Mercedes S 600: Gebrauchtwagen
Gebrauchter V12-Mercedes mit 125.000 Euro Wertverlust

Bild: Autoprofi Martin Lindner
Auf den ersten Blick wirkt der silberne Mercedes S 600 wie jede andere S-Klasse der Baureihe W 221. Doch ein Blick ins Datenblatt reicht: Unter der Haube arbeitet ein 5,5-Liter-V12 mit 517 PS. Damit war der S 600 im Jahr 2006 das Spitzenmodell unterhalb des Maybach – gebaut für lange Strecken und den diskreten Auftritt.
Im Innenraum dominieren weiches Leder und glänzendes Wurzelholz. Gesteuert wird vieles über das Comand-System, dazu gibt es einen DVD-Wechsler und kräftigen Klang aus der Harman-Kardon-Anlage. Das Raumangebot ist üppig: Fast 5,10 Meter Länge sorgen für Platz ohne Ende.
Vorne regelt eine Klimaautomatik die Temperatur, im Fond gibt es sogar eine eigene Klimazone. Dämmglas hält Wärme und Lärm draußen.
Hinten sitzen die Passagiere fürstlich: elektrisch verstellbare Sitze mit Heizung, Belüftung, Massage und Memory-Funktion. Rollos an den Scheiben sorgen für Ruhe, Getränkehalter und Isofix für Kindersitze bringen Alltagstauglichkeit. Auch vorn gibt es Multikontursitze mit Massage. Dazu Keyless-Go, Servoschließung für Türen und Heckdeckel und eine Handy-Integration, wie sie damals modern war.

Luxus pur: Im Fond gibt es u. a. elektrisch verstellbare Sitze mit Heizung, Belüftung, Massage und Memory-Funktion.
Bild: Autoprofi Martin Lindner
Extras wie Nachtsichtsystem, Rückfahrkamera, Standheizung, Schiebedach und Ambiente-Licht sind auch an Bord. Dazu kommen zahlreiche Sicherheitssysteme – von PRE-SAFE über ESP bis zu Airbags rundum. Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, Regensensor und beheizte Wischwasserdüsen waren Standard.
Luxusklasse mit extrem hohen Wertverlust
Das angebotene Fahrzeug hat 81.000 Kilometer auf der Uhr und steht bei Autoprofi Martin Lindner in Essen. Der Neupreis lag damals mit Extras bei rund 150.000 Euro, heute soll das Luxusauto 23.333 Euro kosten – ein Wertverlust von mehr als 125.000 Euro.
Die Technik ist aufwendig, Reparaturen können teuer werden – vor allem bei Sonderlösungen wie Nachtsichtsystem oder den elektrischen Fondsitzen. Andererseits ist der S 600 einer der letzten reinen V12-Benziner ohne Hybridtechnik.
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