Mercedes Marco Polo: Jubiläum
Mercedes feiert 40 Jahre Marco Polo und kündigt Neuerung an
1984 begann die Erfolgsgeschichte des Mercedes Marco Polo. Heute zählt er zu den beliebtesten Campervans. Bald soll er vollelektrisch unterwegs sein.
Bei der Jahreszahl 1984 denken wohl die meisten erst einmal an den dystopischen Roman-Klassiker von George Orwell. Es ist aber auch das Geburtsjahr eines echten Reisemobil-Klassikers: dem Mercedes-Benz Marco Polo. Aus diesem Grund feiert der Stuttgarter Autohersteller in diesem Jahr das 40. Jubiläum des edlen Campervans und zeigt auch, wohin die Reise des beliebten Reisemobils nun gehen soll.
Der venezianische Entdecker Marco Polo wurde 1984 zum Namensgeber des Mercedes-Campers auserkoren. Damals noch auf Basis des Mercedes T1 alias "Bremer Transporter" (der T1 wurde zunächst in Bremen produziert) lieferte er gleich charakteristische Merkmale wie Stummelhaube, Lack in Bahama-Beige und beige-braunes Interieur. Noch heute ist das grundlegende Wohnkonzept unverändert: Dachbett, Sitz-/Liegebank, drehbare Frontsitze und Küchenzeile mit Spüle, Kocher und Kühlbox.
Mercedes Marco Polo: Reisemobil war zunächst fast drei Meter hoch
Weil der erste Marco Polo es auf eine stolze Höhe von 2,97 Meter brachte, folgte in den 1990er-Jahren dann die, noch heute bestehende Veränderung des Wagens. Erstmals auf Vito-Basis wurde das Reisemobil mit einem Aufstelldach ausgestattet, um eine Höhe von unter zwei Metern zu erreichen. Auch 2024 noch ein wichtiges Kaufargument für viele Fans des Klassikers!

Mit fast drei Metern Höhe war der Marco Polo damals alles andere als garagentauglich.
Bild: Mercedes-Benz
Auch das Interieur bekam ein Update, auf das viele Besitzer heute noch schwören. So wurde bereits damals die Sitz- beziehungsweise Liegebank auf ein Schienensystem montiert und dank einer Fußfestellbremse der Durchgang zum Wohnraum frei zugänglich. Zudem wurden die Schränke mit praktischen Rollläden ausgestattet.

Der Name ist heute allen Camping-Freunden ein Begriff: Marco Polo.
Bild: Mercedes-Benz
Marco Polo 2024: Facelift für den Klassiker
In puncto Funktionalität machte die dritte Variante des Marco Polo dann im Jahr 2003 auf Basis des Viano noch einmal eine Entwicklung und präsentierte unter anderem ein elektrisch betriebenes Aufstelldach samt komfortablen Dachbett mit punktelastischen Federelementen. Seit 2015 wird der Van-Klassiker nun auf Basis der V-Klasse produziert und setzt, vor allem mit der Großraumlimousine als Basisfahrzeug, auf Stil und Eleganz.

Beim Interieur setzt das Stuttgarter Unternehmen auf Eleganz.
Bild: Mercedes-Benz
Der Innenraum soll nun an eine exklusive Lounge erinnern. Dazu gehören Bodenbelag in Jachtoptik, LED-Beleuchtung und eine breite Auswahl an hochwertigen Polstern und Zierelementen. Aber auch technologisch ist der Marco Polo ein Reisemobil auf Höhe der Zeit. So kommt das Fahrzeug derzeit mit dem inzwischen Mercedes-typischen Multimediasystem MBUX (Mercedes-Benz User Experience) und der Camper-Bedieneinheit MBAC (Mercedes-Benz Advanced Control) daher. In diesem Jahr erscheint zudem ein Facelift des Marco Polo.

In diesem Jahr bekommt der Van ein Facelift.
Bild: Mercedes-Benz
Die Zukunft des Klassikers aber heißt "VAN.EA" und zielt konsequent auf die Elektromobilitätsstrategie von Mercedes ab. So soll nach Angaben des Unternehmens auch der beliebte Campervan ab dem Jahr 2026 vollelektrisch unterwegs sein. Mercedes plant darüber hinaus auch mit seinen internationalen Reisemobil-Partnern einen neuen Industriestandard für Elektro-Reisemobile zu entwickeln.
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