Mercedes SLK 55 AMG Brabus 6.1 S: Gebrauchtwagen
Warum dieser Mercedes SLK ein kleines Vermögen kosten soll

Anfang der 2000er-Jahre stopfte Mercedes einen V8 in den kleinen SLK. Doch Brabus setzte mit dem 6.1S Roadster noch einen drauf. So ein Exemplar wird aktuell verkauft!
Bild: Autoleitner
Kleines Auto, großer Motor: Während der aktuelle Downsizing-Trend fortwährt, gibt es auf dem Gebrauchtwagenmarkt vereinzelt Autos, die uns daran erinnern, dass das nicht immer so war. Getreu dem Motto: "Hubraum ist durch nichts zu ersetzen", wird aktuell ein von Brabus veredelter Mercedes SLK mit einem gigantischen V8 unter der Haube angeboten!
Die Basis für diesen wilden Komplettumbau bildet ein Mercedes SLK der Baureihe R 171. Die zweite Generation des kleinen Roadsters wurde von 2004 bis 2011 angeboten. Bereits ab Marktstart gab es das kleinste Mercedes-Cabrio als AMG-Version mit einem gewaltigen 5,4-Liter-V8-Sauger (M 113), der 360 PS und 510 Nm auf die Hinterräder losließ.

Schon ein normaler SLK 55 AMG ist selten, ein Brabus SLK 6.1S ist hingegen eine Mega-Rarität.
Bild: Autoleitner
Kleines Auto mit einem großen Motor klingt nach einem spaßigen Rezept. Doch es soll damals Kunden gegeben haben, denen ein solcher SLK 55 AMG Anfang der 2000er-Jahre schlichtweg zu schwach auf der Brust war.
445 PS und 305 km/h Topspeed
Die Lösung: ein Besuch in Bottrop. Lange bevor sich die Tuning-Spezialisten von Brabus auf bunte Innenräume und Mode-Accessoires konzentrierten, zählte vor allem eins: der Motor! Beim nur rund 4,10 Meter kurzen SLK ging Brabus damals all-in und bohrte den V8 von 5439 auf 6034 cm³ auf. Das Ergebnis waren 445 PS und beeindruckende 635 Nm, die mittels Siebengang-Automatik an die Hinterräder gehen.
Außerdem lockerte Brabus die Elektronikfessel, sodass der Brabus 6.1S Roadster getaufte SLK 305 km/h schaffen soll. Die 0-100 km/h-Zeit gab Brabus mit 4,3 Sekunden an – wohlgemerkt vor 20 Jahren.
Anders als heute blieben die Brabus-Kreationen damals eher dezent. So wurde der SLK 55 AMG optisch nur behutsam überarbeitet. Neue Seitenschweller mit Einstiegsbeleuchtung, eine kleine Abrisskante und eine Heckschürze mitsamt neuem Vierrohrauspuff sind karosserieseitig die größten Veränderungen. Erhältlich waren damals verschiedene Radsätze von 17 bis 19 Zoll, wobei wir natürlich alle wissen, dass die mehrteiligen Monoblock-Felgen die einzig richtige Wahl für einen Brabus aus dieser Zeit sind.
Der Brabus 6.1S ist ein Mega-Exot
Wie viele SLK 55 AMG zum Brabus 6.1S Roadster umgebaut wurden, ist nicht offiziell überliefert. Viele können es jedoch nicht gewesen sein, denn schon der SLK 55 AMG ist auf dem Gebrauchtwagenmarkt ein Exot. Ein Umstand, der den vom Händler "Auto Leitner" angebotenen Brabus SLK 6.1S Roadster zum absoluten Sammlerstück macht.

Platz ist in der kleinsten Hütte: Wer hätte gedacht, dass ein 6,0-Liter-V8 in den kompakten SLK passt?
Bild: Autoleitner
Seltene Farbkombination
Nicht nur handelt es sich hierbei mutmaßlich um ein besonders seltenes Brabus-Modell, sondern auch um ein Auto in einer ganz besonderen Farbkombination. So entschied sich der Erstbesitzer nicht für ein schlichtes Schwarz oder ein gängiges Silber, sondern für "Designo Havannabraun Metallic" (Farbcode 042). Die Außenfarbe wurde stilsicher mit einer Brabus-Volllederausstattung in Beige kombiniert. Ein Brabus-Gangwahlhebel, ein Tacho bis 330 km/h, polierte Einstiegsleisten und Fußmatten mit passenden Kedern runden das Interieur ab.

Einmal alles, was geht: In Bottrop bekam der SLK eine Volllederausstattung.
Bild: Autoleitner
Der ganz besondere SLK mit Brabus-Komplettpaket ist Baujahr 2005 und wird mit aktuell 63.644 Kilometern auf dem Tacho verkauft. Da allein der Umbau seinerzeit schon über 50.000 Euro verschlungen hat, dürfte es keine Überraschung sein, dass der Brabus 6.1S Roadster kein Schnäppchen ist. Genauer gesagt möchte Auto Leitner 99.500 Euro für den SLK haben – kleines Auto, großer Preis!
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