Mercedes Vision AVTR: Elektro, Avatar, Zukunft

Mercedes-Studie mit "Avatar"-Features

Mercedes zeigt sein Auto der Zukunft: Der Vision AVTR erkennt seinen Besitzer und zeigt Gefühle. Für den AVTR holte Daimler Regisseur James Cameron ins Boot!
Der Mercedes Vision AVTR soll die Mobilität von morgen zeigen. Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas präsentierte Daimler einen Ausblick auf die Verbindung zwischen Maschine, Mensch und Natur. Inspiriert ist das Fahrzeug vom Science-Fiction-Film "Avatar". Dessen Regisseur James Cameron stand bei der Fahrzeugpräsentation zusammen mit Mercedes-Chef Ola Källenius auf der Bühne.

Das Auto kann seitwärts fahren

Über das beleuchtete Bedienfeld in der Cockpit-Mitte wird der Vision AVTR gesteuert.

Ja, der Vision AVTR ist ein Auto mit Rädern. Aber schon die sind anders als gewohnt. Die Räder sind große Bälle ("Bubble Wheels") und haben durch weniger Reibfläche einen geringeren Rollwiderstand als herkömmliche Reifen. Außerdem lenken alle vier, der Wagen kann wie im Krebsgang seitlich versetzt fahren. Auch ein Lenkrad gibt es nicht mehr. Gesteuert wird mit einem Joypad in der Cockpit-Mitte. Kinderleicht, ich habe es ausprobiert. Man legt die Handfläche drauf, kippt sie nach vorne (vorwärts), nach hinten (bremsen) oder links und rechts. Gas- oder Bremspedal? Schnee von gestern. Als Antrieb dient dem Auto ein E-Motor.

Die eigene Handfläche wird zum Bedienfeld

Die beweglichen "Flaps" am Heck dienen der Kommunikation mit anderen Verkehrsteilnehmern.

Der AVTR erinnert in der Form an den Mercedes F015, der 2015 auf der CES präsentiert wurde. Nähert man sich dem Auto, erwacht es zum Leben. Wie ein Tier, das die Ohren aufstellt oder sein Fell sträubt, begrüßen den Fahrer 33 bewegliche und beleuchtete Flaps auf dem Heck. Als würde es atmen, sagt Chefdesigner Gorden Wagener. Die Flaps kommunizieren auch mit der Außenwelt und anderen Autos. Sie stellen sich auf und leuchten rot, wenn der Wagen bremst, kippen nach links oder rechts, wenn der Wagen blinkt. Wie die Avatar-Geschöpfe verbindet sich auch der Vision AVTR mit der Natur. Im Vision-Benz registriert der Sitz den Herzschlag des Insassen, das Fahrzeug erkennt den Fahrer an seiner Atmung. Die Handfläche wird zum Screen, auf dem der Fahrer Aktionen auswählen kann, indem er sie quasi "greift". Das funktioniert schon jetzt gut.

Lianen und Recycling im Innenraum

Im Vision AVTR gibt es keine Knöpfe, die Bedienfelder werden auf die Handflächen der Insassen projiziert.

Der Hauptscreen des AVTR verbindet Filmwelt und Realität. Hier haben sich Camerons Spezialisten ausgetobt: Der Fahrer kann die Fahrt zur Arbeit virtuell als Ritt auf einem der "Pferde" oder Drachen aus Avatar erleben. Klingt abgefahren und sieht noch irrer aus. Mehr als ein Gimmick sind die Materialien im Innenraum: Die Stoffe sind aus recycelten PET-Flaschen, das "Holz" ist ein rattanähnliches Lianen-Gewächs namens Karuun aus dem Regenwald. Die Botschaft: Mercedes glaubt an die Mobilität von morgen und an die Mobilität von uns Menschen. Wir leben alle in einer Biosphäre, und das Auto – in welcher Form auch immer – gehört dazu.

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Studie Räder

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