Mercedes V-Klasse Marco Polo (2026): Facelift
Reisen wie Marco Polo, nur bequemer

Nach zwei Jahren verpasst Mercedes dem Marco Polo ein Facelift mit verbesserten Details. Erster Check im Alltags-Camper!
Bild: Mercedes-Benz AG
Ein Van, der am Wochenende zum Camper wird, aber auch im Alltag funktioniert – das ist für viele ein guter Kompromiss. Denn nicht jeder hat die finanziellen Möglichkeiten, sich zusätzlich zum eigenen Pkw ein vollwertiges Wohnmobil anzuschaffen. Der Mercedes Marco Polo sticht genau in diese Lücke und bietet ein gut durchdachtes Konzept auf Basis der V-Klasse. Gerade erst Anfang 2024 haben die Stuttgarter den beliebten Camper neu aufgelegt und ihn später um eine "Horizon"-Variante ergänzt. Jetzt steht ein Facelift an.
Die anfangs erwartete große Revolution bleibt allerdings aus. Die brandneue Elektro-Plattform Van.EA und deren Verbrenner-Pendant Van.CA lassen bei der Campingversion noch bis Ende des Jahrzehnts auf sich warten. Der Marco Polo wird also auch weiterhin auf der aktuellen V-Klasse stehen – mit einem großen Unterschied.
Partnerschaft mit Westfalia ist beendet
Denn mit dem Facelift hat Mercedes die langjährige Partnerschaft mit dem Campingspezialisten Westfalia beendet. Bedeutet: Alle künftigen Marco Polo werden im Mercedes-Werk in Ludwigsfelde (Brandenburg) vom Band laufen, während die Produktion bei Rheda-Wiedenbrück eingestellt wird.

Der Klapptisch ist robuster gestaltet als im Vorgänger. Er lässt sich einfach vor- und zurückschieben.
Bild: Mercedes-Benz AG
Auf den ersten Blick hat sich am gelifteten Marco Polo nur wenig geändert, die Schwaben haben den Alltags-Camper an einigen Punkten jedoch nachgebessert. Allem voran beim wohl wichtigsten Detail: dem Aufstelldach. Im ausgefahrenen Zustand werden Kenner sofort bemerken, dass es höher ist als beim Vorgänger. Zumindest hinten.

Die Kühlbox verbraucht nun weniger Strom und bietet mit 40 Liter Volumen genug Platz für einige Lebensmittel.
Bild: Mercedes-Benz AG
Im Bereich des Hecks hat Mercedes das Dach um zehn Zentimeter erhöht, was vor allem das Volumen der oberen Etage und damit auch das Raumgefühl deutlich verbessert. So können dort oben bis zu zwei Personen gut schlafen, egal ob der Kopf vorn oder hinten liegt.
Zehn verschiedene Lichtszenarien im Aufstelldach
Dazu kommt eine neue Ambientebeleuchtung, die das Aufstelldach rundum einfasst und sich in bis zu zehn verschiedenen Lichtszenarien einstellen lässt. Für Fans des nächtlichen Sternenhimmels wird es aber auch wieder ein Glasdach geben.

Die Kurbel für die Markise ist praktisch integriert und lässt sich schnell rausholen. Die Markise selbst ist abnehmbar.
Bild: Mercedes-Benz AG
Ebenfalls überarbeitet wurde die Markise: Sie lässt sich beim Facelift mit nur wenigen Handgriffen demontieren, die Aufnahmen kann man mit Plastikkappen abdecken. Dieses Feature ist vor allem bei der Fahrt in die Waschanlage von Vorteil. Weitere Optimierungen umfassen einen verbesserten Klapptisch im Innenraum sowie optimierte Schubladenführungen und eine effizientere Kühlbox.

Die Kühlbox verbraucht nun weniger Strom und bietet mit 40 Liter Volumen genug Platz für einige Lebensmittel.
Bild: Mercedes-Benz AG
Neben den ganzen Hardware-Modifikationen haben die Stuttgarter zudem an der Software gearbeitet. Die Mercedes-Benz Advanced Control (kurz: MBAC) wurde gezielt weiterentwickelt und erweitert – so lassen sich die Ambientebeleuchtung, das Schiebedach oder die Musikanlage intuitiv über das Zentraldisplay bedienen. Da für die Bedienung der Funktionen künftig nicht mehr die Zündung des Autos aktiviert sein muss, sorgt das modernisierte System nun für noch mehr Komfort – gerade bei abgestelltem Fahrzeug.

Der höhere Faltenbalg im Dach sorgt für ordentlich Platz im Obergeschoss. Neben der künstlichen Beleuchtung wird es später noch ein Schiebedach geben.
Bild: Mercedes-Benz AG
Der Marco Polo kommt weiterhin als Diesel
Für den Antrieb des Marco Polo setzt Mercedes weiterhin auf die im Vorgänger bewährten Dieselmotoren. Die drei Vierzylinder-Selbstzünder mit 163 bis 237 PS können auf Wunsch auch mit Allrad kombiniert werden. Der Marco Polo dürfte bei rund 80.000 Euro starten, die "Horizon"-Version ohne Küche könnte es schon ab 70.000 Euro geben.
Diese Reise wurde unterstützt von Mercedes. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
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