ
Furchen, so teif wie Entwässerungsgräben: Im losen Sand der Fotolocation hinterlässt der "G-Turn" sehr deutliche Spuren.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Auf weicherem Boden fräst der 3,1-Tonner zudem Rinnen in die Landschaft, die als Entwässerungsgräben nutzbar wären. Es ist eine Show, allerdings eine reifenmordende – und viele Situationen, in denen der Dreh Sinn ergibt, sind nicht denkbar.

Messwerte

Messwerte
Beschleunigung
0–50 km/h
2,0 s 
0–100 km/h 
4,7 s 
0–130 km/h 
7,2 s 
0–160 km/h 
10,7 s 
Zwischenspurt
60–100 km/h
2,3 s 
80–120 km/h 
2,8 s 
Leergewicht/Zuladung 
3092/4,8 kg 
Gewichtsverteilung v./h. 
48/52 % 
Wendekreis links/rechts 
13,4/13,5 m 
Sitzhöhe 
920 mm 
Bremsweg
aus 100 km/h kalt
35,6 m 
aus 100 km/h warm 
35,1 m 
Innengeräusch
bei 50 km/h
57 dB(A) 
bei 100 km/h 
63 dB(A) 
bei 130 km/h 
69 dB(A) 
Verbrauch
Sparverbrauch 
25,7 kWh/100 km 
Testverbrauch Durchschnitt der 155-km-Testrunde
(Abweichung zur WLTP-Angabe)
35,5 kWh/100 km
(+23 %)
Sportverbrauch 
46,8 kWh/100 km 
CO2 (lokal) 
0 g/km 
Reichweite (Testverbrauch) 
347 km 
Weniger spektakulär ist "G-Steering". Gleiches Prozedere wie beim G-Turn, nur die benachbarte Taste drücken: Dann hält die Einzelradansteuerung die kurveninneren Räder fest, treibt nur die kurvenäußeren an und verkleinert den Wendekreis auf Kleinstwagen-Niveau – das funktioniert prima, zudem mit weniger Wenn und Aber.

Der G 580 EQ ist so schwer wie ein Unimog in den 70ern

Was die geballte Technik konterkariert, ist das monströse Gewicht: Der elektrische G bringt volle 500 kg mehr auf die Waage als der Benziner G 500. Mehr als drei Tonnen – so viel wog in den frühen 70er-Jahren ein Unimog 406! Und das merkt man im Tiefsand von Heidelberg Materials bei Bad Segeberg (Schleswig-Holstein), wo die Fotos entstanden sind.
Mercedes G 580 EQ
Gelände-Trumm: Der G 580 EQ bringt über drei Tonnen Gewicht auf die Waage – so schwer war in 1970ern ein Unimog 406.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Gewicht ist im Gelände etwa so vorteilhaft wie auf einer Rennstrecke, nämlich gar nicht: Der Wagen läuft schnell aus dem Ruder und zeigt auf weichem, wenig tragfähigem Untergrund eine Tendenz, nach unten statt nach vorn zu fahren.
Gebrauchwagensuche Mercedes-Benz G-Klasse
Mercedes-Benz G 63 AMG Carbon Perf-Abgas Fondent 360° Multibeam
265.900
Mercedes-Benz G 63 AMG Carbon Perf-Abgas Fondent 360° Multibeam
9.900 km
430 KW (585 PS)
05/2026
Zum Angebot
Benzin (WLTP), 14,8 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 337 g/km*
Mercedes-Benz G 63 AMG Carbon Perf-Abgas Fondent 360° Multibeam
265.900
Mercedes-Benz G 63 AMG Carbon Perf-Abgas Fondent 360° Multibeam
9.900 km
430 KW (585 PS)
05/2026
Zum Angebot
Benzin (WLTP), 14,8 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 337 g/km*
Mercedes-Benz G 450 d AMG Fondent 360° Stdhzg Multibeam Distr.
177.900
Mercedes-Benz G 450 d AMG Fondent 360° Stdhzg Multibeam Distr.
9.900 km
270 KW (367 PS)
05/2026
Zum Angebot
Diesel (WLTP), 9 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 235 g/km*
Mercedes-Benz G 63 AMG Night Stdhz Superior Int *free 07.26*
228.500
Mercedes-Benz G 63 AMG Night Stdhz Superior Int *free 07.26*
4.900 km
430 KW (585 PS)
04/2026
Zum Angebot
Benzin (WLTP), 15,7 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 358 g/km*
Mercedes-Benz G 450 d AMG+360°+TotW+DIST+LED+Night+AHK+Burmest
164.898
Mercedes-Benz G 450 d AMG+360°+TotW+DIST+LED+Night+AHK+Burmest
3.000 km
270 KW (367 PS)
04/2026
Zum Angebot
Diesel (WLTP), 9 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 235 g/km*
Mercedes-Benz G 63 AMG MANUFAKTUR NIGHT 360° KAMERA BT PDC
224.500
Mercedes-Benz G 63 AMG MANUFAKTUR NIGHT 360° KAMERA BT PDC
5.000 km
430 KW (585 PS)
04/2026
Zum Angebot
Benzin (WLTP), 14,8 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 338 g/km*
Mercedes-Benz G 450 d AMG-Sport+Night+Carbon+AHK+Stdhz+360+Cam
181.880
Mercedes-Benz G 450 d AMG-Sport+Night+Carbon+AHK+Stdhz+360+Cam
9.500 km
270 KW (367 PS)
04/2026
Zum Angebot
Diesel (WLTP), 9 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 235 g/km*
Mercedes-Benz G 450 d AMG+MULTI+NIGHT+Memo+Burme+StHz+AHK+360°
164.897
Mercedes-Benz G 450 d AMG+MULTI+NIGHT+Memo+Burme+StHz+AHK+360°
9.900 km
270 KW (367 PS)
04/2026
Zum Angebot
Diesel (WLTP), 9 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 235 g/km*
Mercedes-Benz G 450 d NIGHT+360+STDHZ+PDC
188.130
Mercedes-Benz G 450 d NIGHT+360+STDHZ+PDC
9.850 km
270 KW (367 PS)
04/2026
Zum Angebot
Diesel (WLTP), 9 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 235 g/km*
Mercedes-Benz G 63 AMG Driversp Perf-Pack Perf-Abgas Fondent SHD
248.980
Mercedes-Benz G 63 AMG Driversp Perf-Pack Perf-Abgas Fondent SHD
9.900 km
430 KW (585 PS)
04/2026
Zum Angebot
Benzin (WLTP), 14,9 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 338 g/km*
Alle Mercedes-Benz G-Klasse gebraucht

Ein Service von

Ein Service von AutoScout24
Rechtliche Anmerkungen
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist www.dat.de.
Autobewertung
ANZEIGE

Wie viel ist mein Auto wert? Kostenlose Autobewertung

Ein Service von

Ein Service von Carwow
Leben muss ein EQ-Eigner auch damit, dass die Zuladung gegenüber dem Benziner G 500 von 635 auf 415 kg schrumpft. Das ist so wenig geländewagenlike wie die Zuglast von null Kilogramm – leider ist gerade das Ziehen heute oft der Daseinszweck eines Geländewagens, fragen Sie mal Pferde- oder Wassersportler.

Auf der Autobahn schrumpft die Reichweite

Szenenwechsel: rauf auf den Asphalt! Auch hier bietet der Stromer einen Vorteil: weniger Aufbaubewegungen beim Slalomtest wegen des tieferen Schwerpunkts. Die Lenkung ist gewohnt indirekt, aber eben verreißsicher. Das ganze Auto ist markentypisch fahrsicher, mit schnell zupackendem ESP.
Mercedes G 580 EQ
Schnell leer: Mit einem Verbrauch von 46,8 kWh/100 km bei 130 km/h empfiehlt sich der G 580 EQ nicht wirklich als Reisewagen.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Ein altes Problem von Geländewagenklassikern: Der Verstellbereich der Vordersitze ist zu kurz für Großgewachsene. Wer das Problem nicht hat, den laden die hohen Sitzpositionen zum Reisen ein – die Autobahn-Reichweite leider gar nicht. Der cw-Wert von 0,44 ist besser als früher, aber Feinschliff macht aus einem Schrank keinen Aerodynamiker. In Tateinheit mit dem Gewicht zieht sich der G bei 130 km/h und kühler Witterung 46,8 kWh/100 km aus dem Akku.
Von den 457 km Normreichweite bleibt wenig übrig; realiter sucht man alle 220 Autobahnkilometer nach der nächsten Ladesäule. Zum Vergleich: Die Limousine EQS kommt mit dem gleichen Akku ungefähr doppelt so weit. Und das Wechselstrom-Laden kann über elf Stunden dauern – für die stärkeren 22-kW-Wallboxen gibt's keinen Bordlader.

Wertung Mercedes G 580 EQ

Wertung Mercedes G 580 EQ
Karosserie
Top-Qualitätseindruck und -Übersichtlichkeit. Zuladung beim Stromer mau. Nicht besonders variabel.
3,5 / 5
Antrieb
Elektrotypisch spurtstark. Einzelradantrieb geländetechnisch sinnvoll genutzt. Reale Reichweite knapp.
4 / 5
Fahrdynamik
Guter Geradeauslauf. Lenkung offroadertypisch indirekt. Bremswege kurz in Relation zum Gewicht.
3,5 / 5
Connected Car
Telefon, Sprachsteuerung, Touchpad-Bedienung – alles fein. Umfängliche Ladesäulen-Infos im Navi.
4,5 / 5
Umwelt
Schon bei 130 km/h übermäßiger Stromverbrauch. Extrem schwer. Antrieb lokal emissionsfrei.
3,5 / 5
Komfort
Erhabene Sitzpositionen, vorne Verstellbereich zu klein. Nur Stahlfederung, sie ist herber als bei Pkw.
4 / 5
Kosten
Grundpreis 10.000 Euro über dem G 500 und jenseits bürgerlicher Sphären. Wartung auch teuer.
1,5 / 5
AUTO BILD-Testnote
2-
Wer sich einsam fühlt, ist mit dem Elektro-G bestens bedient: Ständig wurden wir auf das Auto angesprochen. Dabei hat Daimler beim Testwagen arg Auffälliges wie die LED-beleuchtete Front (1904 Euro) weggelassen. Typische Äußerung: "Krass foliert, Digga!" Bedaure, der Mattlack ist echt. Das optimistische Südseeblau gefällt allgemein. Macht aber gut 8600 Euro extra, Digga!

Bildergalerie

Mercedes G 580 EQ
Mercedes G 580 EQ
Mercedes G 580 EQ
Galerie "Mercedes G 580 EQ im Test" mit 28 Bildern öffnen
Mercedes G 580 EQ im Test

Fazit

Faszinierend, vielseitig leider gar nicht: Der Mercedes G 580 EQ darf nichts ziehen, für Langstrecken ist er zu durstig. Die Entwickler haben geländetechnisch alles gegeben – konterkariert vom Gewicht auf Unimog-Niveau. Eher ein Fall für Sammler, die ihn als Meilenstein sehen und nicht nach dem Sinn fragen. AUTO BILD-Testnote: 2-