Während die Elektromobilität immer mehr an Fahrt gewinnt, will Mercedes zeigen, dass Verbrennungsmotoren noch lange nicht passé sind. Mit dem neuen 1,5-Liter-Benziner M252 liefert der Stuttgarter Hersteller ein Hightech-Aggregat, das in der kommenden Generation des Mercedes CLA debütieren wird.
Der M252 ergänzt die modulare Motorenfamilie von Mercedes, die bislang den 2,0-Liter-M254 und den 3,0-Liter-Sechszylinder M256 umfasst. Mit 1,5 Liter Hubraum ist er das kleinste Mitglied der Familie – aber alles andere als unscheinbar.
Dank modernster Technologien wie dem "Miller-Zyklus" und einer Zylinderlaufbahn aus nanokristallinem Eisenspray reduziert der Motor Reibung, spart Sprit und wiegt dabei gerade einmal 140 Kilo.

Neuer Mercedes-Benziner ist klein, leicht und effizient

Der M252 kommt in drei Versionen: 136 PS, 163 PS und 190 PS. Innerhalb eines 48-Volt-Mildhybridsystems wird der Vierzylinder der zusätzliche 27 PS liefert. Der E-Motor sorgt nicht nur für einen ordentlichen Schub im unteren Drehzahlbereich, sondern ermöglicht auch rein elektrisches Fahren bis 100 km/h – ideal für Stadtfahrten und kurze Strecken.
Mercedes-Benzinmotor M252
Mit dem neuen 1,5-Liter-Benziner M252 liefert Mercedes ein echtes Hightech-Aggregat.
Bild: Mercedes
Mit dem M252 will Mercedes zeigen, dass moderne Verbrenner den strengsten Umweltstandards gerecht werden können. Dank eines Ottopartikelfilters, Abgastemperatursensoren und einer effektiven Abgasnachbehandlung erfüllt der Motor die anspruchsvollen Euro-7-Normen. Damit will sich Mercedes klar als Vorreiter für saubere Verbrennungstechnologie positionieren.

Hybridtechnik kompakt verpackt

Interessant ist, wie Mercedes die Hybridkomponenten in den neuen M252 integriert hat: Der Elektromotor samt Wechselrichter ist ins Getriebe eingelassen, während die Lithium-Ionen-Batterie platzsparend unter dem Fahrersitz sitzt. Die Rekuperation funktioniert in allen acht Gängen und kann bis zu 25 kW Energie zurückgewinnen.
Obwohl der M252 im Mercedes-Stammwerk Untertürkheim entwickelt wurde, wird der Motor in China gefertigt – in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Geely-Werk Aurobay. Ausschlaggebend dafür waren die geringeren Produktionskosten und die Nähe zum asiatischen Markt. Laut Mercedes überwachen deutsche Ingenieure die Fertigungsqualität vor Ort.

Erstes Einsatzgebiet: der neue CLA

Die erste Baureihe, die vom M252 profitieren wird, ist die Neuauflage des Mercedes CLA. Der Viertürer soll Anfang 2026 auf den Markt kommen – und mit dem neuen Benziner soll er fit für die Zukunft sein.

Fazit

Während andere Hersteller ihre Verbrennungsmotoren zurückfahren, zeigt Mercedes mit dem M252, dass die Technologie doch noch eine Zukunft hat. Der neue Benziner ist leicht, effizient, sauber – und dank modernster Hybridtechnik bereit für die nächsten Herausforderungen auf dem Automarkt.