Mercedes-Patent: Kopfmassage in der Kopfstütze
Wellness für den Kopf: Mercedes meldet neues Patent an

Massage nicht nur im Sitz: Mercedes denkt über eine Kopfstütze nach, die Kopf und Nacken sanft verwöhnt – ein weiterer Schritt Richtung Luxus-Lounge auf Rädern.
Bild: Mercedes-Benz AG
Luxusautomobilhersteller haben den Komfort schon lange als wichtigen Wettbewerbsvorteil erkannt – und nur wenige Marken haben sich dieses Thema so konsequent auf die Fahnen geschrieben wie Mercedes-Benz. Bereits in den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren gehörte Mercedes zu den ersten Herstellern, die Massagesitze in Serienfahrzeugen anboten und damit ein Spa-ähnliches Erlebnis in den automobilen Alltag brachten.
Heutzutage finden sich in immer mehr Fahrzeugen Sitze, die den Rücken sanft kneten. Doch bis zum Jahr 2026 hat noch kein Hersteller diese verwöhnende Funktion auf die Kopfstütze ausgeweitet. Das könnte sich nun ändern.
Sensor erfasst Größe und Position des Kopfes
Ein aktueller Patenteintrag beim Deutschen Patent- und Markenamt, der zuerst von CarBuzz entdeckt wurde, deutet darauf hin, dass Mercedes-Benz untersucht, wie sich das Massageerlebnis im Auto auf eine neue anatomische Ebene heben lässt. Beschrieben wird ein in die Kopfstütze integriertes System mit einem zentralen Knotenpunkt, von dem mehrere mechanische Arme ausgehen. Diese können sich subtil bewegen, vibrieren und rotieren – mit dem Ziel, den Kopf des Fahrers sanft zu umhüllen.

Eine Patentzeichnung zeigt auf stark vereinfachte Weise die Massagefunktion in der Kopfstütze.
Bild: WIPO / Mercedes-Benz
Zusätzlich soll ein Sensor die Größe sowie die aktuelle Position des Kopfes des Insassen erfassen, sodass sich die Massage automatisch an den jeweiligen Nutzer anpassen lässt. Da Kopfstützen deutlich kompakter sind als Rückenlehnen, ist kaum davon auszugehen, dass Mercedes hier besonders kräftige Massagen realisieren will. Sanfte Streich- oder Druckbewegungen im hinteren Kopf- und Nackenbereich könnten jedoch bereits eine sehr entspannende Wirkung entfalten.
Serieneinsatz der Kopfmassage ist noch unklar
Mit diesem Patent wäre es spannend zu beobachten, wie weit Mercedes den eigenen Komfortanspruch künftig treiben will – möglicherweise sogar bis hin zu einer kombinierten Kopf- und Nackenmassage in zukünftigen Modellen.
Wie bei allen Patenten gilt jedoch: Viele Ideen schaffen es nie über das Entwicklungsstadium hinaus. Allein die Anmeldung bedeutet noch nicht, dass das System tatsächlich in Serie geht oder zeitnah verfügbar sein wird. Dennoch zeigt das Konzept, wie ernst Mercedes das Thema Wohlbefinden im Auto weiterhin nimmt – und dass Komfort auch in Zukunft ein zentrales Differenzierungsmerkmal bleiben dürfte.
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